So, 14:31 Uhr
06.12.2020
Erste Buchene erfolgreich eingepflanzt
Nationalpark in der Klimakrise
Der Harzer Wald ist in der Klimakrise das ist nicht mehr zu übersehen. In der Kernzone des Nationalparks Harz führt die Natur selbst Regie und zeigt, welchen Wald sie unter den heutigen Klimabedingungen eigenständig wachsen lässt. Abseits davon gilt es, anzupacken. In Wernigerode haben die Stadtwerke damit jetzt angefangen...
Um den Wald für morgen auf die Sprünge zu helfen werden hier als Hilfe zur Selbsthilfe der Natur Rotbuchen, Bergahorne und Mischlaubhölzer entsprechend der ursprünglichen Mischwaldgesellschaften gepflanzt. Das ist ein großer Kraftakt und kostet viel Geld, geht es doch um weitläufige Waldgebiete.
Die Herausforderung habe man angenommen, heißt es aus den Stadtwerken Wernigerode, man wolle mit gutem Beispiel vorangehen. Im Sommer wurde die neue Aktion Buchen für den Nationalpark Harz gestartet. Für jeden bis zum 31.12. abgeschlossen Stromvertrag "klick regional" pflanzen die Stadtwerke gemeinsam mit dem Nationalpark Harz und seinem Förderverein drei junge Buchen. Für Vertragsabschlüsse in der Naturstromvariante gibt es sogar fünf Buchen. Denn der Harz ist derzeit in weiten Gebieten von strukturarmen, schädlings- und sturmanfälligen Fichtenforsten geprägt.
Dies ist ein Resultat der langen Waldnutzungsgeschichte in der Folge des Bergbaus und der Hüttenwerke mit ihrem großen Holzkohleverbrauch. Mit der Pflanzaktion helfen die Stadtwerke Wernigerode dabei, den Nationalpark Harz auf den früheren Buchenflächen wieder in einen ökologisch intakten Naturwald zu verwandeln. Bereits in den letzten Tagen wurden 900 junge Bäume unter der Regie des Ilsenburger Nationalpark-Revierleiters Jörg Müller in die Erde gebracht.
Es ist schön zu sehen, wie wir gemeinsam mit unseren Kunden behilflich sein können, dass die Harzer Waldlandschaft wieder eine gesunde und artenreiche Zukunft vor sich hat, so Steffen Meinecke, Geschäftsführer der Stadtwerke Wernigerode. Dr. Friedhart Knolle, Sprecher des Nationalparks Harz und Vorstand des Fördervereins, bestätigt: Mit der Unterstützung der Kunden der Stadtwerke erwacht der Nationalpark in den bepflanzten Gebieten mit seiner biologischen Vielfalt wieder zu neuem Leben.
Im Frühjahr geht die Pflanzung weiter, denn dann werden die jungen Buchen aus den Aktionsmonaten September bis Dezember eingesetzt. Ein Wechsel bis zum Jahresende lohnt sich also auf jeden Fall.
In diesem Jahr werden neben der Rotbuche auch vermehrt andere, schnellwachsende Laubbäume gepflanzt. Damit wird erreicht, dass die Borkenkäferflächen in den Randbereichen des Nationalparks Harz schneller grün werden und für die Schattbaumart Buche ein Schutz gegen die extremen Verhältnisse auf Freiflächen entsteht. In den vergangenen 10 Jahren wurden bereits ca. 5 Millionen Laubbäume gepflanzt. Neben Rotbuchen werden auch Ebereschen, Moorbirken, Bergahorne, Feldahorne, Weiden, Roterlen und punktuell Sommerlinden gepflanzt.
Die Initialpflanzungen erfolgen in Abhängigkeit von der Höhenlage nur in der Naturentwicklungszone. In den Hochlagen ab etwa 750 m, wo natürlicherweise die Fichte zu Hause ist, werden keine Laubholzpflanzungen durchgeführt hier in der Kernzone führt die Natur selbst und erfolgreich Regie. Wer jetzt aufmerksam durch die Nationalparkwälder geht, kann durch die intensive Laubfärbung erkennen, wo bereits überall kleine Buchen gepflanzt wurden. Fast alle Pflanzungen haben die oft trockene und heiße Witterung der letzten Sommer insgesamt gut überstanden. Aufgrund der noch nicht tiefreichenden Wurzeln konnten sie auch von kurzen Regenschauern profitieren.
Autor: redUm den Wald für morgen auf die Sprünge zu helfen werden hier als Hilfe zur Selbsthilfe der Natur Rotbuchen, Bergahorne und Mischlaubhölzer entsprechend der ursprünglichen Mischwaldgesellschaften gepflanzt. Das ist ein großer Kraftakt und kostet viel Geld, geht es doch um weitläufige Waldgebiete.
Die Herausforderung habe man angenommen, heißt es aus den Stadtwerken Wernigerode, man wolle mit gutem Beispiel vorangehen. Im Sommer wurde die neue Aktion Buchen für den Nationalpark Harz gestartet. Für jeden bis zum 31.12. abgeschlossen Stromvertrag "klick regional" pflanzen die Stadtwerke gemeinsam mit dem Nationalpark Harz und seinem Förderverein drei junge Buchen. Für Vertragsabschlüsse in der Naturstromvariante gibt es sogar fünf Buchen. Denn der Harz ist derzeit in weiten Gebieten von strukturarmen, schädlings- und sturmanfälligen Fichtenforsten geprägt.
Dies ist ein Resultat der langen Waldnutzungsgeschichte in der Folge des Bergbaus und der Hüttenwerke mit ihrem großen Holzkohleverbrauch. Mit der Pflanzaktion helfen die Stadtwerke Wernigerode dabei, den Nationalpark Harz auf den früheren Buchenflächen wieder in einen ökologisch intakten Naturwald zu verwandeln. Bereits in den letzten Tagen wurden 900 junge Bäume unter der Regie des Ilsenburger Nationalpark-Revierleiters Jörg Müller in die Erde gebracht.
Es ist schön zu sehen, wie wir gemeinsam mit unseren Kunden behilflich sein können, dass die Harzer Waldlandschaft wieder eine gesunde und artenreiche Zukunft vor sich hat, so Steffen Meinecke, Geschäftsführer der Stadtwerke Wernigerode. Dr. Friedhart Knolle, Sprecher des Nationalparks Harz und Vorstand des Fördervereins, bestätigt: Mit der Unterstützung der Kunden der Stadtwerke erwacht der Nationalpark in den bepflanzten Gebieten mit seiner biologischen Vielfalt wieder zu neuem Leben.
Im Frühjahr geht die Pflanzung weiter, denn dann werden die jungen Buchen aus den Aktionsmonaten September bis Dezember eingesetzt. Ein Wechsel bis zum Jahresende lohnt sich also auf jeden Fall.
In diesem Jahr werden neben der Rotbuche auch vermehrt andere, schnellwachsende Laubbäume gepflanzt. Damit wird erreicht, dass die Borkenkäferflächen in den Randbereichen des Nationalparks Harz schneller grün werden und für die Schattbaumart Buche ein Schutz gegen die extremen Verhältnisse auf Freiflächen entsteht. In den vergangenen 10 Jahren wurden bereits ca. 5 Millionen Laubbäume gepflanzt. Neben Rotbuchen werden auch Ebereschen, Moorbirken, Bergahorne, Feldahorne, Weiden, Roterlen und punktuell Sommerlinden gepflanzt.
Die Initialpflanzungen erfolgen in Abhängigkeit von der Höhenlage nur in der Naturentwicklungszone. In den Hochlagen ab etwa 750 m, wo natürlicherweise die Fichte zu Hause ist, werden keine Laubholzpflanzungen durchgeführt hier in der Kernzone führt die Natur selbst und erfolgreich Regie. Wer jetzt aufmerksam durch die Nationalparkwälder geht, kann durch die intensive Laubfärbung erkennen, wo bereits überall kleine Buchen gepflanzt wurden. Fast alle Pflanzungen haben die oft trockene und heiße Witterung der letzten Sommer insgesamt gut überstanden. Aufgrund der noch nicht tiefreichenden Wurzeln konnten sie auch von kurzen Regenschauern profitieren.






