Sa, 09:42 Uhr
13.06.2020
IHK-Umfrage
Mit Kreativität und Flexibilität gegen die Krise
Um die Geschäftstätigkeit trotz der gravierenden Auswirkungen der Corona-Pandemie aufrechtzuerhalten, haben zahlreiche regionale Unternehmen auf unterschiedliche, teils kreative Maßnahmen zurückgegriffen...
Gut jeder dritte Betrieb stellte sein Geschäftskonzept auf andere Produkte, Prozesse oder Kundengruppen um oder fokussiert nun neue Absatzmärkte und –wege. Das ergab eine branchenübergreifende Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt unter rund 400 Unternehmen des Kammerbezirkes.
Die einschneidenden Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben die Wirtschaft branchenübergreifend hart getroffen. Einige Unternehmen konnten aus der Not jedoch eine Tugend machen, berichtet IHK-Hauptgeschäftsführerin Dr. Cornelia Haase-Lerch. So hätten 35 Prozent der befragten Firmen ihr Geschäftsmodell sehr schnell umgebaut. Mit anderen Produkten, veränderten Prozessen oder neuen Services konnten so neue Kunden gewonnen oder andere Absatzmärkte erschlossen werden. Die Palette reiche dabei von der Umstellung der Produktion von Textilien auf Schutzkleidung oder Gesichtsmasken über die Entwicklung neuer Oberflächenbeschichtungen zur Abwehr von Viren und Bakterien bis hin zur Herstellung von Desinfektionsmittelhalterungen. Viele Unternehmen verlagerten die Beratung und den Verkauf auf digitale Kanäle.
Man kann aktuell den Kopf hängen lassen oder überlegen, wie man mit kreativen Ideen und der Umstellung der Kapazitäten in der Krise helfen kann, berichtet Thomas Mack, Geschäftsführer der ruhlamat GmbH aus Marksuhl. Das Maschinenbauunternehmen mit einem Produktionsstandort in Suzhou, China, stellte in kürzester Zeit seine Produktion um und entwickelte Produktionsanlagen für verschiedene Atemschutzmasken. Die Nachfrage war immens und wir konnten nach und nach aus der geplanten Kurzarbeit aussteigen, erklärt Mack.
Allerdings besteht nicht für jede Firma die Möglichkeit, den Geschäftsbetrieb unter den veränderten Bedingungen weiterhin aufrecht zu erhalten. Um die finanziellen Auswirkungen der Einschränkungen abfedern zu können, sucht jedes zweite Unternehmen nach Einsparpotenzialen, erklärt die IHK-Chefin. Dabei würden vor allem Investitionsentscheidungen auf den Prüfstand gestellt und nach hinten verschoben oder im schlimmsten Fall sogar gestrichen. Aber auch bei Personalplanungen müssten die Betriebe vermehrt den Rotstift ansetzen.
Im Rahmen der DIHK-Blitzumfrage zu den Auswirkungen des Coronavirus wurden im Mai 2020 branchenübergreifend 400 Unternehmen des Kammerbezirks befragt.
Autor: redGut jeder dritte Betrieb stellte sein Geschäftskonzept auf andere Produkte, Prozesse oder Kundengruppen um oder fokussiert nun neue Absatzmärkte und –wege. Das ergab eine branchenübergreifende Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt unter rund 400 Unternehmen des Kammerbezirkes.
Die einschneidenden Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben die Wirtschaft branchenübergreifend hart getroffen. Einige Unternehmen konnten aus der Not jedoch eine Tugend machen, berichtet IHK-Hauptgeschäftsführerin Dr. Cornelia Haase-Lerch. So hätten 35 Prozent der befragten Firmen ihr Geschäftsmodell sehr schnell umgebaut. Mit anderen Produkten, veränderten Prozessen oder neuen Services konnten so neue Kunden gewonnen oder andere Absatzmärkte erschlossen werden. Die Palette reiche dabei von der Umstellung der Produktion von Textilien auf Schutzkleidung oder Gesichtsmasken über die Entwicklung neuer Oberflächenbeschichtungen zur Abwehr von Viren und Bakterien bis hin zur Herstellung von Desinfektionsmittelhalterungen. Viele Unternehmen verlagerten die Beratung und den Verkauf auf digitale Kanäle.
Man kann aktuell den Kopf hängen lassen oder überlegen, wie man mit kreativen Ideen und der Umstellung der Kapazitäten in der Krise helfen kann, berichtet Thomas Mack, Geschäftsführer der ruhlamat GmbH aus Marksuhl. Das Maschinenbauunternehmen mit einem Produktionsstandort in Suzhou, China, stellte in kürzester Zeit seine Produktion um und entwickelte Produktionsanlagen für verschiedene Atemschutzmasken. Die Nachfrage war immens und wir konnten nach und nach aus der geplanten Kurzarbeit aussteigen, erklärt Mack.
Allerdings besteht nicht für jede Firma die Möglichkeit, den Geschäftsbetrieb unter den veränderten Bedingungen weiterhin aufrecht zu erhalten. Um die finanziellen Auswirkungen der Einschränkungen abfedern zu können, sucht jedes zweite Unternehmen nach Einsparpotenzialen, erklärt die IHK-Chefin. Dabei würden vor allem Investitionsentscheidungen auf den Prüfstand gestellt und nach hinten verschoben oder im schlimmsten Fall sogar gestrichen. Aber auch bei Personalplanungen müssten die Betriebe vermehrt den Rotstift ansetzen.
Im Rahmen der DIHK-Blitzumfrage zu den Auswirkungen des Coronavirus wurden im Mai 2020 branchenübergreifend 400 Unternehmen des Kammerbezirks befragt.


