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Do, 12:42 Uhr
28.07.2005

So teuer wie lange nicht!

Nordhausen (nnz). Die Verbraucher haben immer weniger Geld in der Tasche, müssen aber immer mehr für die verschiedendsten Produkte bezahlen. Und: Verbraucher sind wir alle. Wie hoch wir belastet werden, das alles hat die nnz für Sie zusammengestellt.


Der Verbraucherpreisindex für Thüringen stieg nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik im Juli 2005 im Vergleich zum Juni um 0,6 Prozent auf einen Indexstand von 109,1 (Basis: Jahresdurchschnitt 2000 = 100). Der hohe Preisanstieg gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent resultierte u.a. aus der Preisentwicklung in den Bereichen 'Bildungswesen' um 3,9 Prozent, 'Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen' um 2,4 Prozent, 'Freizeit, Unterhaltung und Kultur' um 2,0 Prozent und 'Wohnung, Wasser, Strom, Gas u. a. Brennstoffe' um 0,5 Prozent. In diesen Bereichen stiegen besonders die Lehrgangsgebühren für Volkshochschulen (+ 13,8 Prozent), die Preise für Pauschalreisen (+ 10,3 Prozent) und die Beherbergungsdienstleistungen (+ 11,2 Prozent).

Heizöl und Kraftstoffe stiegen um 6,6 bzw. 3,6 Prozent. Preisnachlässe um 1,2 bzw. 0,8 Prozent wurden im Vergleich zum Juni 2005 u. a. in den Bereichen 'Bekleidung und Schuhe' bzw. 'Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke' festgestellt. Saisonbedingt wurden bei fast allen Waren für Bekleidung und Schuhe Preissenkungen beobachtet. Das niedrige Preisniveau für Nahrungsmittel (- 1,0 Prozent) ist auf überdurchschnittliche Preisnachlässe für Gemüse (- 8,7 Prozent) und Obst (- 1,3 Prozent) zurückzuführen. Weniger musste der Verbraucher u. a. für Paprikaschoten (- 22,7 Prozent), Tomaten (- 22,2 Prozent), Kartoffeln (- 14,8 Prozent), Bananen (-11,2 Prozent), Mehl (- 2,7 Prozent), Eier (- 1,7 Prozent) und Butter (- 1,0 Prozent) bezahlen.

Die Jahresteuerungsrate der Verbraucherpreise betrug nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik im Juli 2005 2,2 Prozent (Juni: 2,0 Prozent). Das ist der höchste Stand seit März 2002. Dabei wirkten sich insbesondere die Preise in den Bereichen 'Alkoholische Getränke, Tabakwaren' (+ 6,5 Prozent), 'Verkehr' (+ 4,3 Prozent), 'Bildungswesen' (+ 3,9 Prozent und 'Wohnung, Wasser, Strom, Gas u. a. Brennstoffe' (+ 3,4 Prozent) preistreibend auf die Jahresteuerungsrate aus.

Die Preiserhöhungen für Heizöl und Kraftstoffe trugen wesentlich zu diesem Anstieg bei. Im Energiesektor stiegen die Preise für Heizöl überdurchschnittlich (+ 45,0 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr am deutlichsten. Die Preise für Zentralheizung, Fernwärme u. a. (+ 15,7 Prozent), Gas (+ 9,4 Prozent), Kraftstoffe (+ 7,9 Prozent) und Strom (+&nbsp4,4 Prozent) lagen ebenfalls deutlich über dem Vorjahresniveau. Ohne Heizöl und Kraftstoffe hätte die Teuerungsrate bei 1,6 Prozent gelegen.

Die Erhöhung der Tabaksteuer im Dezember 2004 ließ die Preise für Tabakwaren um 10,7 Prozent steigern. Deutliche Preiserhöhungen gab es gegenüber dem Vorjahr und im Vergleich zum Juni 2005 für Verkehrsdienstleistungen bei der Personenbeförderung im Luftverkehr um 13,4 bzw. 13,8 Prozent.

Die Wohnungsmieten (ohne Nebenkosten) erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Prozent, darunter die Wohnungsnebenkosten um 2,8 Prozent. Hier musste der Verbraucher deutlich mehr für die Müllabfuhr und Abwasserentsorgung (jeweils + 4,2&nbspProzent) bezahlen. Deutlich niedriger als im Vorjahr waren im Juli die Preise für CD-Player (- 25,2 Prozent), Fernsehgeräte (- 12,6 Prozent) und Personalcomputer und Zubehör (- 10,8 Prozent).

Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes wird sich der Verbraucherpreisindex in Deutschland im Juli 2005 - nach vorliegenden Ergebnissen aus sechs Bundesländern - gegenüber Juli 2004 voraussichtlich um 1,9 Prozent erhöhen (Juni 2005 + 1,8 Prozent). Im Vergleich zum Vormonat steigt der Index um 0,4 Prozent.
Autor: nnz

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