Do, 13:12 Uhr
28.07.2005
Vorurteile abbauen
Nordhausen (nnz). So richtig stimmt die Atmosphäre zwischen den Initiatoren des künftigen Kinderhospizes in Nordhausen und der hiesigen Region immer noch nicht. Das aber soll sich ändern. Heute sind zwei Aufklärungsveranstaltungen angesetzt. Die erste galt den Medien.
Fragen und viele Mutmaßungen, die immer wieder mal gestellt und geäußert worden waren, die sollten heute beantwortet und zerstreut werden. Und wie das bei einer solchen Veranstaltung üblich ist, geht das mit einem Beamer und einer weißen Leinwand als Entree am besten. Das wurde in zwölf Minuten das Funktionieren eines Kinder-Hospiz in Berlin gezeigt. So zusagen zur Einstimmung, obwohl in diesem Raum niemand anwesend war, der sich gegen ein solches Hospiz ausgesprochen hatte.
Dargelegt wurden vom Pressesprecher des Fördervereins, Thomas Mensinger, auch der Bedarf einer solchen Einrichtung. 500 bis 600 Familien soll es allein in Thüringen geben, die derzeit unheilbar kranke Kinder in ihrer Mitte haben, 22.000 in Deutschland.
Und dann ging es um das Geld. 4,8 Millionen Euro – so lautet die magische Zahl. Diese Summe wird benötigt, um die Einrichtung zu etablieren und für mindestens zwei Jahre am Leben zu erhalten. Um das Geld ranzuschaffen sind zwischen dem Förderverein und dem Verein neue ebenen zwei Verträge abgeschlossen worden. In einem ist die Höhe der Provision für die Akquirierung von Geldspenden festgeschrieben. 12 und 10 Prozent – so die Staffelung, provisionsfrei sind Sachspenden. Der zweite Vertrag wurde nicht gezeigt.
Klaus-Dieter Heber sagte denn auch, dass 25 Prozent der gesammelten Spenden für aktuelle Betriebs- und für künftige Werbekosten aufgebraucht würden. Das sei eine ganz vernünftige Quote, die unter üblichen Zahlen liegen würde, ergänzte Mensinger, schließlich würden von jedem Euro, die für UNICEF gespendet werden, 68 Cent nicht beim eigentlichen Empfänger ankommen. Um Transparenz zu schaffen, soll zum Thema Spenden bei der Akademie der Ehrenamtlichkeit in Berlin ein Gutachten in Auftrag gegeben werden. Die Ergebnisse sollen Ende Augsut verfügbar sein.
Wo nun aber die Millionen herkommen sollen, auch dazu wurde am Vormittag Klartext geredet: Nicht aus dem Landkreis Nordhausen, nicht aus der Nordthüringer Region und nicht aus Thüringen, sondern die sollen bei Unternehmen in Wolfsburg oder in Leverkusen locker gemacht werden. Natürlich werde man kleine Einzelspenden von hiesigen Firmen oder Privatpersonen nicht ablehnen. Und so sind bislang 135.000 Euro auf das Konto des Fördervereins geflossen, 100.000 Euro davon sollen die Zusage einer Stiftung sein.
Um Vorurteile bei sozialen Einrichtungen und freien Trägern vor Ort abzubauen, sollen deren Vertreter am Nachmittag in die ehemalige Krimderöder Grundschule eingeladen werden.
Autor: nnzFragen und viele Mutmaßungen, die immer wieder mal gestellt und geäußert worden waren, die sollten heute beantwortet und zerstreut werden. Und wie das bei einer solchen Veranstaltung üblich ist, geht das mit einem Beamer und einer weißen Leinwand als Entree am besten. Das wurde in zwölf Minuten das Funktionieren eines Kinder-Hospiz in Berlin gezeigt. So zusagen zur Einstimmung, obwohl in diesem Raum niemand anwesend war, der sich gegen ein solches Hospiz ausgesprochen hatte.
Dargelegt wurden vom Pressesprecher des Fördervereins, Thomas Mensinger, auch der Bedarf einer solchen Einrichtung. 500 bis 600 Familien soll es allein in Thüringen geben, die derzeit unheilbar kranke Kinder in ihrer Mitte haben, 22.000 in Deutschland.
Und dann ging es um das Geld. 4,8 Millionen Euro – so lautet die magische Zahl. Diese Summe wird benötigt, um die Einrichtung zu etablieren und für mindestens zwei Jahre am Leben zu erhalten. Um das Geld ranzuschaffen sind zwischen dem Förderverein und dem Verein neue ebenen zwei Verträge abgeschlossen worden. In einem ist die Höhe der Provision für die Akquirierung von Geldspenden festgeschrieben. 12 und 10 Prozent – so die Staffelung, provisionsfrei sind Sachspenden. Der zweite Vertrag wurde nicht gezeigt.
Klaus-Dieter Heber sagte denn auch, dass 25 Prozent der gesammelten Spenden für aktuelle Betriebs- und für künftige Werbekosten aufgebraucht würden. Das sei eine ganz vernünftige Quote, die unter üblichen Zahlen liegen würde, ergänzte Mensinger, schließlich würden von jedem Euro, die für UNICEF gespendet werden, 68 Cent nicht beim eigentlichen Empfänger ankommen. Um Transparenz zu schaffen, soll zum Thema Spenden bei der Akademie der Ehrenamtlichkeit in Berlin ein Gutachten in Auftrag gegeben werden. Die Ergebnisse sollen Ende Augsut verfügbar sein.
Wo nun aber die Millionen herkommen sollen, auch dazu wurde am Vormittag Klartext geredet: Nicht aus dem Landkreis Nordhausen, nicht aus der Nordthüringer Region und nicht aus Thüringen, sondern die sollen bei Unternehmen in Wolfsburg oder in Leverkusen locker gemacht werden. Natürlich werde man kleine Einzelspenden von hiesigen Firmen oder Privatpersonen nicht ablehnen. Und so sind bislang 135.000 Euro auf das Konto des Fördervereins geflossen, 100.000 Euro davon sollen die Zusage einer Stiftung sein.
Um Vorurteile bei sozialen Einrichtungen und freien Trägern vor Ort abzubauen, sollen deren Vertreter am Nachmittag in die ehemalige Krimderöder Grundschule eingeladen werden.

