eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Fr, 14:13 Uhr
19.06.2020
Freistaat unterstützt bei Anschaffung von Endgeräten

Mehr Geld für digitale Bildung

In Nordhausen diskutierte man diese Woche lebhaft über das Für und Wider digitaler Endgeräte im Schulunterricht, insbesondere die drängende Frage: Wer soll's bezahlen? Zum Thema gab es heute eine Meldung aus dem Erfurter Regierungsviertel...

Bildungsminister Helmut Holter hat heute für die Zusatzvereinbarung mit dem Bund zum Sofortausstattungsprogramm des Digitalpakts Schule unterzeichnet. Diese regelt die Verteilung der vom Bund in der Coronakrise bereitgestellten zusätzlichen 500 Millionen Euro zur schnellen Ausstattung der Schulen mit digitalen Endgeräten und ist in den vergangenen Wochen von der Kultusministerkonferenz und dem Bund ausgearbeitet worden. Das Geld soll Schulträgern zur Verfügung gestellt werden, um Geräte vor allem für benachteiligte Schülerinnen und Schüler anzuschaffen. So soll das Distanzlernen unterstützt werden.

Anzeige Refinery (lang)
„Das 500-Millionen-Programm für digitale Endgeräte ist wichtig und muss zügig umgesetzt werden“, sagt Bildungsminister Helmut Holter. „Thüringen hat dafür seine Hausaufgaben gemacht und wird weiter alles dafür tun, damit das Programm gemeinsam mit den Schulträgern so schnell wie möglich in Thüringen zum Tragen kommt. Nun ist der Bund noch einmal am Zug und muss das Geld freigeben. Unsere Förderrichtlinie des Landes liegt praktisch fertig in der Schublade. Wir werden nun mit den Kommunen schnell darüber ins Gespräch kommen, wie das weitere Procedere ist. Entsprechende Schreiben an die kommunalen Spitzenverbände werden heute noch verschickt.“

Wenn alle Länder die Zusatzvereinbarung unterzeichnet haben, kann die Bundesbildungsministerin für den Bund die Zusatzvereinbarung unterzeichnen und den Bundestag informieren. Dann kann das Geld bereitgestellt werden. „Die Kommunen wissen also alsbald, womit sie demnächst planen können, und könnten bereits in Kürze die Anschaffung der Endgeräte vorbereiten“, so Bildungsminister Helmut Holter.

Minister Holter begrüßt zudem das vom Bund zusätzlich angekündigte zweite 500-Millionen-Euro-Paket zur Ausbildung und Finanzierung von IT-Administratoren an Schulen: „Der Bund hat erkannt, dass es nicht reicht, Geräte zur Verfügung zu stellen. Geräte und Infrastruktur müssen auch vernünftig administriert werden können. Dafür ist das neue Programm ein wichtiges Signal.“ Zur genauen Ausgestaltung des Programms beginnen nun, analog zum ersten 500-Millionen-Euro-Zusatzprogramm, die Beratungen zwischen KMK und Bund.

Die 500 Millionen Euro des Zusatzprogramms zum Digitalpakt werden auf die Bundesländer nach dem Königsteiner Schlüssel verteilt. Das Land leistet dazu einen Eigenanteil von zehn Prozent. Für Thüringen stehen also rund 14 Millionen Euro zur Verfügung.
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
harzwj
19.06.2020, 15:55 Uhr
"Digitalpakt Schule"...,
durch "Corona" wurde so manches, drengende Problem unseres täglichen Lebens deutlich. Probleme, über die die "Politik", auch im Freistaat Thüringen, bereits über jahrzehnte spricht, nur bewegt hat sich an manchen Stellen recht wenig. So lange, in Bezug auf das Sachthema "Digitalpakt Schule" diskutiert wird und sich nichts an der Erschließung des ländlichen Raumes und der Stadtrandgebiete mit Breitband/ schnellem Internet spürbar was zum positiven ändert, wird es wohl noch sehr lange dauern, bis man von Breitenerfolg reden kann. Es bleibt nur zu hoffen, dass an den drängenden Themen durch die zuständigen Fachgremien im Land und im Landkreis zeitnah gearbeitet wird. Denn, "digitales Mittelalter" gibt es nicht nur in Sophienhof und das in 2020!
W. Jörgens
DonaldT
19.06.2020, 20:50 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Anm. d. Red.: Gehört nicht zum Thema
altmeister
20.06.2020, 21:15 Uhr
Bildung mit Einschränkungen?
Alles schön und gut, jedoch ist meiner Meinung nach schon der Fehler gegeben, wenn sich auf bestimmte Hardware mit einem exclusiven Betriebssystem festgelegt wird, das ist kontraproduktiv, nicht zeitgemäß und gibt der ganzen Sache ein gewisses Geschmäckle.
Gibt es denn keinen, unter den hochbezahlten IT-Experten im öffentlichen Dienst / den Hochschulen in Thüringen, der da plattformübergreifend eine Software entwickeln kann?
Wenn nicht, so ist Schämen angesagt.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)