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Di, 16:22 Uhr
09.03.2021
nnz-Forum

Zum Vernichten produziert?

Wie und wieviel Nahrungsmittel werden produziert um dann auf dem Müll zu landen oder zu billigst Preisen in Entwicklungsländer exportiert werden um dort die Infrastruktur zu zerstören? Unsere Landwirtschaft wird gezwungen zu Dumpingpreisen zu produzieren, kritisiert Manfred Kappler im nnz-Forum...

Den Preis bestimmt nicht etwa der Produzent wie es eigentlich üblich ist. Hier wird der Preis von der Nahrungsmittelindustrie und dem Großhandel vorgegeben. Marktwirtschaft oder verkehrte Welt? Die Landwirtschaft ist so gezwungen immer Mehr und immer preiswerter zu produzieren. Ergebnis; immer mehr Agrarchemie, Wachstumshormone, Antibiotika, Herbizide, insektizide usw. Monokulturen und starke Umweltzerstörungen welche nicht gleich sichtbar werden.

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Tierhaltung unter Bedingungen welche sich kein Mensch zumuten würde. Kühe mit Eutern als hätten diese großen Säcke zwischen den Beinen, denn ein laufen damit ist kaum möglich. Die Kuh als Industrieelle Milchmaschine? Wie würde sich Frau Klöckner und andere sich mit solchen Größenordnungen fühlen?

Schweine eingepfercht, umfallen geht nicht hinlegen schwierig. Aufzucht, dich gedrängt und viel Aufbaufutter um ja schnell auf Gewicht zu kommen. Billigfleisch mit viel Chemie, was für ein Fleisch? Geflügelzucht auf kleinsten Raum, in Batterien gehalten und die männlichen Küken geschreddert. Für wen und für was? Alles für unser Wohl?

Wir fühlen uns schon eingesperrt durch die CORONA Bestimmungen, nur wir können uns aufregen, was die Tiere nicht können. Nur unseren Lieblingen den Hunden geht es besser, die verschaffen uns Ausgang und dürfen bei einigen sogar mit in die Wohnung – an den Tisch, fehlt bloß noch das Besteck. Ja dann stehen die Regale voll mit Nahrungsmitteln, in Hülle und Fülle. Man weiß nicht was man kaufen soll? Die Schrift auf der Verpackung kaum lesbar und schon gar nicht zum entziffern – nur irreführend. Zu viele Bezeichnungen für die gleichen Zusätze. Oft enthalten diese auch mehr Zusatz als Produkt.

Was wird nun mit den vielen Lebensmitteln welche nicht gekauft werden? Die Mindest- Haltbarkeit ist erreicht, was nun – also zur Tafel oder in den Container? Die Tafel ist ja nicht schlecht, Deutschland, sollte sich als eines der reichsten Länderschämen, dass Menschen auf die Tafel angewiesen sind. (Die Würde des Menschen ist unantastbar -Grundgesetz) Was alles landet im Container? – Ein Geheimnis des Handels – wie vieles andere in dieser Erzeuger-Kette.

Was geschieht nun mit den Nahrungsmitteln in den Containern? An die Tiere verfüttern geht nicht, - verboten - da die vielen Zusätze in den Nahrungsmitteln den Futterbedarf der Tiere total durcheinanderbringen würde. Also bleibt nur die Verbrennung. Es mag Ausnahmen geben aber es könnte so die Regel sein. Produziert zur Vernichtung?

Egal was wir produzieren, wir verbrauchen Energie und erzeugen Emissionsgase. Pro Jahr, erzeugen wir 51 Milliarden to von Treibhausgasen und müssen schnellstens auf Null kommen, um die Klimakatastrophe zu stoppen. Die Vernichtung der Nahrungsmittel geht auch nicht ohne Energieverbrauch und die Produktion von Treibhausgasen. Wir produzieren zum Vernichten, was für ein Verbrauch, Verschwendung und Umweltbelastung? Ca. 700 Millionen Menschen leiden an Hunger und haben kein sauberes Wasser und wir vernichten die Nahrungsmittel.

Was für eine Welt wo im Grundgesetz von der Würde des Menschen die Rede ist?
Wie lange wollen wir so noch weiter machen – weiter machen auf kosten unserer Mitmenschen und Enkel?
Wem gehört diese Erde mit seinem Reichtum was wir zurzeit verbrauchen? Wir zerstören unseren Lebensraum – den Boden, das Wasser und die Luft. Was sagen wir unseren Enkeln, wenn uns die Klimakatstrophe uns selbst betrifft? Ihr hab das doch gewusst, warum habt ihr nicht gehandelt?

Die Europäische Bürgerbewegung Friday for Future hat uns aufgerufen am 19. März gemeinsam auf die Straßen zu gehen um die Politiker in die Pflicht zu nehmen. Sie mögen endlich ihre Versprechen erfüllen! Schöne Worte helfen nicht.

Auch wenn wir den CO² Hahn etwas zudrehen wird es nicht helfen – irgendwann ist die CO² Wanne voll. Wir müssen raus aus dieser Weg-Werf-Gesellschaft! Unsere CO² Ausstoß muss auf null. Produktion zum Wegwerfen und Verschwendung von Nahrungsmittel muss ein Ende finden! So die Forderungen der Europäischen Bürgerinitiative Friday for Future
Am 19. 3. gemeinsam für die Versprechen der Politik einfordern. (näheres wird noch bekannt gegeben)
Manfred Kappler

Autor: red

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Kommentare
henry12
09.03.2021, 19:26 Uhr
Europäische Hüpfbewegung- Freu dich Freitags
Wozu, weshalb, warum ? Frau Klöckner müsste nur ihre Arbeit machen und die gesetzlichen Bestimmungen und Vorschriften zur artgerechten Tierhaltung überprüfen und durchsetzen. Macht sie aber nicht. Statt dessen wird eine "Tierwohlabgabe" erfunden, die dann in Beamten-Pensionen versackt.
Während der industriellen Tierhaltung verrecken jedes Jahr 12 Mio Schweine und 550 Tsd Rinder vor ihrer Verarbeitung.
Viele gequälte Tiere, die die "Zucht" überstehen, werden dann verarbeitet in den
20 Mio Tonnen Lebensmitteln entsorgt, die es nicht bis in den Magen der Verbraucher schaffen. Industrielle Entsorgung von Nahrungsmitteln ist wie die von Bekleidung bereits eingepreist. Die Konsumenten haben daran definitiv keine Schuld. Weil hier ganz gezielt die Nachfrage gesteuert werden soll .
Also brauchen die Erzeuger mehr Macht, haben aber keinen Marktzugang.
Paulinchen
09.03.2021, 23:26 Uhr
Was würde denn...
... eine Markt gerechte Fleischproduktion bringen?

Die Marktwirtschaft hat uns doch gelehrt, dass die Preise sich nach dem Angebot und der Nachfrage richten. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass es sich tatsächlich rechnet, dass die Schlachttiere mit dem LKW ausser Landes gebracht werden, dort getötet werden und dann zum Zerlegen wieder zurück kommen. Kann mir das jemand erklären? Mal abgesehen davon, dass es das Klima sinnlos belastet.
Herr Taft
10.03.2021, 06:36 Uhr
Schlimm...
Diese Situation ist tatsächlich schlimm, Herr Kappler. Am aller schlimmsten für die kleinen Landwirte. Die stehen nämlich genau vor dem Dilemma, dass sie oft nur mit schierer Masse ihren Betrieb ins Geldverdienen bringen. Wenn der Liter Milch halt so billig ist, muss ich eben mehr Liter Milch produzieren um meine Kosten zu decken... Es gibt dann noch mehr Milch... In der Folge sinkt der Preis noch weiter, noch mehr Kühe, noch mehr Milch... Ein sogenannter Schweinezyklus, der erst gebrochen wird, wenn der Preis so niedrig ist, dass der Absatz nicht ausreicht die Kosten zu decken... Dann gehen die Bauern pleite - theoretisch - aber da gibt es ja die Subventionen, die den Landwirten helfen zu überleben...leider befeuern genau diese Subventionen den oben genannten Schweinezyklus führen zu Überproduktion, die eben vernichtet oder zu dumping-Preisen exportiert wird. Was wäre nun ein Ausweg aus dem Dilemma? Abschaffung Der Subventionen, damit ein landwirtschaftssterben, sinkende Produktion, steigende Preise und Treckerparade vor dem Reichstag.... Durch die steigenden Preise ist es für die agrarrohstoffverarbeiter dann billiger, die Milch aus dem Ausland zu importieren, diese eben ihre Subventionen noch haben, zur Freude der dortigen Bauern... Mit der Folge, dass die inländische Landwirtschaft total am Boden liegt. Also inländische Agrarwirtschaft durch Einfuhrzölle schützen... Tolle Idee... Preise sind hoch, Bauern glücklich, Staat verdient an Zöllen... Verteuert Importe, die inländischen Bauern überleben und.. produzieren wieder so viel wie sie können , da sie jetzt ja richtig Geld verdienen können....und das Spiel geht von vorne los.

Merken Sie was ? Sie fordern nichts weniger als einen Systemwechsel, wenn Sie das durchbrechen wollen. Sie können einen vollkommen transparenten Markt in einem marktwirtschaftlichen, offenen System nicht wirklich regulieren... Jeder Versuch führt nur zu einer kurzfristigen Verschiebung. Die Preise, die Überproduktion mit ihren Folgen ist genau das Ergebnis administrativer Eingriffe zum Schutz der Bauern und zum Erhalt bezahlbarer Lebensmittel....ist etwas aus dem Ruder gelaufen und nur schwer wieder einzufangen.
grobschmied56
10.03.2021, 11:24 Uhr
Auf welchem Ast...
... hat Herr Kappler denn geschlafen, während sich im Biologie-Unterricht der Rest der Klasse mit dem menschlichen Stoffwechsel abgeplagt hat? Muß ein sehr hochgelegener Ast gewesen sein, daß so gar nix bei ihm angekommen und hängengeblieben ist.
Wenn Sie Null Co2 ausstoßen wollen, dann müssen Sie zum Baum mutieren, Ihre Haut durch Blattwerk ersetzen und irgendwo Wurzeln schlagen.
Sodann können Sie an Ihr gutes Werk gehen, Kohlendioxid einatmen, mit Hilfe Ihres Chlorophylls in Zucker, Stärke, Sauerstoff umwandeln. Achten Sie auf einen nicht zu schattigen Standort, sonst sonst klappt Ihre Photosynthese nicht so gut!
Es gibt auch noch einen kürzeren Weg, einfach auf dem Klo einschließen und die Luft anhalten, bis es schwarz wird vor den Augen. Falls man wieder zu sich kommt, Versuch wiederholen. Irgendwann klappt es dann schon mit NULL-CO2-AUSSTOSS!
Real Human
11.03.2021, 17:31 Uhr
Wie machen es andere Länder?
„Andere Länder in Europa machen es vor. Als Musterbeispiel gilt Frankreich. Es ist das erste Land weltweit, das LEBENSMITTELVERSCHWENDUNG UNTER STRAFE stellt. Es verpflichtet Supermärkte mit mehr als 400 Quadratmetern Ladenfläche, unverkaufte Lebensmittel an Tafeln oder andere gemeinnützige Organisationen zu spenden. Jeder Verstoß wird seit dem 11. Februar 2016 mit 3750 Euro geahndet. Andererseits können Händler ihre Spenden zu 60 Prozent von der Steuer absetzen.“,
berichtet das Göttinger Tageblatt vom 28.03.2019

Was tun unsere gewählten Europa-Abgeordneten speziell gegen diese Ressourcenverschwendung? Was tun die gut bezahlten EU-Kommissare, die von den Regierungen der EU-Staaten nominiert und vom Europäischen Parlament gewählt werden? Spätestens hier treten wir Wähler in die Verantwortung – bei der Wahl des EU-Parlaments und des Bundestags.

Aber wenn bei Bier und Blasmusik oder im Altenheim bei Kaffee und Kuchen irgendwelche Hinterhuber beiderlei Geschlechts nur recht „lieblich grunzen“, wie es in einem Lied eines gewissen Christoph Holzhöfer heißt, dann sind alle alltäglichen Zumutungen vergessen.

Und wer wählt brav weiter cDU? Klar, auch diejenigen, die mit ihren Kuhställen am wenigsten existieren können. Wer seine armen Viehcher am besten behandelt, wird in der Regel zuerst marktbereinigt. Wie wäre es da eigentlich mit einem ERZEUGERKARTELL?

Die großen Ladenketten sind undurchsichtig miteinander verflochtene Oligopole und haben eine enorme Marktmacht. Der CDU-Maskenskandal zeigt nur die Spitze des Eisbergs der gegenseitigen Verflechtungen in politische Gremien hinein. Mit einem ERZEUGERKARTELL – oder wenigstens der Drohung damit – könnte die Politik vielleicht gezwungen werden, wenigstens eine gewisse Ordnung in den monopol-kapitalistischen Wildwuchs zu bringen.

Wenn es nach Biolehrer(?–) Grobschmied geht, sollte es wohl bald eine politische WENDE UM 180 GRAD geben und wieder ein Zeit anbrechen, in der Führerpersönlichkeiten bestimmen, wer berechtigt ist, in Freiheit O2 oder unter einer Duschbrause HCN einzuatmen? Nein, so weit will ich die Gedankenexperimente mit Herrn Kappler auf dem Klo noch nicht extrapolieren!
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