Di, 13:04 Uhr
05.07.2005
Todescrash ist aufgeklärt
Nordhausen (nnz). Gut neunzig Tage ermittelte die Polizei im Eichsfeld wegen des tragischen Verkehrsunfalls. Am 4. April war auf der Landstraße zwischen Flinsberg und Wachstedt ein Mann mit schweren Verletzungen aufgefunden worden. Das Opfer erlag noch am gleichen Tag seinen schweren Verletzungen. Jetzt konnte ein Täter ermittelt werden.
Die Ermittlungen führten jetzt zu einem 30-Jährigen. Er war am Unfallmorgen mit dem Auto seines Vaters von seinem Heimatort im Eichsfeldkreis unterwegs zu seinem Arbeitsort Hameln. Auf der Landstraße zwischen Wachstedt und Flinsberg passierte dann der schreckliche Unfall. Nach Angaben des Unfallfahrers sei der Fußgänger plötzlich in einer Kurve rechts vor seinem Fahrzeug aufgetaucht. Trotz einem Ausweichmanöver erfasste er den Mann mit der rechten Fahrzeugseite. Anschließend setzte der Verursacher seine Fahrt fort, ohne sich um den schwer verletzten Mann zu kümmern. Der 52-Jährige erlag am Nachmittag des gleichen Tages im Göttinger Klinikum seinen schweren Verletzungen.
Einen Tag später begab sich der Unfallverursacher in Hameln zu einem Förster und gab einen Wildunfall an. Der stellte ihm, ohne das Fahrzeug gesehen zu haben, eine Wildunfall-Bescheinigung aus. Somit konnte der Unfallfahrer das Auto reparieren lassen, ohne zunächst in Verdacht zu geraten.
In Heiligenstadt war inzwischen eine Ermittlungsaktion in größerem Umfang angelaufen. Über Wochen ermittelte eine mehrköpfige Ermittlergruppe. Unterstützt wurden die Beamten in der Polizeiinspektion vom Fachkommissariat der Nordhäuser Kripo. Wieder und wieder wurden die Akten gesichtet und die Informationen und Ermittlungsergebnisse verglichen und ausgewertet. An der Unfallstrecke wurden an mehreren Tagen Kontrollstellen eingerichtet, um möglichst alle Fahrzeugführer zu erfassen und anzusprechen, die regelmäßig diese Strecke nutzen. Ein unmittelbarer Unfallzeuge konnte ebenso wenig ermittelt werden, wie ein Verdächtiger. Ohne Ergebnis verlief auch eine Plakataktion, in deren Zusammenhang die Staatsanwaltschaft Mühlhausen eine Belohnung ausgesetzt hatte.
Ende Juni konzentrierten sich die Ermittlungen der Kriminalpolizei auf drei Fahrzeuge, die noch nicht konkret überprüft worden waren. Darunter auch der Unfallwagen. Trotz vorliegender Wildunfall-Bescheinigung untersuchten die Beamten der Kriminalpolizei das Auto und vernahmen den Fahrer. Dazu wurden auch Fotos aus der Werkstatt, in der das Auto repariert wurde, hinzu gezogen. Eine Rekonstruktion mit einer Puppe bestätigte den Verdacht: Die auf den Fotos zu erkennenden Schäden passten zu dem Unfallhergang. Eine Beurteilung eines Kfz-Sachverständigen bestätigte, dass es kein Wildunfall gewesen sein konnte. Unter der erdrückenden Last dieser Indizien legte der 30jährige Eichsfelder ein Geständnis ab.
Der Leiter der Polizeidirektion Nordhausen, Polizeidirektor Günther Lierhammer sagte voller Stolz auf die Kripo-Beamten: Bei solch einem schweren Delikt, mit schwieriger Ausgangslage (keine Spuren am Unfallort) muss man auch einmal ungewöhnliche Wege gehen. Deshalb war es richtig, das Fachkommissariat der Kriminalpolizei, die Mordkommission, mit den Ermittlungen zu beauftragen.
Autor: nnzDie Ermittlungen führten jetzt zu einem 30-Jährigen. Er war am Unfallmorgen mit dem Auto seines Vaters von seinem Heimatort im Eichsfeldkreis unterwegs zu seinem Arbeitsort Hameln. Auf der Landstraße zwischen Wachstedt und Flinsberg passierte dann der schreckliche Unfall. Nach Angaben des Unfallfahrers sei der Fußgänger plötzlich in einer Kurve rechts vor seinem Fahrzeug aufgetaucht. Trotz einem Ausweichmanöver erfasste er den Mann mit der rechten Fahrzeugseite. Anschließend setzte der Verursacher seine Fahrt fort, ohne sich um den schwer verletzten Mann zu kümmern. Der 52-Jährige erlag am Nachmittag des gleichen Tages im Göttinger Klinikum seinen schweren Verletzungen.
Einen Tag später begab sich der Unfallverursacher in Hameln zu einem Förster und gab einen Wildunfall an. Der stellte ihm, ohne das Fahrzeug gesehen zu haben, eine Wildunfall-Bescheinigung aus. Somit konnte der Unfallfahrer das Auto reparieren lassen, ohne zunächst in Verdacht zu geraten.
In Heiligenstadt war inzwischen eine Ermittlungsaktion in größerem Umfang angelaufen. Über Wochen ermittelte eine mehrköpfige Ermittlergruppe. Unterstützt wurden die Beamten in der Polizeiinspektion vom Fachkommissariat der Nordhäuser Kripo. Wieder und wieder wurden die Akten gesichtet und die Informationen und Ermittlungsergebnisse verglichen und ausgewertet. An der Unfallstrecke wurden an mehreren Tagen Kontrollstellen eingerichtet, um möglichst alle Fahrzeugführer zu erfassen und anzusprechen, die regelmäßig diese Strecke nutzen. Ein unmittelbarer Unfallzeuge konnte ebenso wenig ermittelt werden, wie ein Verdächtiger. Ohne Ergebnis verlief auch eine Plakataktion, in deren Zusammenhang die Staatsanwaltschaft Mühlhausen eine Belohnung ausgesetzt hatte.
Ende Juni konzentrierten sich die Ermittlungen der Kriminalpolizei auf drei Fahrzeuge, die noch nicht konkret überprüft worden waren. Darunter auch der Unfallwagen. Trotz vorliegender Wildunfall-Bescheinigung untersuchten die Beamten der Kriminalpolizei das Auto und vernahmen den Fahrer. Dazu wurden auch Fotos aus der Werkstatt, in der das Auto repariert wurde, hinzu gezogen. Eine Rekonstruktion mit einer Puppe bestätigte den Verdacht: Die auf den Fotos zu erkennenden Schäden passten zu dem Unfallhergang. Eine Beurteilung eines Kfz-Sachverständigen bestätigte, dass es kein Wildunfall gewesen sein konnte. Unter der erdrückenden Last dieser Indizien legte der 30jährige Eichsfelder ein Geständnis ab.
Der Leiter der Polizeidirektion Nordhausen, Polizeidirektor Günther Lierhammer sagte voller Stolz auf die Kripo-Beamten: Bei solch einem schweren Delikt, mit schwieriger Ausgangslage (keine Spuren am Unfallort) muss man auch einmal ungewöhnliche Wege gehen. Deshalb war es richtig, das Fachkommissariat der Kriminalpolizei, die Mordkommission, mit den Ermittlungen zu beauftragen.

