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Sa, 08:30 Uhr
06.02.2021
Pegelstände im Südharz

Noch kein Grund zur Besorgnis

Die Schneeschmelze im Harz und zum Teil Dauerregen in der zurückliegenden Woche haben die Pegel der Flüsse im Landkreis Nordhausen ansteigen lassen. Hier der Überblick...

Die Zorge bei Nordhausen (Foto: nnz) Die Zorge bei Nordhausen (Foto: nnz)
Die Zorge
Nach dem Anstieg des Pegels vor allem am Mittwoch und dem kurzzeitigen Überschreiten des Meldebeginns bei 180 Zentimeter, ist der Pegel am Mittag wieder bei 170 Zentimeter angekommen. Ähnlich sieht es mit der Durchflussmenge aus. Hinsichtlich der Prognose für die nächsten Tage geht die Thüringer Hochwasserzentrale von einem weiteren Rückgang des Pegels aus.

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Die Helme
Von der Helme bei Sundhausen droht momentan keinerlei "Gefahr". Nach knapp einem Meter gestern, ist der Pegel heute bei 75 Zentimeter angekommen. Der Meldebeginn ist bei 130 Zentimeter.

„Für ein eventuelles Hochwasserereignis sind wir als Feuerwehr der Stadt Nordhausen vorbereitet. Wir unterhalten eine Wasserwehr mit dementsprechender Technik, beispielsweise den Hochwasserschutzanhänger, zusätzliche Pumpen und Sandsäcke,“ beruhigt Thomas Schinköth, Leiter der Berufsfeuerwehr. Und weiter heißt es in einer Pressemitteilung: "Die Stadt Nordhausen hatte als eine der ersten Kommunen überhaupt eine Wasserwehr gegründet und damit einen der ersten Hochwasserschutzanhänger im Januar 2019 in Dienst gestellt.

Der Hochwasserschutzanhänger wurde durch die Berufsfeuerwehr und das Ordnungsamt der Stadt Nordhausen so konzipiert, dass er permanent einsatzbereit und autark arbeitsfähig ist. Der Anhänger beinhaltet alle notwendigen Gerätschaften, um im Einsatz auch ohne Löschfahrzeug der Feuerwehr arbeiten zu können, zum Beispiel drei Hochleistungspumpen, ein Stromaggregat mit Leuchtmitteln, das mobile Hochwasserschutzsystem „Hydrobaffle“ sowie Schutz- bzw. Einsatzkleidung für einen Einsatztrupp."

Die Wipper
Aktuell wird bei Wipperdorf ein Pegel von 120 Zentimeter. Auch in der Vorschau wird nicht mit einem weiteren Anstieg gerechnet.

Die Bere
Hier liegt der Meldebeginn bei 120 Zentimeter. Bis zum Mittwoch überstieg der Pegel in Ilfeld diese Marke und verharrt aktuell bei 140 Zentimeter. Laut Prognose ist hier auch mit einer gewissen Entspannung zu rechnen.
Autor: psg

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Kommentare
Der-NDH-Mann
06.02.2021, 10:27 Uhr
Pegelstände im Südharz
Ich freu mich für die Zorge :-)
Wolfi65
06.02.2021, 11:04 Uhr
Ich auch
Vorher ein stinkender Rinnsaal und jetzt ein Fluss.
Jetzt stimmt alles wieder und Schnee gibt es noch oben drauf.
Noch ein nasses Frühjahr und ein verregneter Sommer und die Klimaexperten sind wieder am Ende.
Flitzpiepe
06.02.2021, 11:33 Uhr
Panikmache
Das ist gar kein Hochwasser an der Zorge, das ist harmloser Regen, wie es ihn jedes Jahr gibt. Außerdem wird jetzt viel häufiger der Wasserstand gemessen. Die Messmethoden sind völlig ungenau. Würde man nicht messen, gäbe es auch kein Hochwasser.
Panikmache!!
Wir müssen die Deiche aufmachen und eine langsame Überschwemmung wagen. Sobald alles unter Wasser steht, ist die Strömung nicht mehr so stark.
Fast alle, die jetzt ertrinken, wären sowieso früher oder später gestorben.

Ich bin außerdem gegen Westenpflicht! Es gibt keine wissenschaftliche Studie, die belegen, dass Schwimmwesten helfen. Es reicht wenn wir die Alten/Gefährdeten auf höher gelegenem Land unterbringen/wegsperren.

Dürre ist viel gefährlicher als Hochwasser!
Wir brauchen eine Durchweichung der Bevölkerung!

Das sogenannte Hochwasser ist nicht schlimmer als ein feuchter Keller. Da muss jeder mal durch.

Habe gehört kleine Säckchen mit Katzenstreu und Duftöl helfen da ganz gut.
Sind die ganzen Fundamente mit oder wegen Hochwasser abgesackt?
Da gab's bestimmt schon Vorschäden, bei neuen Häusern passiert das nicht. Außerdem stürzen eh nur die alten und maroden Häuser so richtig ein.
Die kleinen Gartenlauben sind wasserfest, da passiert nix.
Ich war gerade an der Helme und musste zusehen wie neue Absperrungen aufgebaut werden. Absperren wollen sie uns, Leute!!! Dabei regnet es jetzt gar nicht mehr! Hochwasserdiktatur!
Nicht zu vergessen, dass die durchschnittliche Wasserhöhe auf D hochgerechnet ja nicht mal Millimeter ausmachen! Also besteht allerhöchstens die Gefahr, eine Pfütze vor der Haustür zu kriegen! Es gibt also kein Hochwasser, das ist nur Panikmache!
Echter-Nordhaeuser
06.02.2021, 11:37 Uhr
Keine Panik
Solange die Zorge nicht über die Bahnhofstraße geht wie schon zu Friedenszeiten oder knapp darunter ist alles noch in Ordnung. Es ist noch genügend Luft nach oben.
Herr Schröder
06.02.2021, 12:26 Uhr
Nächste Woche
Friert das alles noch zu und dann haben wir mal wieder richtig Winter :)
diskobolos
06.02.2021, 12:45 Uhr
Danke, Flitzpiepe,
Der beste Kommentar seit langem. Aber ob alle die Ironie vestehen?
Fönix
06.02.2021, 17:11 Uhr
Wenn man fachlich keine Ahnung hat,
sollte man sich mit Satire zurückhalten, sonst macht man sich schnell lächerlich. Von einem Hochwasser ist die Zorge wie alle anderen Flüsse in der Region derzeit NOCH meilenweit entfernt. Was man aktuell sieht kann man allenfalls mit ein bisschen gutem Willen als erhöhten Wasserstand bezeichnen. Hochwasser sehen anders aus, wer für ein normales Grundverständnis genauere Information benötigt, sollte sich mal die betreffenden Pegelstatistiken (insbesondere die Haupttabellen) anschauen und die dort aufgeführten Werte mit den aktuellen Messwerten vergleichen.

Der nächste Fauxpas betrifft die Öffnung der Deiche. In der Wasserwirtschaft ist das tatsächlich ein probates Mittel, Hochwasserschäden in Größenordnungen zu reduzieren. Nennt man auch Retentionsraumerweiterung, senkt die Maximalwasserspiegel und damit die Schäden im Hochwasserfall in Größenordnungen und wird heutzutage im Zuge von Deichrückverlegungen immer häufiger realisiert. Jedenfalls ist es albern, solche prophylaktischen Hochwasserschutzmaßnahmen durch den Kakao zu ziehen.

Im Übrigen sollte aber niemand die tatsächlichen Risiken, die die aktuelle Wetterlage in sich birgt, auf die leichte Schulter nehmen. Selbst wenn man die direkten Gefahren durch langanhaltenden starken Schneefall in Verbindung mit viel Wind mal außen vor lässt, zementiert die nachfolgende anhaltende Dauerfrostperiode in den Einzugsgebieten unserer Fließgewässer im Südharz eine erhebliche Hochwassergefahr. Folgt hier keine milde, niederschlagsarme Witterungsperiode, bei der sich die Schneedecke durch Sublimation, Schmelzen und Tauen langsam reduzieren würde, birgt mit fortschreitendem Frühjahr jedes mit feuchtwarmer Luft beladene heranziehende Atlantiktief die Gefahr warmer ergiebiger Niederschläge. Im Ergebnis würden sich in kürzester Zeit erhebliche Mengen an Schnee und Regen mobilisieren und entsprechend der Einzugsgebietscharakteristiken unserer Flüsse und Bäche im Südharz wären die Gerinne mit den auflaufenden Abflussmengen hoffnungslos überfordert. DANN hätten wir Hochwasser!

Ich wünsche es keinem, von einem extremen Hochwasser heimgesucht zu werden, aber ich bin gespannt, was Flitzpiepe und Konsorten in einem solchen Fall dann hier von sich geben.
Wie Bitte
06.02.2021, 17:30 Uhr
@fönix
Flitzpiepes Beitrag ist eine sehr gelungene 1:1-Umsetzung der Argumente der Coronaleugner, eine Metapher, ein bildliches Gleichnis. Kommen Sie vom Hohen Ross bitte herunter, Sie sind meilenweit von dem entfernt, was Flitzpiepe tatsächlich mitteilen wollte.
geloescht.20250205
06.02.2021, 18:11 Uhr
klasse :-)
Ich finde Flitzpiepe's Kommentar klasse. Genau mein Humor:-)) Danke
Fönix
06.02.2021, 18:14 Uhr
@ Wie Bitte
Ich bin meilenweit davon entfernt, hier einen Chat zu beginnen und auf einem Pferd habe ich das erste und letzte Mal vor 52 Jahren gesessen, als der Bauer mit seinem Kaltblut unser Ackerland gepflügt hat. Aber die Intention von Flitzpiepe, hier diesen unsäglichen Kommentar einzustellen, habe ich sehr wohl erkannt!

Ich finde es unerträglich, hier ein Gleichnis (oder wie auch immer Sie das einordnen) zwischen Hochwasser und CORONA-Epidemie aufzustellen, das ist gegenüber den Opfern Zynismus der schlimmsten Art. Hochwasserereignisse generieren in unserer Region in erster Linie Sachschäden, Personenschäden sind eher die Ausnahme als die Regel. Jede Analogie zur CORONA-Epidemie verbietet sich hier von vornherein. Das Sie nun auch noch in dieses Horn hineinblasen ist für mich bezeichnend für die Sorglosigkeit, mit der Sie und Ihresgleichen Ihre Gedanken entwickeln und verbreiten.

Auf die Tatsache, dass es in meinem Kommentar auch darum ging, sachliche und logische Fehler in den Darlegungen von Flitzpiepe zu korrigieren, gehe ich hier in dieser Erwiderung jetzt nicht weiter ein. Da könnte ich auch in der Sahara Salz gegen Glatteis streuen.
HisMastersVoise
06.02.2021, 18:47 Uhr
Zurück zum Thema
Laut TLUG hatten wir eine Starkwasserspitze von ca 30m/3 pro Sekunde , welche sich nun Richtung 25 m/3 pS bewegt. Das ist zwar ein höheres Wasser, ist aber mit historischen Werten von 65m/3 in 2008 oder dem schlimmsten Hochwasser von 1965 mit 95m/3 pro Sekunde keineswegs zu vergleichen. Bei ca 70m/3 ist die Strasse nach Sachswerfen überflutet und ab 85 m/3 dringt das Wasser in die Stadt ein. Außerdem sind an der Helme Umfluteinrichtungen gebaut worden, um Wohngebietsüberflutungen zu verhindern. Trotzdem ist es gut, zu wissen das derartige Technik hier existiert. Denn ich bin mir sicher, das Diese auch bei Starkregenereignissen zum Einsatz gebracht werden könnte. Gleichwohl ist der Hinweis auf die Gefahr von höherern Wasserständen und der damit verbundenen Durchflussgeschwindigkeit sehr ernst zu nehmen. Und das geht ohne den Hauch von Politik.
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