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Mi, 08:30 Uhr
10.08.2005

Musiksommer im Dom

Nordhausen (nnz). Obwohl am Nordhäuser Dom derzeit umfangreiche Sanierungsarbeiten im Gange sind, sollen die Liebhaber außergewöhnlichen Konzertereignissen nicht zu kurz kommen. Für Ende August ist ein solches Event angesagt.

Musiksommer im Dom (Foto: nnz) Musiksommer im Dom (Foto: nnz)

Den viel beschriebenen geheimnisvollen Geist der volkstümlichen Gesänge Georgiens verbreitet am 25. August, um 19.30 Uhr der Männerchor „Georgische Stimmen“ im Dom „Zum Heiligen Kreuz“ in Nordhausen. Hier, wo der mdr-Musiksommer erstmals zu Gast ist, erklingen traditionelle Tisch-, Wiegen- und Genesungslieder sowie Kirchenlieder aus dem Mittelalter. Die georgische Gesangskultur, bekannt für ihre faszinierende und außergewöhnliche Mehrstimmigkeit, ist fast 3000 Jahre alt. Das Konzertprogramm präsentiert daraus eine breite, fast alle musikalischen Dialekte der Kaukasusrepublik umfassende Palette dieser Folklorekunst. So kommen neben mittelalterlichen Lobgesängen aus Ostgeorgien ein Tisch- und ein Weihnachtslied zur Aufführung, die ursprünglich im Westen des Landes gesungen wurden.

Besonders eingängig sind die Melodien der Genesungs- und Wiegenlieder. Von ihnen haben sich viele Komponisten inspirieren lassen. Peter Tschaikowski zum Beispiel hat das populärste Stück, „Nana“, ein Wiegenlied aus Gurien (Westgeorgien), unverändert in seinem Ballett „Nussknacker“ (Der arabische Tanz) verwendet.

Das Ensemble Georgische Stimmen wurde 1986 mit dem Ziel gegründet, dem georgischen Liedgut zu besserer Pflege und mehr öffentlicher Bekanntheit zu verhelfen. In kurzer Zeit formte sich so ein unverwechselbarer Chorklang, der im In- und Ausland zahlreiche Verehrer fand. Die UNESCO hat das traditionelle georgische Lied sogar in das Weltkulturerbe aufgenommen. Bereits 1998 begeisterte das Ensemble die Gäste des mdr-Musiksommer auf zwei Konzerten in der Reihe „Straße der Romanik“. Mit kräftigen, inbrünstigen Stimmen setzen inzwischen die Söhne die Tradition ihrer Väter lebendig fort.
Autor: nnz

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