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Di, 09:32 Uhr
23.10.2001

nnz-Rückspiegel: 23. Oktober 2000

Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden.


Abgeordnete informierten sich im Nordhäuser Arbeitsamt

Mehrere Nordthüringer Bundestags- und Landtagsabgeordnete nahmen in der vergangenen Woche an einem Arbeitsmarktgespräch im Nordhäuser Arbeitsamt teil. Die Gesprächsteilnehmer erhielten aus der Sicht des Arbeitsamtes einen Überblick zur Situation auf dem Arbeitsmarkt in der Region. Erläutert wurden auch die Maßnahmen zur Arbeitsförderung bzw. deren Entwicklung.

Seitens der Abgeordneten gab es viele Fragen zu Beschäftigungstrend in den unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen, zur Pendlerbewegung und zu Eingliederungschancen von Arbeitslosen nach geförderten Maßnahmen. Einen breiten Raum in der Diskussion nahmen auch die Möglichkeiten einer Existenzgründung ein.

Zum Abschluß des Gespräches erhielten die Parlamentarier einen Überblick über die begonnene Umorganisation im Arbeitsamt. Dabei wurde die auf Teamarbeit orientierte Struktur herausgearbeitet, die einer kompletten Bearbeitung aller Anliegen der Kunden des Arbeitsamtes dienen und Zeit und Wege ersparen soll.


Wie weiter mit Wacker? Präsidium spricht am Abend mit Trainer Dirk Fuhrmann

Das Präsidium von Wacker Nordhausen wird am Abend mit Trainer Dirk Fuhrmann eine Aussprache führen. Damit wird auf das Debakel im Spiel gegen den Halleschen FC reagiert. Ursachenforschung ist laut Wacker-Präsident Wolfgang Lutze angesagt. „Alle Spieler müssen sich im Klaren sein, daß sie letztlich auch für die Zukunft des Vereins verantwortlich sind“ so Lutze zur nnz.

Für die kommenden Gespräche zur Modifizierung der Spielerverträge hängt über dem Verein ein Damoklesschwert: Spieler könnten den Verein verlassen, Nachrücker aus den eigenen Reihen sind nicht da, für Neueinkäufe fehlt das Geld. Still und leise hatte sich in der vergangenen Woche René Fernschild aus Nordhausen verabschiedet und spielte am Wochenende bereits im Schlotheimer Trikot, wohl gemerkt in der Landesklasse. Wie nnz erfuhr, hat Frank Schneider beim HFC bereits ein Probetraining absolviert, auch Mariusz Kurzeja sieht in Richtung seines Bruders an die Saale. Der Pole hatte sich mit seinen drei Toren wärmstens empfohlen.

Doch Wolfgang Lutze will und kann den Kampf nicht aufgeben. Er appelliert an die Mannschaft, das Vertrauen der Fans, des Vereins und der Sponsoren nicht zu verspielen. Mit der herben Schlappe gegen Halle sei war ein Kampf verloren, doch die Schlacht gegen den Abstieg muß weitergeführt werden.


Stadtgespräch: Planungen zur Bahnhofsstraße und Rautenstraße werden vorgestellt

Die Stadtverwaltung Nordhausen lädt heute zu einem Stadtgespräch in das Foyer des Theaters ein. Am Abend sollen die künftige Arbeiten in der Verbindungsachse Rautenstraße/Bahnhofstraße vorgestellt werden. Das Gespräch knüpft damit an eine Veranstaltung in der Südharz Galerie an. Wie Stadtplanerin Inge Klaan vorab der nnz erläuterte, erstreckt sich der erste Bauabschnitt von der Kreuzung Rautenstraße/Weberstraße bis hin zur Kreuzung Rautenstraße/Neustadtstraße. So soll vor der Stadtterrasse ein Platz angelegt werden, der Primariusgraben wird nicht mehr oberhalb, sondern unterhalb der Stadtterrasse geführt werden. Außerdem wird ein Einbindung des archäologischen Geschichtsfensters am neuen Altenpflegeheim in die Planungen vorgestellt.

Die Gleise der Straßenbahn werden im Bereich der Rautenstraße in Rasen eingebettet, die gesamte Fahrbahn soll schmaler gehalten werden. Damit steht für die Begrünung rechts und links mehr Platz zur Verfügung. Die Fahrzeuge werden dann durchweg unter Bäumen parken können. Letztlich soll die Rautenstraße von der Buchhandlung Rose bis vor das Altenheim einen Alleecharakter erhalten, auch an Fuß- und Radwege ist gedacht. Während vom Rathausplatz bis zur Stadtterrasse sehr viele Bäume gepflanzt werden, setzen die Planer der Landesgartenschau ab der Stadtterrasse nur noch punktuell auf grüne Inseln in Form von großen Bäumen.


Kreistag muß sich erneut mit Beigeordnetenwahl beschäftigen

Eine neue Runde der Beigeordnetenwahl von Anfang September wird morgen im Nordhäuser Kreistag eingeleitet. Erneut steht auf der Tagesordnung die Aufhebung der Wahl-Beschlüsse. Und erneut werden SPD und PDS zumindest einen der beiden Beschlüsse abschmettern. Und die rot-rote Oppositionskoalition legt dann gleich nach: In der „Beschlußvorlage 122/00“ heißt es: „Feststellung der Rechtsgültigkeit der Wahl des ersten hauptamtlichen Beigeordneten durch Widerspruch bzw. Klage.“

Dafür muß aber das Landesverwaltungsamt in Weimar die Wahl von Matthias Jendricke für ungültig erklären. Wollte nach Ankündigungen aus dem Landratsamt die Weimarer Behörde doch schon längst tun. Angeblich soll das entsprechende Papier bereits in der Führungsetage zur Unterschrift gelegen haben. Doch unterschrieben wurde nicht. Noch nie in Thüringen ist eine Wahl derartige Bedeutung für null und nichtig erklärt worden. Wohlgemerkt eine Wahl, bei der es keine Formfehler gab.

Das Ringelspiel um die Wahl vom 5. September wird die politischen Gemüter im Landkreis Nordhausen wohl noch eine weitere Zeit beschäftigen. Zum Nutzen des Landkreises und seiner Bürger ist dieser Umstand nicht der förderlichste.


Alkoholisierte Autofahrerin traktierte Polizeibeamte

Polizeibeamte sind auch in Nordhausen mitunter viel gewöhnt. Doch das, was einige von ihnen am Sonntagabend in der Johannes-Thal-Straße erlebten, muß an dieser Stelle berichtet werden.

Kurz nach 19 Uhr fiel den Beamten ein Auto auf, das „sehr ruckend“ fuhr. Als sie das Gefährt stoppten, flog ihnen bereits ein alkoholischer Dunst auf, der aus Richtung der Fahrerin zog. Fazit für die Beamten: Die Frau soll sich im Südharz-Krankenhaus einer Blutentnahme unterziehen. Das wollte die Frau nun aber überhaupt nicht. Sie wehrte sich durch Spucken, Treten, Beißen, Kratzen und Schlagen, wie es im Protokoll der Polizei zu lesen ist.

Bei dieser Auseinandersetzung wurde sie tat- und schlagkräftig von einer Freundin und einer Tante unterstützt. Letztlich aber siegte die staatliche Gewalt über den weiblichen Jähzorn, was natürlich nicht ohne übelste Beschimpfungen ablief. Der Führerschein der Frau konnte jedoch nicht eingezogen werden, da sie diesen vor einiger Zeit bereits angeben mußte. Dreimal dürfen sich jetzt nicht raten: Wegen Trunkenheit im Straßenverkehr.
Autor: nnz

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