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Sa, 16:10 Uhr
08.08.2020
Ein aufopferungsvoller Kampf wurde nicht belohnt

Wacker gekämpft in heißem Spiel

Das konnte sich sehen lassen, was die junge Wackermannschaft heute gegen die Profis vom FC Carl Zeiss Jena abgeliefert hat. Einsatz, Wille und Kampfbereitschaft wurden vom Publikum honoriert. Leider aber nicht mit dem Halbfinalsieg...

Thüringen-Pokal-Halbfinale: FSV Wacker 90 Nordhausen - FC Carl Zeiss Jena 0:2 (0:0)

Wacker bietet Jena einen heißen Fight (Foto: B.Peter) Wacker bietet Jena einen heißen Fight (Foto: B.Peter)


Der neu formierte FSV Wacker startete das erste Pflichtspiel seit der Corona-Unterbrechung bei tropischen Temperaturen von 34 Grad im Schatten mit einem völlig neunen Gesicht. Valentin Henning stand im Tor. Der brauchte in den ersten 45 Minuten nicht viel eingreifen, weil seine Vorderleute in der Verteidigung aufopferungsvoll jeden Angriffsversuch der Jenenser ausbremsen konnten. Erik Schneider, der leider schon in der 42. Minute verletzungsbedingt vom Platz musste, Kapitän Marcus Vopel und der bärenstarke Linksverteidiger Richard Franz warfen sich leidenschaftlich den Jenaer Stürmern entgegen. Auch Sinram Dhaliwal als zweiter Innenverteidiger machte seine Sache gut. Im Mittelfeld ackerte Robert Knopp emsig, Fabian Stix, Leon Gümpel und Hagen Pietsch vermochten es gegen die gestandenen Profis allerdings nicht, ihre Kollegen Moritz Penzler und Gabriel Edgar Schneider in der Spitze entscheidend in Szene zu setzen.

Oftmals stand im Jenaer Angriff auch der Ex-Nordhäuser Lukas Stauffer in der ersten Reihe und sorgte für Gefahr. Doch weder Fiedler in der 14., noch Bock in der 23. Minute oder Bergmann in der 28. Minute konnten ihre hundertprozentigen Chancen nutzen. So konnte sich Wacker immer besser aus der Umklammerung lösen, ohne allerdings große Akzente nach vorn setzen zu können. Lediglich eine verunglückte Flanke des links außen durchgebrochenen Richard Franz wurde für Torhüter Sedlak gefährlich und strich knapp am Dreiangel vorbei.

Je länger das Spiel lief, desto öfter erklang im weiten Rund offener Szenenapplaus von den 632 Zuschauern für die junge Wackertruppe, die völlig verdient mit dem torlosen Remis in die Kabine ging.

Im zweiten Durchgang brachte Wacker-Trainer Philipp Seeland den dritten Schneider (Konrad) für Fabian Stix in die Partie. Der FC Carl Zeiss drückte von Anpfiff an auf den Führungstreffer, musste aber bis zur 59. Minute warten, ehe Schiedsrichter Wartmann einen eher harmlosen Zweikampf im Nordhäuser Strafraum mit einem Elfmeter für Jena ahndete. René Lange ließ sich diese Gelegenheit nicht nehmen und verlud Wacker-Keeper Henning zur glücklichen Führung. Wenige Minuten zuvor hatte sich Hagen Pietsch noch in einen Abschluss geworfen, den die Zuschauer schon im Kasten gesehen hatten.

In der Folge zog sich der Favorit etwas zurück und Wacker kam besser ins Spiel. Eine Abseitsfalle wollte in der 72. Minute jedoch nicht zuschnappen und so stand Fiedler plötzlich allein vor Henning und vollendete humorlos zum 0:2.

Das hohe Tempo der ersten Hälfte und die brütende Hitze hatten bis dahin schon einen Großteil der Kräfte gekostet, so dass sich die Unterbrechungen wegen Muskelkrämpfen nun häuften. Marcus Vopel köpfte nach einer Ecke nur knapp am Kasten und am verdienten Anschlusstreffer vorbei. Und auch sein Direktschuss kurz vor Schluss verfehlte das Ziel knapp.

Am Ende gewann der Favorit unspektakulär gegen eine hoch motivierte Wacker-Elf, die heute mit einem großen Kampf viel Hoffnung auf die anstehende Oberliga-Saison wecken konnte.
Olaf Schulze

FSV Wacker 90 Nordhausen:
Henning - Gümpel, Dhaliwal, Stix (46. K. Schneider), Vopel, E. Schneider (42. König), Penzler (75. Litzenberg), Franz, Knopp, E.-G. Schneider, Pietsch

FC Carl Zeiss Jena:
Sedlak - Fiedler, Eckardt (80. Jobst), Düzel, Bock (85 Amesse), Rösch, Langer, Lange, Stauffer, Müller, Schau (71. Leibelt)

Tore: 0:1 Lange (59. Foulstrafstoß), 0:2 Fiedler (72.)

Zuschauer: 632

Trainerstimmen:

Philipp Seeland (FSV Wacker 90 Nordhausen):

Glückwunsch an den FC Carl Zeiss für einen verdienten Sieg. Wir haben leider nie Zugriff auf das Spiel bekommen. In der ersten Hälfte hatten wir Glück, dass wir nicht in Rückstand gerieten. Leider konnten wir physisch am Ende nichts mehr mithalten und die Verletzungen haben uns ausgebremst. Jetzt ist der Fokus nach vorn auf die Oberligasaison mit dem Eröffnungsspiel am Freitag in Sandersleben gerichtet.

Dirk Kunert (FC Carl Zeiss Jena):
Ich bin zufrieden, dass wir dieses erste Pflichtspiel gewonnen haben. Ein großes Kompliment an Wacker, die Mannschaft hat leidenschaftlich gekämpft und uns das Leben schwer gemacht. Wir hätten es uns einfacher machen können, aber die Jungs haben die Ruhe behalten. Letztlich haben wir das Spiel souverän gestaltet, obwohl wir personell auf dem letzte Loch gepfiffen haben.
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