Mo, 18:00 Uhr
04.01.2021
Das Museum in der Grimmelallee trotzt der Krise
Voller Terminkalender in der Traditionsbrennerei
Zu einem ersten Pressegespräch hatte der Museumsleiter der Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei, Thomas Müller, am heutigen Vormittag geladen. Es sollte das Fazit eines denkwürdigen Jahres und der Ausblick auf ein ungewisses neues Jahr zugleich sein …
Im Jahre 2020 konnte das Museum in der Traditionsbrennerei 11.353 Besucher begrüßen. (Nicht mitgerechnet die über 12 000 Kunden des Shops im Hof). Das ist in etwa ein Drittel des Wertes aus dem Vorjahr, allerdings bedingten die Eindämmungsmaßnahmen zur Corona-Krise monatelange Schließungen und Absagen vieler Veranstaltungen. In den Monaten Januar und Februar zählten Müller und seine Angestellten mehr Gäste als im gleichen Zeitraum 2019. Was danach passierte ist allgemein unter dem Modewort shutdown bekannt geworden.
Dennoch war das Jahr für die Traditionsbrennerei kein verlorenes. Der Fasskeller wurde für den Besucherverkehr neu eingerichtet und ein Multimedia-Guide eingeführt, der sich im Einschränkungsjahr gut bewähren sollte. Im Sommer konnte eine neue Brennblase eingeweiht werden und im Herbst wurde der 25-jährige Meisterkorn präsentiert, der sich deutschlandweit bei Sammlern großer Beliebtheit erfreut. Die durchgeführten Korn- und Gin-Verkostungen waren gut besucht. Taschenlampenführungen bereicherten die Veranstaltungspalette der Tradi. Im Oktober wurde ein Fass Jubiläumskorn für die 1100-Jahrfeier der Stadt Nordhausen verplombt und eine Kooperation mit dem Bratwurstmuseum in Mühlhausen gestartet.
Nebenher laufen Inventarisierungs- und Digitalisierungsarbeiten in größerem Stil und verstaubte Chroniken werden auf den neusten Stand gebracht. Schließlich wurde die alte Dampfmaschine ausgebaut und von einer Nordhäuser Firma komplett nachgebaut, so dass sie ab dem kommenden Frühjahr den technikbegeisterten Besuchern des Museums wieder vorgeführt werden kann. Womit wir auch zur Zukunft des unternehmenseigenen Museums kommen wollen.
Alles was die Eventmanagerin Marie Liebau für das junge Jahr an Veranstaltungen zu verkünden hatte, stellte Thomas Müller unter den weitsichtigen Vorbehalt einer Realisierung, wenn Bodo Ramelow und Angela Merkel es zulassen. Immer vorausgesetzt die beiden tun das, soll es am 28. März einen Ostermarkt auf dem malerischen Innenhof der Traditionsbrennerei geben. Noch mehr Chancen auf eine tatsächliche Durchführung dürfte der Rosenmarkt am 30. Mai haben, der in Zusammenarbeit mit dem Rosarium Sangerhausen gestaltet wird. Ein Hof- und Genussmarkt soll am ersten Juliwochenende viele Partner der Traditionsbrennerei einbinden und regionale Produkte anbieten.
Künstlerisch beherrscht ein kleines Sommerfestival den Juli, das am 13. des Monats von Ronald Gäßlein eröffnet wird. Das Trio Less People gastiert am 17. Juli im Hof, am 18. wird ein Kabarettabend den Reigen beschließen.
Musikalisch geht es auch am 28. August zu, wenn das Duo Scruffy Mutts Hits auf Dudelsack und Gitarre spielt. Im September folgt das traditionelle Erntedankfest (26.9.) und zwischen all diesen Höhepunkten soll es nach Möglichkeit Tastings, Führungen und Aufführungen des Theaterstücks Veronika der Korn ist da geben.
Auch an der Bundesgartenschau wird sich das Museum beteiligen und allein drei Termine in der Außenstelle im Park Hohenrode bestreiten. Darin geht es um die Fabe blau und die Kornblume, aber auch um allerhand Kräuter auf der Wiese und in der Flasche. Müller kündigte ferner an, dass die Traditionsbrennerei bei weiteren Höhepunkten in Erfurt ebenfalls zugegen sein wird.
Sein vorrangiges Ziel bleibt es auch in diesem Jahr, die Einrichtung weiter zum einem echten Touristenhighlight auszubauen, wobei ihm auch eine intensive Kooperation mit dem neu entstehenden Harzer Hexenbesen in Rothesütte vorschwebt.
Für die letztes Jahr ausgefallenen Veranstaltungen bietet die Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei die Rückerstattung des Kaufpreises (erfolgt per Überweisung) oder die Erstellung eines Gutscheins über den entsprechenden Eintrittspreis an, wenn die jeweiligen Eintrittskarten im Original vorliegen.
Der Shop des Museums ist auch zu diesem Zweck im derzeitigen Lockdown weiterhin geöffnet.
Am definitivsten von allen geplanten Vorhaben steht für Thomas Müller aber der letzte große Termin des Jahres 2021 fest: Der 2020 ausgefallene Adventsmarkt im Zeichen der Bergmännischen Weihnacht wird vom 3. Dezember bis 2. Januar 2022 nachgeholt. So viel Optimismus muss schon sein!
Olaf Schulze
Autor: oschIm Jahre 2020 konnte das Museum in der Traditionsbrennerei 11.353 Besucher begrüßen. (Nicht mitgerechnet die über 12 000 Kunden des Shops im Hof). Das ist in etwa ein Drittel des Wertes aus dem Vorjahr, allerdings bedingten die Eindämmungsmaßnahmen zur Corona-Krise monatelange Schließungen und Absagen vieler Veranstaltungen. In den Monaten Januar und Februar zählten Müller und seine Angestellten mehr Gäste als im gleichen Zeitraum 2019. Was danach passierte ist allgemein unter dem Modewort shutdown bekannt geworden.
Dennoch war das Jahr für die Traditionsbrennerei kein verlorenes. Der Fasskeller wurde für den Besucherverkehr neu eingerichtet und ein Multimedia-Guide eingeführt, der sich im Einschränkungsjahr gut bewähren sollte. Im Sommer konnte eine neue Brennblase eingeweiht werden und im Herbst wurde der 25-jährige Meisterkorn präsentiert, der sich deutschlandweit bei Sammlern großer Beliebtheit erfreut. Die durchgeführten Korn- und Gin-Verkostungen waren gut besucht. Taschenlampenführungen bereicherten die Veranstaltungspalette der Tradi. Im Oktober wurde ein Fass Jubiläumskorn für die 1100-Jahrfeier der Stadt Nordhausen verplombt und eine Kooperation mit dem Bratwurstmuseum in Mühlhausen gestartet.
Nebenher laufen Inventarisierungs- und Digitalisierungsarbeiten in größerem Stil und verstaubte Chroniken werden auf den neusten Stand gebracht. Schließlich wurde die alte Dampfmaschine ausgebaut und von einer Nordhäuser Firma komplett nachgebaut, so dass sie ab dem kommenden Frühjahr den technikbegeisterten Besuchern des Museums wieder vorgeführt werden kann. Womit wir auch zur Zukunft des unternehmenseigenen Museums kommen wollen.
Alles was die Eventmanagerin Marie Liebau für das junge Jahr an Veranstaltungen zu verkünden hatte, stellte Thomas Müller unter den weitsichtigen Vorbehalt einer Realisierung, wenn Bodo Ramelow und Angela Merkel es zulassen. Immer vorausgesetzt die beiden tun das, soll es am 28. März einen Ostermarkt auf dem malerischen Innenhof der Traditionsbrennerei geben. Noch mehr Chancen auf eine tatsächliche Durchführung dürfte der Rosenmarkt am 30. Mai haben, der in Zusammenarbeit mit dem Rosarium Sangerhausen gestaltet wird. Ein Hof- und Genussmarkt soll am ersten Juliwochenende viele Partner der Traditionsbrennerei einbinden und regionale Produkte anbieten.
Künstlerisch beherrscht ein kleines Sommerfestival den Juli, das am 13. des Monats von Ronald Gäßlein eröffnet wird. Das Trio Less People gastiert am 17. Juli im Hof, am 18. wird ein Kabarettabend den Reigen beschließen.
Musikalisch geht es auch am 28. August zu, wenn das Duo Scruffy Mutts Hits auf Dudelsack und Gitarre spielt. Im September folgt das traditionelle Erntedankfest (26.9.) und zwischen all diesen Höhepunkten soll es nach Möglichkeit Tastings, Führungen und Aufführungen des Theaterstücks Veronika der Korn ist da geben.
Auch an der Bundesgartenschau wird sich das Museum beteiligen und allein drei Termine in der Außenstelle im Park Hohenrode bestreiten. Darin geht es um die Fabe blau und die Kornblume, aber auch um allerhand Kräuter auf der Wiese und in der Flasche. Müller kündigte ferner an, dass die Traditionsbrennerei bei weiteren Höhepunkten in Erfurt ebenfalls zugegen sein wird.
Sein vorrangiges Ziel bleibt es auch in diesem Jahr, die Einrichtung weiter zum einem echten Touristenhighlight auszubauen, wobei ihm auch eine intensive Kooperation mit dem neu entstehenden Harzer Hexenbesen in Rothesütte vorschwebt.
Für die letztes Jahr ausgefallenen Veranstaltungen bietet die Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei die Rückerstattung des Kaufpreises (erfolgt per Überweisung) oder die Erstellung eines Gutscheins über den entsprechenden Eintrittspreis an, wenn die jeweiligen Eintrittskarten im Original vorliegen.
Der Shop des Museums ist auch zu diesem Zweck im derzeitigen Lockdown weiterhin geöffnet.
Am definitivsten von allen geplanten Vorhaben steht für Thomas Müller aber der letzte große Termin des Jahres 2021 fest: Der 2020 ausgefallene Adventsmarkt im Zeichen der Bergmännischen Weihnacht wird vom 3. Dezember bis 2. Januar 2022 nachgeholt. So viel Optimismus muss schon sein!
Olaf Schulze



