Mi, 19:05 Uhr
06.07.2005
Knöllchen nach Plan?
Nordhausen (nnz). Es gibt wohl kaum einen Kraftfahrer, der sich nicht ärgert, wenn an seiner Windschutzscheibe die berühmt-berüchtigten Zettel des Ordnungsamtes stecken. Jetzt ist der Verdacht aufgekommen, dass im Nordhäuser Ordnungsamt das Schreiben der Knöllchen nach Plan vorgenommen wird.
Diesen Verdacht äußerten nicht etwa anonyme Leserbriefschreiber oder die Medien selbst, es war CDU-Stadträtin Christine Wagner. Sie und ihre Fraktionskollegen hätten gehört, dass es für die Außendienstmitarbeiter im Ordnungsamt quantitative Vorgaben für Knöllchen geben würde. Und wenn der eine oder andere Mitarbeiter die Vorgaben nicht einhalte, dann würde es Ärger geben. Das passe, so Christine Wagner, nicht in das Bild einer freundlichen Stadt, als die sich Nordhausen gern präsentieren wolle.
Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) sei eine solche Arbeitsweise im Ordnungs- und Rechtsamt nicht bekannt, man wolle dem Verdacht jedoch nachgehen, wir wollen nachforschen, so Rinke. Die nnz hat schon mal nachgeforscht und im aktuellen Haushalt die Position 2600001.0 gefunden, genau 230.000 Euro. Das sind sonstige Finanzeinnahmen des Bereiches Öffentliche Ordnung und Sicherheit. Ein wenig kurios ist der Blick in das Zahlenwerk schon. Gab es im vergangenen Jahr bei der Position Verwarngeld noch Einnahmen in Höhe von 200.000 Euro und keine sonstigen Finanzeinnahmen, so wurden diese beiden Zeilen im Haushalt 2005 einfach vertauscht.
Doch zurück zum Verdacht der Christine Wagner. Der wurde durch den FDP-Mann Martin Höfer noch untermauert. Der berichtete von einer wahren Knöllchen-Orgie während des Schürzenjäger-Konzertes in Sundhausen. Hier habe die Stadt Nordhausen ihr freundliches Image bei einigen Autofahrern vollends verspielt. Dafür erhielt Martin Höfer sogar Beifall aus der CDU-Fraktion. Und das kam bislang höchst selten vor.
Autor: nnzDiesen Verdacht äußerten nicht etwa anonyme Leserbriefschreiber oder die Medien selbst, es war CDU-Stadträtin Christine Wagner. Sie und ihre Fraktionskollegen hätten gehört, dass es für die Außendienstmitarbeiter im Ordnungsamt quantitative Vorgaben für Knöllchen geben würde. Und wenn der eine oder andere Mitarbeiter die Vorgaben nicht einhalte, dann würde es Ärger geben. Das passe, so Christine Wagner, nicht in das Bild einer freundlichen Stadt, als die sich Nordhausen gern präsentieren wolle.
Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) sei eine solche Arbeitsweise im Ordnungs- und Rechtsamt nicht bekannt, man wolle dem Verdacht jedoch nachgehen, wir wollen nachforschen, so Rinke. Die nnz hat schon mal nachgeforscht und im aktuellen Haushalt die Position 2600001.0 gefunden, genau 230.000 Euro. Das sind sonstige Finanzeinnahmen des Bereiches Öffentliche Ordnung und Sicherheit. Ein wenig kurios ist der Blick in das Zahlenwerk schon. Gab es im vergangenen Jahr bei der Position Verwarngeld noch Einnahmen in Höhe von 200.000 Euro und keine sonstigen Finanzeinnahmen, so wurden diese beiden Zeilen im Haushalt 2005 einfach vertauscht.
Doch zurück zum Verdacht der Christine Wagner. Der wurde durch den FDP-Mann Martin Höfer noch untermauert. Der berichtete von einer wahren Knöllchen-Orgie während des Schürzenjäger-Konzertes in Sundhausen. Hier habe die Stadt Nordhausen ihr freundliches Image bei einigen Autofahrern vollends verspielt. Dafür erhielt Martin Höfer sogar Beifall aus der CDU-Fraktion. Und das kam bislang höchst selten vor.

