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Fr, 11:45 Uhr
19.06.2020
Bürgerinitiative am August-Bebel-Platz gegründet

Anwohner werden aktiv im "August"

In der Vergangenheit hat sich die Nachbarschaft am August-Bebel-Platz durchaus rege gezeigt. Sei es bei Umfragen zu bestimmten Themen im Stadtquartier, bei Solidaritätsaktionen zu Beginn der Corona-Pandemie oder, wie kürzlich zum Reizthema Parkhaus, beim kraftvollen Einstehen für die Gestaltung der Wohn- und Lebensbedingungen im Stadtzentrum...

Logo der Bürgerinitiative "August" (Foto: BI "August") Logo der Bürgerinitiative "August" (Foto: BI "August")


Nun formieren sich die Anwohner in einer neuen Bürgerinitiative mit dem schlichten Namen „August“, angelehnt an den Namensgeber des Platzes.

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In den kommenden Tagen und Wochen will man zum Mitmachen werben. Dafür werden alle interessierten Anwohner aufgerufen, sich via Mail bei BIAugust@gmx.de zu melden oder die beigefügte Bereitschaftserklärung auszufüllen und ab Samstag in den dafür vorgesehenen Briefkasten am August-Bebel-Platz 20 (neben Teestube) einzuwerfen.

„Wichtig ist uns, die Gestaltung des Platzes in ein Gesamtkonzept einzubinden. Ein Konzept, das dieser Platz, diese Stadt und ihre Bewohner verdient haben. Das Potenzial „August-Bebel-Platz“ darf nicht für ein Parkhaus verschenkt werden. Dabei sind wir auf die Ideen, Anregungen und auch auf die Kritik der Nachbarschaft angewiesen. Bitte helfen Sie uns, dieser Stadt ein neues Gesicht zu verleihen.“, sagt Niels Weißenborn, einer der Gründungsmitglieder der Bürgerinitiative.

Der Bürgerinitiative schwebt unter anderem eine Veränderung der Schotteroberfläche sowie die Herstellung eines Zustandes ähnlich dem der Jahre nach 1910 vor - also mehr Grünflächen und mehr Bäume und dennoch Möglichkeiten für die Nutzung als Parkraum und für Veranstaltungen.

„Viele Jahre wurde den Anwohner gesagt, dass die Oberfläche des August-Bebel-Platzes alternativlos sei. Man hat die Menschen quasi im Staub und Dreck sitzen lassen. Die Parkhauskonzeption hat nun gezeigt, dass es sehr wohl Alternativen gibt. Das spornt uns an Perspektiven für diesen historischen Platz aufzuzeigen.“, sagt Alexander Scharff, ebenso Anwohner und Gründungsmitglied.

„Augusts“ nächste Schritte sind:
  • Interessenten einbinden und zum Mitmachen anregen
  • Mobilisierungsfähigkeit und demokratische Abstimmungsprozesse durch Mailverteiler und WhatsApp-Gruppen herstellen
  • Weiterführung der Diskussion zum Parkhaus und der Zukunft des Platzes in digitaler Form und beispielsweise auf Bürgerversammlungen direkt auf dem August-Bebel-Platz
  • Teilnahme an Bürgerforen u.a.
  • allgemeine Aktionsplanung
Autor: red

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Kommentare
DDR-Facharbeiter
19.06.2020, 13:11 Uhr
Weckruf vom August
Seit dem Plan "Nordhausen im Aufbau" des Nationalen
Aufbauwerks von 1956 habe ich keine "Verkehrs-, Raum- oder Grünraum-Planung" der Stadtverwaltung mehr zu lesen bekommen.
Im Jahre 1989 ist schon einmal von den Demonstranten auf dem August-Bebel-Platz ein Weckruf an die Regierenden ergangen.
Höchste Zeit für einen Plan :
"Lenkung des Verkehrs, Parkplatz-Bedarf, Grünflächen und Klimaschutz ".
Aktuell: 1.Bürgergerechte Gestaltung "August-Bebel-Platz"
2. Entlastung Anwohner Frankenstrasse).

August, stell den Wecker !
Paulinchen
19.06.2020, 17:44 Uhr
Nun, das ist es doch....
... an der Zeit, dass sich Verantwortlichen der Stadtverwaltung Nordhausen, mit dem Ing. HOYER dringend unterhalten.

Dessen Gedanken zum Parkplatzproblem in der Rolandstadt, können ja durchaus der Schlüssel zum Erfolg sein. Schon verblüffend, dass es dabei noch eine Win win Situation für die Stadt Nordhausen gibt. Somit wäre der A. B. Platz am Ende noch ein Kleinod für die Anlieger und Bürger der Stadt Nordhausen.
Marco Müller-John
19.06.2020, 17:55 Uhr
....Stadtplanung ist ein langfristiger Schuß ins Blaue
Aufgabe jeglicher Stadtplanung ist die perspektivische und langfristige Entwicklung von städtischen Quartieren im Kontext zu den Bedürfnissen. Was bei der ganzen Diskussion zu kurz kommt, ist doch mehr als Parkplatz und schlecht besuchter Jahrmarkt, hier nur einige Punkte:
1. Wo werden in Zukunft die E Autos geladen in diesem Quartier (Liegen dann Strippen über den Gehsteig an den Mietshäusern ?)
2. Bei einer stärkeren Nutzung und Taktung des ÖPNV und der elektrischen Fahrradrevolution, wie viele Autos sind dann noch in diesem Quartier.
3. Können alle engen Strassenzüge um dem Augut Bebel Platz mit Ladesäulen vandalismusfrei ausgestattet werden ?
4. Bei weniger Parkplätzen durch weniger Autos, lohnt sich dann noch ein mehrgeschossiges Parkhaus ?
5. In diesem räumlichen Zusammenhang: Benötigt die FH einen Strassenbahnanschluss als stark frequentierter Standort ?

Nur in Erinnerungen zu schwelgen, vom Tümpel , über DEMOS und Jahrmarktsfläche ist doch eher kurz gedacht.
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