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Do, 14:36 Uhr
18.08.2005

Eine Last weniger

Sundhausen (nnz). Jetzt sieht es aus wie ein normales gepflügtes Feld. Früher wurden hier die Nordhäuser Abwässer abgekippt. Ganz feierlich wurde heute das Ende einer Altlast besiegelt. nnz war mit vor Ort.


Eine Last weniger (Foto: nnz) Eine Last weniger (Foto: nnz)

Hinter Sundhausen wurden Nordhausens Abwässer abgekippt, Filtrationsflächen hießen diese Orte. Bürgermeister Matthias Jendricke erinnert sich als begeisterter Wassersportler noch an die Zeiten, als im Stausee Kelbra alles grün war, dank der „guten Düngung“ mit heimischen Abwässern. „Die Qualität des Kelbraer Stausees ist inzwischen viel besser geworden.“ Freut er sich.

Schon 1993 war klar, daß das „Berbisleber Feld“ unter Altlastenverdacht stand. 1996 erteilte das staatliche Umweltamt Sondershausen die Anordnung zur Untersuchung der Fläche und die anschließende Erstellung eines Sanierungsplans. Eigentlich sollte das Feld schon 2003 fertig saniert sein, doch die angespannte Haushaltslage in Thüringen sorgte für eine Verzögerung bis Ende 2004. Im November 2004 kam die Fördermittelzusage, und der Altlastenzweckverband Nord-/Ostthüringen konnte den Auftrag öffentlich ausschreiben. Die Umweltschutz Ost GmbH Coswig und die ABR GmbH Benshausen bekamen den Zuschlag.

Planung und Baubegleitung lag in den Händen des Ingenieurbüros GKW Ingenieure Erfurt. Firmenvertreter Herr Cyrus erklärte das Vorgehen. Ende 2004 habe man mit der Schaffung der Infrastruktur begonnen und Baustellenstraßen geschaffen. Im Januar wurde das wilde Holunderdickicht gerodet. Danach nahm man Bodenproben und trug belastete Erdschichten ab. 16.845 Tonnen Boden wurden von der 24 Hektar großen Fläche entfernt, davon waren 732 Tonnen besonders überwachungsbedürftiger Abfall. Im Juli wurden 100 Tonnen Brandkalk auf die Fläche verteilt. Der pH-Wert sei seit dem leicht gestiegen. Er liege jetzt bei sechs, teilweise noch bei vier, sei also noch immer sauer. Daher sei eine weitere Kalkung nötig. Die Fläche soll in Zukunft als Grünland genutzt werden, als Agrarnutzfläche ist das Feld nicht geeignet. Mit einem höheren Aufwand wäre es möglich gewesen das Feld in diesen Zustand zu versetzen, was aber nicht erforderlich ist, da es im geplanten Kiesabbaugebiet liegt.

Der Altlastenzweckverband Nord/Ostthüringen als Träger der Sanierungsmaßnahme lobte die gute und unkomplizierte Zusammenarbeit mit der Stadt Nordhausen, dem Stadtentwässerungsbetrieb und dem Umweltamt. Almut Bimböse vom Altlastenzweckverband überbrachte die Grußworte des Verbandsvorsitzenden Klaus-Dieter Marten. Die Sanierung wurde mit 80 Prozent vom Land Thüringen gefördert. Im Landkreis Nordhausen stehen noch weitere Sanierungsvorhaben offen. Der Verband hofft, daß auch diese noch gemeinsam in guter Qualität zum Abschluß kommen.
Autor: wf

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