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Fr, 10:19 Uhr
08.01.2021
Demokratie Leben zieht Jahresbilanz

Gemeinsam für einen vielfältigen Landkreis

Das Jahr 2020 liegt hinter uns. Ein verrücktes Jahr, wie viele es nennen. Die Coronapandemie brachte für viele Menschen große Auswirkungen mit sich. Auch die Kultur- und Vereinstätigkeit sowie Aktivitäten mit Kindern und Jugendlichen erfuhren große Einschränkungen. Ein paar Dinge konnte man trotz Pandemie auf die Beine stellen...

Im Frühjahr war die neue Förderphase des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gestartet. Viele neue Projekte verschiedener Träger, Vereine oder Interessengruppen sollten im Zuge des Programms entstehen. Kinder und Jugendliche sollten in Projekten ihren eigenen Weg für mehr Zivilcourage entdecken.

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Geplant waren viele Projekte von denen auch einige, trotz Corona, umgesetzt wurden. So erzeugte beispielsweise der „Demokratie Container“, vom Schrankenlos und der Jugendkunstschule, viel Aufmerksamkeit beim Blasiiplatz und bot viel Raum, sich mit den Themen Flucht und „5 Jahre wir schaffen das“ auseinanderzusetzen. Neben Dialogen und Vorträgen konnten auch Gedanken auf Plakaten miteinander geteilt werden. Neben einem Zirkusprojekt, der gemeinsamen Verschönerung der Bushaltestelle in Friedrichsthal, dem Bibliotheksfest, einer Wanderfreizeit der evangelischen Kirchgemeine St. Blasii Nordhausen und einem Begegnungsprojekt von Männern unterschiedlicher kultureller Herkunft, bildete die DDR-Zeit einen Schwerpunkt der Demokratieprojekte des letzten Jahres. So beschäftigten sich beispielsweise Schüler_innen der staatl. Regelschule Hainleite und der Grundschule Wipperdorf mit Hilfe von Kleidung, Möbeln und verschiedenen Gegenständen aus DDR-Zeiten, mit dieser Zeitepoche tiefergehend.

Die dabei entstandenen Fotografien, welche im Kunsthaus Meyenburg zu einem späteren Zeitpunkt ausgestellt werden sollen, dienten auch dazu grundlegende Fragen zur damaligen Identitätsbildung näher zu beleuchten. Zum Nachdenken regte ebenso das Projekt „Willkür der Macht“ vom Verein „Gegen Vergessen – für Demokratie“ an. Eine Plakatausstellung sowie Filmvorführung in der Stadtbibliothek boten allen Interessierten die Möglichkeit, sich mit dem Wirken von Manfred Krug in Film und Fernsehen, sowie seinem Konflikt mit dem DDR-Regime näher zu beschäftigen. Grundlage dazu bildete ein bereits im Jahr zu vor erstelltes Funkfeature, bei dem sich Schüler_innen der Regelschule Käthe-Kollwitz, gemeinsam mit Radio ENNO, mit dem Wirken und Schaffen Manfred Krugs auseinandersetzten. Der IFA-Museum Nordhausen Harz e.V. legte innerhalb seiner Ausstellung „Treuhand Schicksal – Schicksal Treuhand“ den Fokus auf die Zeit kurz nach der Wende in Nordhausen.

So wurden die Geschichte, die Beschäftigten, die Produkte und das Schicksal des ehemaligen IFA-Motorenwerks nach der friedlichen Revolution in einer Ausstellung vorgestellt.
Ein weiteres Projekt war die Entwicklung einer Ideenbörse von Radio ENNO, bei der Multiplikator_innen und Jugendkoordinator_innen verschiedene mediale Umsetzungsformen für Projekte zum Thema Zivilcourage kennenlernten und erprobten. Auch aus Mitteln des Jugendfonds, über den das Kinder- und Jugendparlament entscheidet, wurden Projekte umgesetzt. So zum Beispiel der Graffiti-Workshop des Johanniter-Unfall-Hilfe im „JoJo“. Hierbei lag der Fokus vor allem auf dem so genannten Peer-to-Peer-Ansatz. Jugendliche zeigten also anderen Jugendlichen was sich hinter Sprayen verbirgt und wie sich legales und illegales Anbringen von Graffitis unterscheidet. Unter professioneller Anleitung konnten alle Interessierten sich einmal im Sprayen ausprobieren, etwas über diese Kunstform erfahren und so eigene Fähigkeiten fördern.

Beim Caritasverband für das Bistum Erfurt wurde in der Regelschule Ellrich gemeinsam ein Rückzugsort für Schüler_innen geschaffen. Mit Hilfe von einem Tischler und eigenständig organisierten Paletten wurde kreativ ein Raum gestaltet. Der Austausch von verschiedenen Akteuren stand beim Sportjugendfrühstück des Reit- und Fahrvereins Großwechsungen mit verschiedenen Beteiligten über die Realisierung eines Basketball- oder Streetballplatzes im Vordergrund, ebenso beim „Youthtalk“ des Kinder- und Jugendparlaments. Hier konnten alle Interessierten ihre Ideen und Meinungen für Veränderungen in Nordhausen einbringen. Aufgerufen waren alle zwischen 14 und 27 Jahren. Die gesammelten Ideen wurden an Politiker_innen des Landkreises weitergegeben.

Auch für das Jahr 2021 sind bereits wieder viele Projekte mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zum Thema Demokratie geplant und können hoffentlich zahlreich umgesetzt werden. Das Bundesprogramms „Demokratie leben!“ wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert sowie durch das Thüringer Landesprogramm „Denk bunt“ gefördert.
Claudia Ehrhardt
Autor: red

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Kommentare
Piet
08.01.2021, 12:11 Uhr
Wenn
Ich sehe was mit unseren Steuern veranstaltet wird ist mir Übel. Denk ich an Deutschland in der Nacht.....
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