Sa, 10:19 Uhr
12.12.2020
Eichsfeld-Gemeinden vorgestellt
Döringsdorf an der Landesgrenze
Der Autor verschiedener Heimatbücher Michael Seidel will in seinem nächsten Buch mit dem Titel "Durch das Eichsfeld" alle 142 Ortschaften des Eichsfeldes vorstellen. Wir wollen Ihnen vorab hier in lockerer Reihenfolge schon einen interessanten Vorgeschmack geben...
Döringsdorf ist ein Ortsteil von Geismar im Landkreis Eichsfeld in Thüringen. Der Ort befindet sich unmittelbar an der Landesgrenze zu Hessen am südöstlichen Fuß des Hülfensberges, etwa zwei Kilometer nördlich von Wanfried. Die höchste Erhebung in der Gemarkung ist mit 484m die Keudelskuppe. Der Ort hat heute rund 50 Einwohner.
Döringsdorf bildet heute zusammen mit Bebendorf die Gemeinde Döringsdorf/Bebendorf, Diese wurde am 22. Januar 1994 nach Geismar eingemeindet.
Der Neckname für die Döringsdöfer lautet: Dönnsderfer Wergsäcke
Das Dorf wurde 1421 als Doringsdorff erstmals urkundlich erwähnt. Durch Kriege lagen der Ort und die umliegenden Dörfer zwischen 1357–1402 wüst. Die Einwohner flüchteten zum Hülfensberg und siedelten sich dort um die Kapelle an. Nach 1500 wurden diese Dörfer wieder bewohnt.
1583 tauschte der hessischen Landgrafen mit dem Amt Bischofstein und Doringsdorf wurde damit der letzter Ort, der zum Mainzer Eichsfeld kam.
Die erste bekannte Kirche wurde 1615 erbaut. Die heutige katholische Kirche St. Stephanus stammt aus dem Jahr 1813. Es ist ein einfacher Saalbau und aber, sie ist nicht – wie die meisten Kirchen – nach Osten ausgerichtet, sondern nach Süden. Über dem Hauptportal steht die farbig gefasste Statue des Kirchenpatrons.
Der den Innenraum beherrschende Hochaltar stammt aus dem ehemaligen Benediktinerinnenkloster Zella und wurde laut Inschrift 1687 fertiggestellt. Weitere zur Andacht führende Kunstwerke sind in den Jahren dazu gekommen. Sehenswert ist das 1980 errichtete Eichsfelder Kreuz auf der hessischen Seite der ehemaligen Grenze, der Hülfensberg und zahl-reiche Wanderwege in seine Umgebung mit dem Grünen Band und die kleine Dorfkirche.
Michael Seidel
Autor: redDöringsdorf ist ein Ortsteil von Geismar im Landkreis Eichsfeld in Thüringen. Der Ort befindet sich unmittelbar an der Landesgrenze zu Hessen am südöstlichen Fuß des Hülfensberges, etwa zwei Kilometer nördlich von Wanfried. Die höchste Erhebung in der Gemarkung ist mit 484m die Keudelskuppe. Der Ort hat heute rund 50 Einwohner.
Döringsdorf bildet heute zusammen mit Bebendorf die Gemeinde Döringsdorf/Bebendorf, Diese wurde am 22. Januar 1994 nach Geismar eingemeindet.
Der Neckname für die Döringsdöfer lautet: Dönnsderfer Wergsäcke
Das Dorf wurde 1421 als Doringsdorff erstmals urkundlich erwähnt. Durch Kriege lagen der Ort und die umliegenden Dörfer zwischen 1357–1402 wüst. Die Einwohner flüchteten zum Hülfensberg und siedelten sich dort um die Kapelle an. Nach 1500 wurden diese Dörfer wieder bewohnt.
1583 tauschte der hessischen Landgrafen mit dem Amt Bischofstein und Doringsdorf wurde damit der letzter Ort, der zum Mainzer Eichsfeld kam.
Die erste bekannte Kirche wurde 1615 erbaut. Die heutige katholische Kirche St. Stephanus stammt aus dem Jahr 1813. Es ist ein einfacher Saalbau und aber, sie ist nicht – wie die meisten Kirchen – nach Osten ausgerichtet, sondern nach Süden. Über dem Hauptportal steht die farbig gefasste Statue des Kirchenpatrons.
Der den Innenraum beherrschende Hochaltar stammt aus dem ehemaligen Benediktinerinnenkloster Zella und wurde laut Inschrift 1687 fertiggestellt. Weitere zur Andacht führende Kunstwerke sind in den Jahren dazu gekommen. Sehenswert ist das 1980 errichtete Eichsfelder Kreuz auf der hessischen Seite der ehemaligen Grenze, der Hülfensberg und zahl-reiche Wanderwege in seine Umgebung mit dem Grünen Band und die kleine Dorfkirche.
Michael Seidel



