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So, 19:46 Uhr
11.04.2021
JENDRICKES GEGENKANDIDATEN:

Chancenlos? Nein!

Sie tun mir schon irgendwie leid: die beiden Landratskandidaten Jeanette Goedecke, die für die CDU kandidiert, und Matthias Marquardt, den die Linke in den Ring schickte. nnz-Autor Kurt Frank fragte Verwandte, Bekannte und Freunde...

Briefwahl (Symbolbild) (Foto: Andreas Lischka auf Pixabay ) Briefwahl (Symbolbild) (Foto: Andreas Lischka auf Pixabay )
Neun von zehn antworteten, diese Namen seien ihnen nicht so recht geläufig. Als ich die Person Matthias Jendricke erwähnte, war es umgekehrt: Neun von zehn wussten auf Anhieb, mit wem sie es zu tun haben.

Goedecke und Marquardt stehen im Schatten des Amtsinhabers. Der nutzt vor der Wahl, mehr denn je, geschickt jede sich bietende Gelegenheit, sich öffentlich zu präsentieren. Da ein Spatenstich für einen Radweg, mit Radlader gut ins Szene gesetzt. Da eine Fördermittelausreichung. Dann sieht man ihn bei einer Übergabe für etwas Vollbrachtes. Oder bei einer Grundsteinlegung. Von seinen Pressekonferenzen einmal abgesehen. Sich als Macher darzustellen, ist sein gutes Recht. Ich an seiner Stelle machte es ebenso.

Ungleich schwerer haben es indes die zwei Bewerber um das Amt: Weitaus wenig Medienpräsenz. Keine Möglichkeit, in Zeiten der Pandemie sich in einer Bürgerversammlung darzustellen. Ihnen bleiben nur Werbe-Flyer in Briefkästen und Besuche in Betrieben. Ihre Kandidatin Jeanette mühe sich redlich, den Umständen entsprechend, bürgernah mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Sie mache das sehr gut, meint Steffen Iffland, CDU-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat.

Den Termin der Landratswahl, die ursprünglich für Februar vorgesehen war, möchte Iffland am 25. des Monats stehen lassen. Man wisse ja nicht, wie sich die Corona-Geschichte entwickelt. Die Fallzahlen seien höchst besorgniserregend. Womöglich stehe man im September vor der gleichen Situation wie heute.

Beanke Juch will Bürgermeisterin von Werther werden und Jeanette Goedecke (beide CDU) tritt zur Landratswahl an. Beide waren mit dem Rad unterwegs und werben für mehr Radwege. (Foto: privat) Beanke Juch will Bürgermeisterin von Werther werden und Jeanette Goedecke (beide CDU) tritt zur Landratswahl an. Beide waren mit dem Rad unterwegs und werben für mehr Radwege. (Foto: privat)
Kai Liebig aus Sophienhof, Vorsitzender der Fraktion der Bürgerliste Südharz im Kreistag, sieht das anders. Er möchte den Termin der Landratswahl auf September verschoben wissen. ließ er der nnz-Redaktion am Wochenende wissen. Schließlich sei auch aus Pandemiegründen die Landtagswahl vom 25. April auf September verschoben worden. Warum nicht auch die Landratswahl?, will er von Ministerpräsidenten Ramelow wissen, dem er einen Brief schrieb. Liebig sieht deutliche Wettbewerbsnachteile für Jendrickes Gegenkandidaten. Der Termin 25. April spiele nur ihm in die Hände.

Es ist nicht zu erwarten, dass sich an diesem Termin was ändert. Der Gegenwind hätte früher und wirkungsvoller für eine Terminverschiebung auch von anderen Fraktionen erfolgen müssen, um Erfolg zu haben. Die Frage wird sein, wie die Wahl über die Bühne geht. Die Wahlbenachrichtigungen sind an die Haushalte verschickt. Um Wahlhelfer und sich selbst bei eventuellen Kontakten in Wahllokalen nicht unnötig zu gefährden, hat per Wahlscheinantrag jeder wahlberechtigter Bürger die Möglichkeit, einen Wahlschein für eine Briefwahl zu beantragen. Der Vorgang ist auf der Wahlbenachrichtigung enthalten.

Wählen sollte aber jeder und sich entscheiden. Sind Jendrickes Gegenkandidaten chancenlos? Das sind sie trotz alledem nicht! Auch Jeanette Goedecke und Matthias Marquardt haben das nötige Rüstzeug für das Amt. Der Bürger sei der Souverän. Er werde klug entscheiden, wer den Landkreis regieren soll. Sagt Steffen Iffland. Dem sei nichts hinzugefügt.
Kurt Frank
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Kommentare

12.04.2021, 01.08 Uhr
Oberstudienrat | natürlich...
...hat Herr Jendricke einiges vorzuweisen. Er füllt das Amt seit langem aus, hat vieles bewegt. Jeanette und Matthias hatten bisher nur wenig Gelegenheit dazu (Matthias in der Gewerkschaft, Jeanette bei der Landgemeinde). Beide sind menschlich absolut geeignet für den Job. Sie stehen beide mit beiden Beinen auf der Erde, bringen ein gehöriges Maß an Verantwortungsbewusstsein und Empathie mit, haben privat, beruflich und mit gesellschaftlichem Engagement gezeigt, dass ihnen ihr Umfeld am Herzen liegt. Sie sind beide nicht gefangen im politischen Klüngel und versprechen daher eine gewisse Unvoreingenommenheit, haben aber dennoch die Erfahrung und das Geschick sich in der politischen Welt durchzusetzen.

Parteipolitisch bin ich jedoch der CDU wesentlich näher als den LINKEN... daher drücke ich Jeanette die Daumen ! Gib Gas Mädel, du hast die Kompetenz, du hast die Fähigkeit über den Tellerrand zu gucken und du hast ein Gefühl für das, was wichtig ist.

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12.04.2021, 09.41 Uhr
Kritiker86 | Wenn..
jemand für Radwege wirbt ist er bei mir schon unten durch. Wir sollen alle nur noch Fahrrad fahren? was für ein Schwachsinn!. Lieber Straßen die auch befahrbar sind,das wäre mir lieber. Von Jendrickes Gegenkandidaten hört man nix weil die bisher nix Vollbracht haben. Und Jendricke macht einen Bomben Job. Schön wäre es ihn als Bürgermeister in Nordhausen zu haben. Dann würde es endlich wieder Bergauf gehen, und dieses nasses Hemd was da in der Luft flattert endlich ablöst.

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12.04.2021, 09.56 Uhr
Strandläufer | Never change a runnig system...
Wenn ich mich allein nur an das jüngst überstandene Krisenmanagement im Schneechaos erinnere, hat unser amtierender LR Jendricke vieles richtig(er) gemacht. Auch sonst empfinde ich ihn als jemanden der anpacken kann und gerade in Krisenzeiten mein Vertrauen geniesst. Die anderen beiden scheinen sehr nett zu sein, aber als Krisenmanager*in fehlt mir der Glaube.

Dennoch: gut das der Bürger die Wahlmöglichkeiten hat.

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12.04.2021, 09.57 Uhr
Psychoanalytiker | Schön, Oberstudienrat ...
... ich gönne Ihnen die Nähe zur CDU, einer Partei mit ARM(in) (und) LASCH(et), einer (Noch-)Kanzlerin, auf die KEINER (in der EU und in unseren Bundesländern) mehr hört, die Corona-Versager*innen und *außen namens von der Layen oder Spahn in ihren Reihen hat, und die zwar unter Korruptionsverdacht stehende Bundestagsabgeordnete a'la Nüßlein oder Löbel aus der Partei wirft, aber einen Phillipp Amthor sogar noch empor hebt (Kandidat auf Listenplatz 1), nur weil man dessen (derartige) Taten nicht in Gesetzen verankert hat ....

.... eine Partei, die das "C" völlig vergessen hat und die Menschen hofiert, die entweder eine menge Geld haben, oder die bestimmten Menschen Geld schenkt, aber dabei die vergisst, die ihr Leben lang mitgeholfen haben, dieses Land aufzubauen. Eine Partei, die dem Durchschnittsrentner (45 Jahre lang) zwar etwa 1.500 Euro (Brutto) "gönnt", ihm aber für einen Heimplatz sofort 2.000 Euro (Netto) zahlen lässt (Eigenanteil). Schön, dass Sie so einer Partei nahestehen, aber ... als "OBERSTUDIENRAT" passt man (bildlich) durchaus in das Bild, was die CDU gerade vermittelt.

SPD wählen ist leider ebenso "unterirdisch" geworden, wie LINKE, AfD, FDP oder GRÜNE wählen. Es ist nicht mehr einfach, in diesem zerstrittenen Land eine Partei (oder Politiker) zu finden, die (der-die-das) es wert ist (sind), gewählt zu werden ....

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12.04.2021, 11.58 Uhr
Oberstudienrat | bitte nicht...
Bundes- mit Regionalpolitik verwechseln....

Hier geht es um Regionalpolitik und damit in erster Linie um handelnde Personen. Ich wollte nur aussagen, dass sowohl Marquard als auch Goedecke in meinen Augen das Zeug zum Landrat haben, auch wenn es schwer wird gegen Jendricke. Jendricke hat eben den Vorteil Resultate seiner Tätigkeit als LR vorzuweisen, bringt jahrelange Erfahrung in dem Job mit. Diesen Vorteil haben die beiden Kandidaten nicht.

Ich finde es immer wieder bemerkenswert, mit welcher Inbrunst und welchem Elan hier einige immer wieder auf meine Kommentare reagieren. Allerdings sagen die meisten dieser auf mich bezogenen Kommentare weniger über mich und mehr über den Kommentator aus.

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12.04.2021, 13.20 Uhr
Psychoanalytiker | Ich komme aus dem Lachen nicht heraus ...
... Volker Bouffier schätzt im Namen des CDU Präsidiums den Armin LAsCHet als AUSSERORDENTLICH geeignet für den Beruf "Bundeskanzler *in und *out" ein.

Verzeihung, Oberstudienrat und CDU-Fans, aber für mich ist es völlig egal, ob eine Partei auf Gemeinde- Landes oder Bundesebene wirkt, Partei ist Partei, und "Grinsebacke" ist "Grinsebacke", egal auf welcher Ebene.

Nun hoffe ich, dass Annalena für die GRÜNEN antritt. Die hat zwar in Sachen Stromspeicherung (in Kabeln) und auf weiteren Gebieten "Null-Ahnung", aber hat dennoch eine reellere Anschauung wie die dauergrinsenden LAsCHet und Bouffier zusammen.

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12.04.2021, 16.14 Uhr
Paulinchen | Es ist immer...
... das Gleiche, mit dem Beginn des Wahlkampfes auf der Bundesebene, beginnen die Parteien damit, die Bevölkerung zu verunsichern. Die älteste Partei im Lande, kommt nicht mehr mit eigener Kraft aus ihrem Tief und schmeichelt mit der Nachfolgerin der SED. Da alle guten Dinge meist drei sind, gesellt sich die Grüne Front dazu. Zusammen wollen sie dem gemeinen Volk an den letzten Cent.
Die Parteien mit dem C im Namen, sind zwar der Meinung, es müsse sich etwas ändern im Lande, aber da ist der Konkurrent der kleinen Schwester. Er wäre vielleicht ein Macher, aber der könnte durchaus nach seiner Wahl, mit dem Stühleruecken beginnen. Das aber wollen die nicht, die an ihrem Stuhl kleben. Leider sind die eigentlichen Macher dieser beiden C Parteien schon vor einigen Jahren, aus dem Verkehr gezogen worden oder inzwischen zum Teil im Ruhestand. Und wieder hätte eine Partei die Gelegenheit, daraus zu profitieren, wenn sie sich doch nur einmal einig wären. Doch mit dem neuen Wahlprogramm dieser Partei, ist es nicht ganz einfach. Ob es denn den Wählern passt, dass es zu einem D exit kommen und die DM zurück geholt werden soll, das steht wohl noch in den Sternen.
Gehe ich mal von mir aus, so möchte ich eigentlich gar nicht mehr wählen, weil sich bis jetzt, danach kaum mal etwas zum Positiven für das Volk verändert hat. Und betrachte ich mir das Corongeschehen genauer, so stelle ich fest, alle Parteien haben auf der ganzen Linie versagt. Weshalb haben sie versagt? Weil sie von Medizin Null Ahnung haben, oder dafür nicht qualifiziert sind. Sie haben sich auf dem Klimagebiet von Kindern treiben lassen und unüberlegte Eingriffe in die Wirtschaft vorgenommen, welche sie nicht mehr korrigieren können. Auf diesen Folgen bleibt die Bevölkerung am Ende sitzen. Sind wir jetzt wieder im Jahr 1989?

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