Mo, 13:46 Uhr
04.07.2005
Becker: Altmodisches Familienbild
Nordhausen (nnz). Nach einer Reihe von nnz-Beiträgen zur Thüringer Familienoffensive meldet sich nun die SPD-Landtagsabgeordnete Dagmar Becker zu Wort. Sie wirft der Landesregierung eine vorgetäuschte Familienfreundlichkeit vor.
Die geplante Familienoffensive der Landesregierung ist eine Offensive gegen die Thüringer Kindertagesstättenstrukturen, sagte die SPD-Landtagsabgeordnete Dagmar Becker. Um 50 Millionen Euro will die Landesregierung ihre Zuschüsse für Kindertagesstätten kürzen und durch eine monatliche Pauschale von 100 € pro Kind ersetzen. Die Integration behinderter Kinder und die frühe Förderung und Betreuung von Kleinstkindern findet in dem Konzept gar keine Erwähnung. Den Kindertagesstätten wird die Hälfte der direkten Mittel gestrichen, die Folge werden steigende Elternbeiträge sein.
Das Konzept gehe laut Becker von einem altmodischen Familienbild aus, bei dem die Aufgabe der Frauen ausschließlich Heim, Herd und Kinder seien. Durch die vorgesehenen Einsparungen werden die Kommunen nicht mehr in der Lage sein, in der bisherigen Qualität und Quantität Betreuungsangebote aufrechtzuerhalten.
Denn das Geld, was die Eltern direkt bekommen, werde dem Kommunalen Finanzausgleich entnommen. Den Kommunen werden unter Vortäuschung von Familienfreundlichkeit die Mittel entzogen. Nachdem das Land ankündigte, sich aus der Verantwortung für die Schulhorte zu stehlen, ist dieses Kuckucksei Familienoffensive der nächste schwere Schlag gegen die Thüringer Familien und Kommunen, ist sich Becker sicher.
Autor: nnzDie geplante Familienoffensive der Landesregierung ist eine Offensive gegen die Thüringer Kindertagesstättenstrukturen, sagte die SPD-Landtagsabgeordnete Dagmar Becker. Um 50 Millionen Euro will die Landesregierung ihre Zuschüsse für Kindertagesstätten kürzen und durch eine monatliche Pauschale von 100 € pro Kind ersetzen. Die Integration behinderter Kinder und die frühe Förderung und Betreuung von Kleinstkindern findet in dem Konzept gar keine Erwähnung. Den Kindertagesstätten wird die Hälfte der direkten Mittel gestrichen, die Folge werden steigende Elternbeiträge sein.
Das Konzept gehe laut Becker von einem altmodischen Familienbild aus, bei dem die Aufgabe der Frauen ausschließlich Heim, Herd und Kinder seien. Durch die vorgesehenen Einsparungen werden die Kommunen nicht mehr in der Lage sein, in der bisherigen Qualität und Quantität Betreuungsangebote aufrechtzuerhalten.
Denn das Geld, was die Eltern direkt bekommen, werde dem Kommunalen Finanzausgleich entnommen. Den Kommunen werden unter Vortäuschung von Familienfreundlichkeit die Mittel entzogen. Nachdem das Land ankündigte, sich aus der Verantwortung für die Schulhorte zu stehlen, ist dieses Kuckucksei Familienoffensive der nächste schwere Schlag gegen die Thüringer Familien und Kommunen, ist sich Becker sicher.

