Fr, 09:00 Uhr
04.09.2020
BuGa 21 im Park Hohenrode
Frische Farbe für die alte Villa
Die Zeit rast dahin, auch im Park Hohenrode. Die lang erwartete Bundesgartenschau wird im April kommenden Jahres eröffnet. Als Außenstelle ist auch der Nordhäuser Park dabei, viel Zeit zum Hand anlegen bleibt also nicht mehr. Unter anderem will man die Villa wieder erstrahlen lassen, zumindest äußerlich…
Im kommenden Frühjahr sollen im Park Hohenrode nicht nur die Blumen mit frischer Farbe strahlen (Foto: nnz-Archiv)
Die Eröffnung der BuGa 2021 schien lange Zeit weit, weit entfernt. Seit Jahren plant und arbeitet man im Park Hohenrode auf den Starttermin hin, nun ist er fast zum greifen nahe. 25 Wochen lang wird sich allen voran Erfurt ab April 2021 mit der Bundesgartenschau schmücken. Aber auch den Rest des Freistaates hat man über diverse Außenstandorte einbezogen, darunter auch Hohenrode. Hier wird der Startschuss am 24. April mit dem traditionellen Parkfest und der finalen Eröffnung des restaurierten Pavillons fallen. 40 weitere große und kleine Veranstaltungen sollen bis zum Ende der BuGa folgen, jede Woche mindestens eine, sagt Hannelore Haase, Vorsitzende des Fördervereins Park Hohenrode. Die Veranstaltungsplanung habe man etwa zu 80% abgeschlossen, wobei einem zuletzt die Corona-Krise das Leben schwer gemacht hatte. Die Pandemie hat uns da ein wenig ins Hintertreffen gebracht. Eine Zeit lang stand die Durchführung der BuGa an sich auf der Kippe, erst im Juli fiel die Entscheidung., meint Haase, ist aber dennoch guter Dinge.
Neben einigen etablierten Highlights im Jahreskalender des Parks, wie dem Diner en blanc, wird man sich Dank der Unterstützung von Stadt, Hochschule, diversen Vereinen und Unternehmen aus der Region jede Menge Leben nach Hohenrode holen. Für den Mai ist ein Familienfest geplant, das man in Kooperation mit der Stadt Nordhausen durchführen will, im Juni 2021 gastiert das Südharzer Sängertreffen im Park und der Jazzclub verlagert gleich seinen ganzen Jazzsommer auf die Wiesen des Arboretums. Zwischendurch soll es Weinverkostungen, Floristentage, Delikatessen aus der Traditionsbrennerei und viele kleine Veranstaltungen im neuen, alten Pavillon geben.
Der Mittelpunkt ist und bleibt aber der Park an sich. Die meiste Arbeit passiert im Grünbereich, auch wenn das für den Besucher nicht immer offensichtlich ist. In den vergangenen fünf Jahren haben wir 180 Neupflanzungen vorgenommen, die Anlagen sind grundhaft gepflegt und wir haben uns, insbesondere in den vergangenen zwei sehr trockenen Jahren, alle Mühe gegeben, die Bäume am Leben zu halten., erzählt die Vereinsvorsitzende. Hier und da könne man noch ein paar Farbtupfer zwischen das Grün setzen, am Plfanzenbestand soll sich bis zum April aber nicht mehr viel ändern.
Augenfälliger ist der Zustand der Kneiff’schen Villa. Zwar wurde über die Jahre auch hier viel Kraft investiert und mancher Schweißtropfen vergossen, wer aber nicht zu den regelmäßigen Gästen des Parks gehört, dem mag der Wandel über die Zeit nicht unbedingt auffallen. Bis zur BuGa sollte das alte Haus überarbeitet und barrierefrei zugänglich gemacht werden. Diese ambitionierte Ziel werde man nicht halten können, sagt Haase, dafür reichen weder die Finanzen noch die manpower aus. Aber: die Fassade soll noch vor dem großen Fest wieder in neuem Glanz erstrahlen. Die Fördermittel, die man von Land und Bund für die Restaurierung des Pavillons erhalten hat, beinhalten auch die Malerarbeiten am großen Haus. Während der BuGa-Wochen wird die Villa für Führungen geöffnet und soll im Fall der Fälle als Ausweichstandort bei schlechter Witterung dienen. Der Pavillon ist schon jetzt so gut wie fertig. Im Innenraum muss der Fußboden wieder eingesetzt werden, im Außenbereich stehen noch einige Ausbesserungen an, spätestens Ende Oktober soll der Anstrich erfolgen.
Also alles bereit für die BuGa? Nicht ganz. Während der Gartenschau würde man gerne eine Art Geschäftsstelle im Park unterhalten, erklärt Haase. Wir brauchen einen Anlaufpunkt für die Besucher und jemanden, der vor Ort als Ansprechpartner dienen kann, Führungen übernimmt und sich im Hintergrund mit um das Organisatorische kümmern kann. Allein können wir das nicht stemmen, deswegen hoffen wir auf die Unterstützung des Stadtrates. Der wird in seiner nächsten Sitzung Mitte September über das Anliegen zu befinden haben. In den sprichwörtlichen trockenen Tüchern ist also noch nicht alles, aber bis zum April 2021 bleibt ja auch noch Zeit. Ein wenig zumindest.
Angelo Glashagel
Autor: red
Im kommenden Frühjahr sollen im Park Hohenrode nicht nur die Blumen mit frischer Farbe strahlen (Foto: nnz-Archiv)
Die Eröffnung der BuGa 2021 schien lange Zeit weit, weit entfernt. Seit Jahren plant und arbeitet man im Park Hohenrode auf den Starttermin hin, nun ist er fast zum greifen nahe. 25 Wochen lang wird sich allen voran Erfurt ab April 2021 mit der Bundesgartenschau schmücken. Aber auch den Rest des Freistaates hat man über diverse Außenstandorte einbezogen, darunter auch Hohenrode. Hier wird der Startschuss am 24. April mit dem traditionellen Parkfest und der finalen Eröffnung des restaurierten Pavillons fallen. 40 weitere große und kleine Veranstaltungen sollen bis zum Ende der BuGa folgen, jede Woche mindestens eine, sagt Hannelore Haase, Vorsitzende des Fördervereins Park Hohenrode. Die Veranstaltungsplanung habe man etwa zu 80% abgeschlossen, wobei einem zuletzt die Corona-Krise das Leben schwer gemacht hatte. Die Pandemie hat uns da ein wenig ins Hintertreffen gebracht. Eine Zeit lang stand die Durchführung der BuGa an sich auf der Kippe, erst im Juli fiel die Entscheidung., meint Haase, ist aber dennoch guter Dinge.
Neben einigen etablierten Highlights im Jahreskalender des Parks, wie dem Diner en blanc, wird man sich Dank der Unterstützung von Stadt, Hochschule, diversen Vereinen und Unternehmen aus der Region jede Menge Leben nach Hohenrode holen. Für den Mai ist ein Familienfest geplant, das man in Kooperation mit der Stadt Nordhausen durchführen will, im Juni 2021 gastiert das Südharzer Sängertreffen im Park und der Jazzclub verlagert gleich seinen ganzen Jazzsommer auf die Wiesen des Arboretums. Zwischendurch soll es Weinverkostungen, Floristentage, Delikatessen aus der Traditionsbrennerei und viele kleine Veranstaltungen im neuen, alten Pavillon geben.
Der Mittelpunkt ist und bleibt aber der Park an sich. Die meiste Arbeit passiert im Grünbereich, auch wenn das für den Besucher nicht immer offensichtlich ist. In den vergangenen fünf Jahren haben wir 180 Neupflanzungen vorgenommen, die Anlagen sind grundhaft gepflegt und wir haben uns, insbesondere in den vergangenen zwei sehr trockenen Jahren, alle Mühe gegeben, die Bäume am Leben zu halten., erzählt die Vereinsvorsitzende. Hier und da könne man noch ein paar Farbtupfer zwischen das Grün setzen, am Plfanzenbestand soll sich bis zum April aber nicht mehr viel ändern.
Augenfälliger ist der Zustand der Kneiff’schen Villa. Zwar wurde über die Jahre auch hier viel Kraft investiert und mancher Schweißtropfen vergossen, wer aber nicht zu den regelmäßigen Gästen des Parks gehört, dem mag der Wandel über die Zeit nicht unbedingt auffallen. Bis zur BuGa sollte das alte Haus überarbeitet und barrierefrei zugänglich gemacht werden. Diese ambitionierte Ziel werde man nicht halten können, sagt Haase, dafür reichen weder die Finanzen noch die manpower aus. Aber: die Fassade soll noch vor dem großen Fest wieder in neuem Glanz erstrahlen. Die Fördermittel, die man von Land und Bund für die Restaurierung des Pavillons erhalten hat, beinhalten auch die Malerarbeiten am großen Haus. Während der BuGa-Wochen wird die Villa für Führungen geöffnet und soll im Fall der Fälle als Ausweichstandort bei schlechter Witterung dienen. Der Pavillon ist schon jetzt so gut wie fertig. Im Innenraum muss der Fußboden wieder eingesetzt werden, im Außenbereich stehen noch einige Ausbesserungen an, spätestens Ende Oktober soll der Anstrich erfolgen.
Also alles bereit für die BuGa? Nicht ganz. Während der Gartenschau würde man gerne eine Art Geschäftsstelle im Park unterhalten, erklärt Haase. Wir brauchen einen Anlaufpunkt für die Besucher und jemanden, der vor Ort als Ansprechpartner dienen kann, Führungen übernimmt und sich im Hintergrund mit um das Organisatorische kümmern kann. Allein können wir das nicht stemmen, deswegen hoffen wir auf die Unterstützung des Stadtrates. Der wird in seiner nächsten Sitzung Mitte September über das Anliegen zu befinden haben. In den sprichwörtlichen trockenen Tüchern ist also noch nicht alles, aber bis zum April 2021 bleibt ja auch noch Zeit. Ein wenig zumindest.
Angelo Glashagel

