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Mi, 15:45 Uhr
02.12.2020
Im krisengeschüttelten Harzrigi-Wald wird aufgeforstet

Aktive Umwelthilfe der Kreissparkasse

Im Frühjahr startete die Kreissparkasse Nordhausen eine ambitionierte Aktion. Für jedes im Geldhaus neu angelegte Girokonto sollte eine Bäumchen gepflanzt werden. Heute Vormittag konnte im Harzrigi Vollzug gemeldet werden...

Thomas Seeber und Sebastian Gräser begrüßen die Setzlinge mit einem Schluck Wasser (Foto: oas) Thomas Seeber und Sebastian Gräser begrüßen die Setzlinge mit einem Schluck Wasser (Foto: oas)


Als „Nachhaltigkeitsoffensive“ bezeichneten die Sparkassenvorstände ihrer Aktion „Ein Baum für jedes Girokonto“, die von Anfang Juni bis Mitte November lief und gemeinsam mit dem städtischen Sachgebiet Umwelt und Grünordnung und Stadtförster Axel Axt nun in die Tat umgesetzt wurde. Insgesamt 700 Bäume konnten auf diesem Wege in die mit Mulch vorbehandelte Erde gesetzt werden. Wo einst Fichte an Fichte stand, wachsen heute Douglasie, Weißtanne und Kirsche friedlich nebeneinander. Mit Wuchshülsen sind sie vor Sonnenschäden und hungrigen Waldbewohnern geschützt. Diese Kunststoffhülsen sind mit knapp 8 Euro wesentlich teurer als die Setzlinge, die sie schützen. Können aber dafür auch deren Überleben absichern.

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Notwendig wurde die groß angelegte Aufforstungsaktion im Nordhäuser Stadtwald nachdem sage und schreibe 3000 Festmeter Fichtenholz gefällt worden war. Wer den kleinen Fahrweg von der Landstraße Richtung Petersdorf zum ehemaligen Schullandheim (heute eine Natur- und Freizeitakademie des Horizont Vereins) mehrere Jahre nicht mehr gefahren ist, der erkennt die Strecke nicht wieder und meint, irgendwo falsch abgebogen zu sein. Stadtförster Axel Axt benannte die Ursachen dieser enormen Katastrophe: „Einerseits treibt die Rußrindenkrankheit ihr Unwesen und durch die Trockenheit der letzte Sommer sind 50 Prozent des Baumbestandes geschädigt. Außerdem sind im Harzrigi, in Petersdorf und der Windlücke durch die Dürre und den Borkenkäferbefall umfangreiche forstwirtschaftliche Maßnahmen nötig geworden. Ganz ursächlich ist uns aber auch die einseitige Aufforstung vor und nach dem zweiten Weltkrieg hier zum Verhängnis geworden.“

Heute Vormittag konnten sich der Sparkassenvorstand Thomas Seeber und der Leiter des Vorstandssekretariats Sebastian Gräser von der Arbeit der zuständigen Ämter überzeugen und legten gleich selbst mit Hand an. „Geplant war eigentlich eine gemeinsame Pflanzaktion mit unseren Kunden“, bedauerte Thomas Seeber. „Leider hat uns Corona da einen Strich durch die Rechnung gemacht. Trotzdem sind wir zufrieden mit der Aktion und haben den Bestand an Pflanzungen von den 615 eröffneten Konten auf 700 aufgestockt.“ Der Gesamtwert der Maßnahme beläuft sich auf etwa 10 000 Euro, die Seeber gut angelegt sieht: „So können wir gemeinsam mit unseren Kunden einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und zur CO2-Bindung leisten.“

Sven Gerwin vom Sachgebietsbereich Umwelt und Grünordnung bringt eine erklärende Tafel an. (Foto: oas) Sven Gerwin vom Sachgebietsbereich Umwelt und Grünordnung bringt eine erklärende Tafel an. (Foto: oas)


Und weil es noch viel aufzuforsten gibt, will die Sparkasse gleich in der nächsten Woche am Kornmarkt weiter machen und neue Bäumchen pflanzen. Auch Axel Axt hat noch einiges vor bis zum Jahresende. Oberhalb der Windlücke sollen in Richtung Petersdorf weitere 6 000 Setzlinge eingebracht werden. „Bis das dann hier ein Wald ist arbeitet in meinem Job schon mein Nachnachnachfolger“, lacht der Förster, denn die ausgebrachten Bäume wachsen langsam und nachhaltig.
Olaf Schulze
Autor: osch

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