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Do, 09:21 Uhr
08.09.2005

nnz-Betrachtung: Die Alten und die Neuen

Nordhausen (nnz). Der Fußballverein Wacker Nordhausen hat ein neues Präsidium. Na und? Dazu eine Wahlnachlese in Ihrer nnz.


nnz-Betrachtung: Die Alten und die Neuen (Foto: nnz) nnz-Betrachtung: Die Alten und die Neuen (Foto: nnz) Da werden manche Vertreter von anderen Fußballvereinen im Landkreis Nordhausen sagen: Warum machen die von der nnz so viel Wind um den einen Klub? Die Antwort lautet ganz einfach: Dem Flaggschiff muß es gut gehen, das Flaggschiff muß möglichst ganz oben spielen. Nur dann geht es allen anderen gut. Wer Interesse für den Fußball hat, der kann sich gern einmal Statistiken aus den Jahren 1995 bis 1999 ansehen. Das war exakt die Zeit, in der Wacker ziemlich weit oben kickte.

Wie viele Jungs ab fünf Jahren wollten da unbedingt Fußballer werden und wie strahlten deren Augen, wenn sie von einem Typen von Frank Ludwig in den Schulen trainiert wurden? Talentesichtung nannten es die einen, sinnvolle Freizeit die anderen. Fußball spielte Ende des vergangenen Jahrtausends eine herausragende Rolle im Landkreis Nordhausen, und Wacker war der Motor der Entwicklung. Noch mal zurück zu den damaligen Tabellen. Vereine aus dem Landkreis Nordhausen gehörten zur Nordthüringer Spitze in den diversen Ligen.

Dann stürzte Wacker ab und irgendwie sind die Wirkungen des Absturzes immer noch zu spüren. Wie viele Vereine aus dem Landkreis Nordhausen kicken noch in der Bezirksliga? Das ist nur eine Frage, auf die eine Antwort heißen kann – es muß besser werden. Und so kommen wir wieder zur gestrigen Neuwahl des Präsidiums. Eine neue Mannschaft, in der nur Vize Olaf Schulze eine zweite Saison mitspielt, ist angetreten um dort weiter zu machen, wo die alte Mannschaft aufgehört hat. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Ganz klar, das ehemalige Präsidium hat sich herausragende Verdienste erworben. Hans-Peter Kell, Roland Pohl und die anderen Präsidialen ist es zu danken, dass Wacker wieder dort spielt, wo Nordhäuser Fußball mindestens hingehört: In der Thüringenliga. Doch die Präsidialen wollten nicht mehr, dazu ist viel geschrieben worden. Einzig Dagmar Becker zeigte sich gestern beleidigt, sie hätte gern noch mitgemacht, nur wollte von den Neuen niemand mit ihr spielen.

Das ist nicht etwa eine Brüskierung gegenüber Becker, sondern eher Zeichen, wie schwer es war, neue Mannen zu finden. Und so kam schließlich eine Mannschaft zusammen, die nur zusammen antreten wollte. Wäre einer nicht gewählt worden, wäre das Konstrukt zusammengebrochen, ehe es errichtet worden war. So zittrig war gestern die Partie im Hotel am Stadtpark. Letztlich haben sich fünf Männer zusammengefunden, die miteinander „können“, die Wacker kennen und die mit anderen Partnern reden. Das sind vor allem Unternehmen, das muß in den nächsten Tagen aber auch die Stadtverwaltung Nordhausen sein. Die soll dem Verein ein Angebot zur Nutzung des Geländes am Albert-Kuntz-Sportpark gemacht haben, das das Ende des Vereins bedeuten würde.

Jetzt aber ist auch die erste Mannschaft gefragt. Sie muß in den kommenden Spielen zeigen, das die sieben Punkte keine Zufallstreffer waren. Nur mit begeisternden Spielen der „Ersten“ sind Zuschauer und Sponsoren zu locken. Und davon hängt letztlich auch die Weiterführung der Nachwuchsarbeit ab, die auf einem guten Weg ist. Aber auch das ist der Erfolg des alten Präsidiums. Für die geleistete Arbeit erhielten die Mitstreiter von Hans-Peter Kell gestern Abend viel Beifall. Und der kam von Herzen.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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