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Mi, 14:23 Uhr
18.10.2000

Das Medien-Kapitel "NDH-TV und SRF" ist offiziell zu Grabe getragen worden

Nordhausen/Arnstadt (nnz). Das Kapitel "Südharzer Regionalfernsehen" (SRF) ist endgültig beendet. Die Thüringer Landesmedienanstalt hat dem Fernsehsender die Lizenz entzogen. Begründet wurde dies mit der Einstellung des Programms. Damit wurde der Schlußstrich unter ein Kapitel gezogen, daß einige Jahre die Gemüter in und um Nordhausen mehr oder weniger erhitzte.
Geprägt wurde das lokale Fernsehen in der Rolandstadt vorwiegend durch amateurhaftes Vorgehen seitens der "Macher" aber auch der Geldgeber. Ob das nun die Person eines Wolfgang Stahl, die Firma Media-Elekronik oder zum Schluß die SRF-GmbH war, das "Pflänzchen" wurde weder gehegt noch gepflegt. Ein Ergebnis wurde jedoch erreicht: Lokales Fernsehen hat in Nordhausen einen derart schlechten Ruf, daß es fast unmöglich erscheint, einen Neuanfang zu wagen.
Die TLM wird ihrerseits einem Neuanfang nicht im Wege stehen. Die Lizenz soll nach nnz-Informationen neu ausgeschrieben werden. Und - es soll bereits wieder Bewerber geben. Die kommen aus Richtung der letzten Investoren, die im April mit einem bombastischen Aufwand das SRF zu dem elektronischen Medium der Rolandstadt, ja ganz Nordthüringens machen wollten.
Insider des Mediengeschäfts in und um Nordhausen sehen indes für einen Neuanfang schwarz. Das Argument ist eher im wirtschaftlichen Bereich, denn im psychologischen zu suchen. Die Region gibt es einfach nicht her, einen lokalen Fernsehsender mit ansprechendem Programm zu unterhalten. Letztlich soll ein solchen Unterfangen ja auch noch irgendwann Gewinne liefern.
Um ein künftiges lokales TV-Angebot zu etablieren, sind Profis im Programm und in der Technik gefragt, an deren Seite durchaus auch Amateure das Handwerk lernen können. Doch Profis kosten Geld, viel Geld, vor allem in dieser Branche. Und dieses Geld wollten scheinbar auch die letzten SRF-Investoren nicht bereitstellen, zumindest wollten sie es nicht in ausreichendes Personal investieren. Klar müßte sein, daß nur mit einem guten Programm die entsprechende Werbung eingekauft werden kann.
Autor: psg

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