eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Do, 19:49 Uhr
11.02.2021
nnz-Forum

Es gibt ihn noch "Den Winter"

Gestern berichtete die nnz darüber, wann eine Wetterlage von den Meteorologen als "extrem" eingestuft wird. Leser Manfred Kappler hat sich ob der Reaktionen der Kommentarspalte dazu noch einmal Gedanken gemacht...

Ich bin etwas erstaunt auf was für Zusammenhänge manche Kommentatoren bei so einen sachlichen Artikel kommen. Dieser Wintereinbruch ist für mich nichts Unnormales. Wetter passt eben nicht immer in unser Klischee. Auch wir Menschen sind schon durch den Klimawandel verwöhnt. Wir haben dabei vergessen, dass der Klimawandel zu mehr und zu stärkeren Extremwettern führt. Außerdem wird es auch durch den Klimawandel immer wieder zu Wetterabweichungen kommen.

Anzeige Refinery (lang)
Empfehlen möchte ich so einigen Kommentatoren, nach 2 Jahren mal aufzuhören von Schulschwänzern zu reden. Denn es ist die große Frage, wer hier irgendwo nicht ganz aufgepasst hat. So einige Kommentare liegen total daneben. Auch sollten sich so einige mal von ihren Tunnelblick verabschieden.

Zu dieser Thematik möchte ich ihnen mal zu etwas Online-Weiterbildung raten, denn die Fachleute sind kompetenter als ich. Erstens könnten die zwei Bücher von Sven Plöger unseren Wetterexperten zu etwas Bildung verhelfen. Das Buch – Wo unser Wetter entsteht – und sein letztes Buch – Zieht euch warm an, es wird heiß!

Um gleich weiter bei unserem Wetter und Klimaexperten zu bleiben, für diejenigen welche mit dem Lesen Probleme haben. Klicken sie auf Google und geben sie dann Sven Plöger "Klimablick" ein, so kommen sie auf neun kurze Videos von etwa 15 Minuten.

Bleiben wir noch bei der Online – Weiterbildung: In der Mediathek von 3-SAT finden sie einen interessanten Redebeitrag von: SCOBEL "Die Illusion von Natur". Es gibt noch genügend anderes Material und Aussagen von Wissenschaftlern, dass würde hier gewiss zu weit führen.

Wenn wir auch zurzeit etwas Winter haben, dass ändert jedoch nichts an der rasanten Fortschreitung des von uns Menschen in gang gebrachten Klimawandels. Das Problem bei all diesen Erscheinungen und Auswirkungen ist nicht die Natur; sondern der Mensch. Der Mensch mit seiner sensiblen Technik, seiner Trägheit, sein egoistisches Denken und der Gier nach dem immer Mehr in vielerlei Hinsicht.

Die Natur braucht uns Menschen nicht – aber wir brauchen die Natur! Als Teil dieser Natur, haben wir uns schon zu weit von ihr entfernt und denken mit unserem Wissen und Können, können wir die Natur beherrschen und sie uns gar gefügig machen. Dieser Trugschluss und die Gier nach immer Mehr und größer, schneller, weiter usw. wird uns auch mit unserer künstlichen Intelligenz nicht gelingen. Das Problem ist – wir haben nur diese eine Erde und nicht 3 bis 5 Erden.

Was ist, wenn wir alles verbraucht und hin gewirtschaftet haben? Stirbt die Natur, stirbt auch der Mensch! Nach aller Wahrscheinlichkeit wird aber die Natur und die Erde überleben. Wir sind auf dem besten Wege uns selbst zu vernichten!

Was für einen Planeten überlassen sie ihren Enkeln?

Um auch noch die Frage in den Kommentaren zu beantworten, wie es mit Fridays for Future und den Demonstrationen weiter geht? Es geht weiter, auch unter CORONA Bedingungen, mit Mundschutz und großen Abstand, Zielgerichtet aber friedlich.

Der weltweite Aufruf zum globalen Klimastreik ist für den 19. März angesetzt. Geben Sie ihren Kindern und den Kindern dieser Welt noch eine Chance!

Mit harzlichen Grüßen und bleiben Sie gesund
Manfred Kappler, Ilfeld

Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Anzeige symplr (6)
Kommentare
Leser X
11.02.2021, 21:42 Uhr
Wetter und Klima
Volle Zustimmung, Herr Kappler. Außerdem sollten sich alle, die jetzt gern den Klimawandel für beendet erklären wollen, weil tatsächlich mal Schnee liegt, mit dem Unterschied zwischen Wetter und Klima befassen. Ohne dieses Wissen kommt man bei der Diskussion nicht über ein Stammtischniveau hinaus.
Echter-Nordhaeuser
11.02.2021, 23:21 Uhr
Gedanken gemacht!?
Wir können uns ja wieder in die DDR Zeiten zurück versetzen. Jeder wartet zwanzig Jahre auf ein Auto.Eine Waschmaschine, Fernseher, Kühlschrank usw. halten 20 Jahre. Reisen nur innerhalb Deutschland. Obst und Gemüse nach Saison ohne Bananen und anderen Ausländischen gedöns. Wurst und Fleisch ewig anstellen wenn man dran ist bekommt man nix mehr.Handys,Spielekonsole gibt es natürlich auch nicht. Digitales Lernen braucht man nicht gibt genug Bücher. Nur so können wir das Klima retten.
Henkel
12.02.2021, 05:51 Uhr
Klima und Wetter
Klar, wenn es mal so herum läuft, dann unterscheidet der Klimahysteriker zwischen Klima und Wetter. Anders herum wird jede noch so dumme Lüge benutzt, um vom menschengemachten Klimawandel zu schwafeln. Nötiger Naturschutz wird mit Klimaschutz und Abzocke verwechselt und so schlittern wir weiter ins Chaos anstatt weltweit auch nur einen Millimeter für den Umweltschutz zu tun. Unter dem Strich treten doch keine Prognosen der Klimahysteriker ein, der niemals wieder stattfindende Winter ist da nur ein Beispiel von Latif. Auch egal, unsere Wälder wird es freuen, wenn’s taut ist es eine Menge gespeichertes Wasser.

Eins hat Corona deutlich gezeigt, trifft mit Sicherheit auch auf den Klimawandel zu. Andere Meinungen werden nicht akzeptiert. Wenn die Regierungen CO2 Steuern abkassieren wollen, finden sich auch genug Wissenschaftler, die passende Begründungen (er)finden und so ihren Unterhalt sichern. Abweichende Meinungen werden einfach entfernt und ausgesondert. Gefügige, bereinigte Wissenschaft mit vorgegebenen Zielen.
grobschmied56
12.02.2021, 12:58 Uhr
Nicht 'extrem' hat zugenommen...
... sondern die Aufgeregtheit bei der Berichterstattung.
Ist der Winter mild und regnerisch, dann ist es gleich ein 'Schock-Winter' (so titelte eine bekannte Zeitschrift im letzten Jahr). Ist es mal kalt und kommen Schneeflöckchen, dann ist es Unwetter, Phänomen, Polarkeule, sibirische Peitsche, Schneewalze, Schneebombe, ach du liebe Zeit, was die Schreiberlinge so alles erfinden.
Milde Winter mit Regen statt Schnee hatten wir vor 50 Jahren auch. Kann mich gut erinnern, bin mit meinem Kumpel durchs 'Centrum Warenhaus' in Erfurt geschlendert, der Lümmel hat mit spitzem Finger 'Sau' auf einen Ski in der Sportabteilung geschrieben. Das ging gut, Ski und Rodelschlitten hatten genug Staub angesetzt, weil die Sachen, mangels Schnee nahezu unverkäuflich waren. Paar Jahre später kam es dafür dann wieder knüppeldick, manche Betriebe konnten nur noch nachts arbeiten, weil am Tage die Elektroenergie nicht mehr für alles reichte. Groß Gejammer oder Weltuntergangsphantasien gab es aber trotzdem nicht.
Man hat es dann ja auch überlebt.
Heute führt jede kleine Abweichung vom 'Normalen' unweigerlich zu hysterischem Gegacker und künstlicher Entrüstung. Manche Leute möchten gleich alles und jedes verbieten um die Welt zu retten. Auch wenn es gar keinen Sinn ergibt. Für mich steht als Regel fest, daß es das 'Normale Wetter' in Mitteleuropa kaum gibt. Wirklich verlassen kann man sich nur darauf, daß man sich eben auf das Wetter in Deutschland nicht verlassen kann.
so einfach ist das. Alles Geschrei, den kurz bevorstehenden 'Weltuntergang' betreffend, halte ich für ideologische Spielchen, jedes Grüppchen kocht sein Süppchen. Man muß nur mal schauen, was für Summen von Geld da an verschiedene NGO's fließen, an die Dauerwarner vor der Apokalypse. Dann kann man sich sein Teil denken.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)