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Sa, 10:02 Uhr
12.12.2020
Patienten müssen in andere Orte verlegt werden

Hufelandkliniken an der Belastungsgrenze

Die Situation des Rettungswesens und im Hufelandklinikum (Standorte Mühlhausen und Bad Langensalza) spitzt sich in der Corona-Pandemie täglich zu. Seit Oktober wurden bereits 472 Covid-PatientInnen auf den Isolierstationen versorgt...

Notzarztwagen im Unstrut-Hainich-Kreis (Foto: Landratsamt Unstrut-Hainich-Kreis) Notzarztwagen im Unstrut-Hainich-Kreis (Foto: Landratsamt Unstrut-Hainich-Kreis)


Täglich bekommt das Krankenhaus mindestens 10 Zugänge, während die Zahl der täglichen Entlassungen unter 10 liegt. So arbeiten die Stationen, trotz ständiger Abstimmungen zwischen Rettungswesen, Krankenhäusern und Kreisverwaltung, permanent an Ihrer Belastungsgrenze bzw. darüber hinaus. In der Folge müssen Patienten verlegt werden.

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Seit dem 09.Dezember gab es mindestens 18 Verlegungen im Rettungstransportwagen. Diese Fahrten finden zum Teil unter notärztlicher Begleitung statt und betreffen PatientInnen mit schweren Krankheitsverläufen, die zum Teil beatmet werden. Ziele sind Krankenhäuser in Neustadt/Harz, Jena, Nordhausen.

Aufgrund der langen Fahrstrecken fehlen die Fahrzeuge und Einsatzkräfte wiederum in der Regelrettung.
Weitere Verlegungen mit Krankentransportwagen finden auch ins Krankenhaus nach Lengenfeld unterm Stein statt. Auch die Entlassungen von Covid-Patienten erfolgen im normalen Krankentransportbereich, worunter die, ohnehin schon hohe Frequenz, der „eigentlichen“ Rettungsfahrten leidet. Das gesamte Rettungssystem des Unstrut-Hainich-Kreises, einschließlich der unterstützenden Partner wie DRK, ist damit über der Leistungsgrenze, teilt das Klinikum mit.
Autor: red

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Kommentare
Glaskugel
12.12.2020, 18:05 Uhr
Das Elend ist angekommen
Nachdem in Sachsen Patienten von Görlitz schon ins 200km entfernte Leipzig transportiert werden müssen, sind nun auch in unserer unmittelbaren Nähe Kapazitäten erschöpft. Es dauert nicht mehr lange und die ITS unserer Krankenhäuser sind auch am Limit.

Unglaublich ist, dass es immer noch Ignoranten gibt, die das leugnen und die sich einen Dreck um den Schutz anderer scheren. Man kann doch nur zu dem Ergebnis kommen, dass da die Elternhäuser und die Ethik Unterrichte komplett versagt haben.
Micha123
12.12.2020, 22:10 Uhr
Belastungsgrenze im Rettungswesen... das ist mehr als ein Warnsignal
Ich frage mich, sollte man in die Situation kommen, dass man selbst schnell Hilfe braucht, z.B. durch Unfälle oder Infarkte und dann kommt keiner oder es ist kein Platz im Krankenhaus. Schlussendlich wird man zum Pflegefall oder stirbt sogar... Wer trägt dann die Verantwortung? Weil dies ja hätte verhindert werden können, wenn entsprechende Organe (Politik) rechtzeitiger gehandelt hätten.
Ich denke, dass da schon pfiffige Anwälte in den Startlöchern stehen...

Ich bin eben selbst der Meinung, dass Milliardenverluste an Geld, welche nun durch die Pandemie entstehen, nicht so schlimm sind, als wenn viele Menschen sterben, welche hätten gerettet werden können. Und da spielt es keine Rolle, ob derjenige schon vorher krank war, ob er ein hohes Alter hat usw.
Es ist die Würde jedes Menschen, dass er ein Recht auf Gesundheit und Leben hat.
Die roten Zahlen in der Wirtschaft kann man im Laufe der Zeit wieder färben... aber ein Leben kommt nicht zurück.
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