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Do, 12:00 Uhr
24.12.2020
Menschen im Corona-Jahr

Gottes Liebe fängt bei uns an

In unserer Reihe „Menschen im Corona-Jahr“ wollen wir Ihnen hier bis zum Jahresende täglich Leserinnen und Leser aus den verschiedensten Lebens- und Arbeitsumständen vorstellen und nach ihrer rückblickenden Sicht auf dieses ganz spezielle Jahr 2020 befragen… Heute: Superintendent Andreas Schwarze

Andreas Schwarze bei unserem "Weihnachtsgespräch" 2017 (Foto: nnz-Archiv) Andreas Schwarze bei unserem "Weihnachtsgespräch" 2017 (Foto: nnz-Archiv)


Kurz vor Weihnachten hat Andreas Schwarze für gewöhnlich viel zu tun, die Weihnachtsgottesdienste im Kirchenkreis wollen vorbereitet sein. Das gilt auch in diesem Jahr, in dem so vieles anders ist als gewohnt. Die Gemeinden des evangelischen Kirchenkreises haben eine Vielzahl an verschiedenen Angeboten vorbereitet und versucht, sich an die Situation anzupassen. Mancher Gottesdienst wird ausfallen, andere weichen auf die Möglichkeiten des Internets aus wieder andere wollen die frohe Botschaft per CD oder als Andacht im Briefkasten unter die Leute bringen.

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„Friede auf Erden, das ist die Weihnachtsbotschaft. Ich hoffe das sie jetzt, wo alles um uns herum stiller geworden ist, vielleicht deutlicher gehört wird. Dabei geht es nicht nur um den großen Frieden, den Weltfrieden und Friede für die Länder, die unter Konflikten leiden, sondern auch um den „kleinen Frieden“, den Frieden in uns, in den Familien, zwischen Nachbarn und den Menschen. Gottes Friede fängt bei uns an“, sagt Superintendent Andreas Schwarze.

Es war kein leichtes Jahr für die Kirche, die Pforten der Gotteshäuser blieben vielfach geschlossen, das gewohnte Gemeindeleben geriet aus den Fugen. „Der Tiefpunkt war natürlich das ganze Jahr über die Sehnsucht. Sehnsucht nach Kontakt, nach Menschen, nach Umarmung, nach Gespräch und nach Unbeschwertheit und fröhlichen Feiern. All das war in diesem Jahr nicht wie gewohnt möglich. Aber: jede Begegnung wurde auch umso wertvoller.“, sagt Schwarze. Im Rückblick, meint der Superintendent, hätten vielleicht sogar mehr Menschen die christliche Botschaft vernommen, als sonst, sei es über Radio-Andachten, telefonischen Kontakt oder per geschriebenem Wort.

„Fürchte dich nicht!, das haben wir in diesem Jahr oft gesagt und oft gehört. Gott hat uns nicht mit einem Geist der Verzagtheit geschaffen, sonder mit der Kraft der Liebe und der Besonnenheit. Die Lage wird sich mit dem Jahreswechsel nicht plötzlich ändern, das wäre utopisch. Aber ich will die Hoffnung nicht aufgeben, das wir Corona hinter uns lassen. Das wird noch dauern und wird werden Kraft, Liebe und Besonnenheit brauchen“.

Für die Feiertage wünscht sich der Geistliche vor allem, dass die Menschen acht- und sorgsam miteinander umgehen. „Das Kind in der Krippe ist das Zeichen für Gottes Fürsorge für den Menschen, eine Fürsorge die auch wir weitertragen sollten“.
Angelo Glashagel
Autor: red

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