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So, 11:09 Uhr
31.01.2021
Bei „Unbekannt“ am Apparat ist Vorsicht besser als Nachsicht

Spamschutz ist Datenschutz

Wer kennt es nicht: Es klingelt und direkt möchte die nette Dame das Geburtsdatum und die Postleitzahl wissen. Der Name war leider schlecht zu verstehen und auch warum hier überhaupt ein Gespräch stattfindet, ist gar nicht so richtig klar...

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Spätestens an dieser Stelle sollten bei allen sicherheitsbewussten Verbrauchern die Alarmglocken klingeln. Worum geht es hier wirklich und wofür werden meine Daten verwendet? Wer Antworten darauf finden möchte, erfährt vom Experten für Spam-Schutz und Anruferkennung Thomas Wrobel von Clever Dialer, welche Fragen Spam-Anrufer ins Schwitzen bringen.

1 – „Wer sind sie und woher haben Sie meine Telefonnummer?“
Namen können im Zweifelsfall erfunden sein aber bei der Frage nach dem „Woher?“ der Telefonnummer muss der Anrufer liefern. Oft lautet die Antwort dann: „Sie haben da mal an einem Gewinnspiel teilgenommen…“ – Soso. Echte Telefonspezialisten fragen an dieser Stelle direkt weiter, bei welchem Gewinnspiel es denn gewesen sei und zu welchem Zeitpunkt. Spätestens hier kommen viele unseriöse Anrufer ins Straucheln, zeigen ihr wahres Gesicht oder legen einfach auf. Sollte doch eine Antwort kommen, gilt es natürlich genau zu prüfen, ob wirklich eine Gewinnspielteilnahme in der Vergangenheit stattgefunden hat.

2 – „Für wen rufen Sie an?“
Anonyme Anrufer fallen schnell mit der Tür ins Haus. Mit geschickten Fragen können Angerufene jedoch erstmal ordentlich auf die Bremse treten. Wenn die erste Frage nicht zu einer zufriedenstellenden Antwort geführt hat, sollte gleich nach der Firma oder dem potentiellen Auftraggeber gefragt werden. Auch hier ist ein vorsichtiges Vorgehen ratsam. Wenn am Telefon von überraschend abgeschlossenen Verträgen die Rede ist, handelt es sich nicht selten um gemeinen Betrug. Genau so bei angeblichen Polizisten oder Bankmitarbeitern, die seltsamerweise Kontonummer und Passwörter benötigen. Echte Polizisten oder Bankangestellte würden niemals solche Informationen verlangen. Passiert es doch, ist eines sicher – hier sind definitiv Kriminelle am Werk.

3 – „Wieso rufen Sie mit unterdrückter Nummer an?“
Besonders dreist sind Anrufe mit unterdrückter Nummer. Wer redet schon gerne mit einer völlig vermummten Person in der Fußgängerzone? Ganz ähnlich ist es am Telefon. Viele Verbraucher gehen direkt auf Nummer sicher und nehmen Anrufe mit unterdrückter Nummer erst gar nicht an. Das ist eine clevere Strategie. Sollte es doch mal passieren, den Hörer abzunehmen, ist die Frage völlig klar: „Wieso verbergen Sie Ihre Nummer?“ Peinliche Ausflüchte sollten hier nicht akzeptiert werden. Wenn es sich nicht um Freunde oder Verwandte handelt, die versehentlich ihre Nummer verborgen haben, ist es ratsam das Gespräch sofort zu beenden.

Datensparsamkeit ernst nehmen
Auch auf dem Smartphone spielt Datenschutz eine wichtige Rolle. Viele Apps bieten kostenlose Dienste im Austausch für persönliche Daten an. Hier sollten Verbraucher genau überlegen, ob sie bereit sind, ihre Daten für eine bestimmte Dienstleistung herzugeben. Gerade macht ein neues soziales Netzwerk namens „Clubhouse“ die Runde – eine Art Facebook für Audio-Memos – bei dem die Benutzer ihr ganzes Adressbuch freigeben müssen! Was mit den abertausenden Telefonnummern passiert, weiß allerdings niemand. Würden diese Leute auch die Nummern ihrer Nachbarn an Telefonspammer weitergeben? Datenschutz ist also nicht nur Eigenschutz, sondern hilft auch dabei, Freunde und Bekannte vor nervigen Werbeanrufen und gefährlichen Betrugsversuchen zu schützen.

Tipp zum Schluss:
Oft ist es ausreichend und auch erlaubt bei Anmeldeformularen „falsche“ Daten einzugeben, wie z.B. die nicht vergebene Telefonnummer 0176 0000 0000. Max Mustermann wird also ab heute der neue Datenschutzbeauftragte!
Autor: red

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