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Sa, 17:23 Uhr
18.06.2005

nnz-Kurznews am Wochenende (1)

Nordhausen (nnz). Was in Thüringen an diesem Samstag in Thüringen und Deutschland so alles los war, das hat die nnz für Sie zusammengetragen. Mit einem Klick auf MEHR sind auch Sie im Bilde.


Zoos in Gefahr
Die Zoos und Tierparks in Thüringen hadern mit der Umsetzung neuer EU-Richtlinien für die artgerechte Haltung von Wildtieren. Etliche Gehege in den 28 Tierparks müssen demnach vergrößert und umgebaut werden, doch meist fehlt das Geld dazu, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa ergab. Allerdings hat die EU Sanktionen bis hin zur Schließung angedroht. Die meisten Auflagen muss Thüringens größter Zoo in Erfurt erfüllen. Die dafür eingeräumten zwei Jahre reichten jedoch nicht aus, sagte Zoopark-Chef Norbert Neuschulz.


Neue Lehrerjobs in Sicht
Die Landesregierung will zum neuen Schuljahr 500 Lehrer einstellen. 125 Stellen sollen befristet für Erziehungsurlaub hinzukommen. Parallel dazu gehen zwischen 800 und 1000 Pädagogen in den Ruhestand, bestätigte Kultusministeriums-Sprecher Detlef Baer einen Bericht einer Thüringer Tageszeitung vom Samstag. Zudem hätten 1200 Lehrer Antrag auf Altersteilzeit gestellt. Baer wies Kritik von SPD und Gewerkschaften wegen zu wenigen Neueinstellungen zurück. Bis 2009 sinken in Thüringen noch die Schülerzahlen.


Tödlich verletzt
Ein Fußgänger ist in der Nacht zum Samstag auf der A 4 in Richtung Dresden nahe Leinatal im Landkreis Gotha von einem Lastwagen erfasst und tödlich verletzt worden. Der Mann hatte nach Angaben der Polizei versucht, die Fahrbahn zu überqueren. Warum er zu Fuß auf der Autobahn unterwegs war, stand zunächst nicht fest. Auch die Identität des Mannes blieb vorerst ungeklärt. Bei einem Unfall mit acht Fahrzeugen auf der A 4 Richtung Dresden sind in der Nacht zum Samstag nahe Apolda im Landkreis Weimarer Land vier Menschen verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, war ein 21-Jähriger aus bislang ungeklärter Ursache mit seinem Wagen gegen die rechte Leitplanke geprallt. Das Auto kam unbeleuchtet auf der Fahrbahn zum Stehen. Ein Lastwagen und sieben weitere Autos fuhren daraufhin in die Unfallstelle. Der 21-Jährige wurde schwer, drei Insassen der anderen Autos leicht verletzt.


Wallfahr für Kranke und Behinderte
Etwa 600 Kranke und Behinderte haben heute bei einer Wallfahrt in Leinefelde im Eichsfeld Trost und Mut für ihre Leiden gefunden. Das Thema lautet in diesem Jahr „Bleibe bei uns, Herr“. Der Erfurter Bischof Joachim Wanke hatte am Vormittag in der Bonifatiuskirche das Pontifikalamt gefeiert. Nach dem Gottesdienst ist bei einem Kaffee Gelegenheit zum Gespräch und zur Begegnung.


Buh-Rufe für Oskar
Ex-SPD-Chef Oskar Lafontaine ist beim Parteitag der nordrhein-westfälischen WASG in Köln mit Buh-Rufen und Pfiffen empfangen worden. „Wir können uns hier kein Diktat von Oskar Lafontaine gefallen lassen”, rief ein Delegierter. Lafontaine soll nach dem Wunsch der WASG-Führung die NRW-Liste für die Bundestagswahl anführen. Die WASG hält auch in Bayern, Berlin, Brandenburg, Sachsen und Thüringen Landesparteitage ab. Die PDS trifft sich in Berlin und Sachsen-Anhalt zu Parteikongressen zum Thema Linksbündnis.


Mehr Macht für Job-Center
Bei der Organisation der Arbeitsmarktreform Hartz IV will Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement den Job-Centern größere Kompetenzen einräumen; das schreibt der „Spiegel”. Bislang krankt die Fusion von Arbeitslosen- und Sozialhilfe daran, dass sich kommunale Sozialämter und Bundesagentur für Arbeit oft gegenseitig blockieren. Nach Clements Willen sollen die Job-Center deshalb künftig weitgehend selbst über Personal und Haushalt bestimmen dürfen. Entsprechende Pläne würden im Wirtschaftsressorts geprüft.


Wurst-Museum
Von Herbert Grönemeyer besungen, vom Kanzler geliebt und nach gängiger Überlieferung von der Berlinerin Herta Heuwer erfunden: In der Hauptstadt soll am 30. März 2006 das Deutsche Currywurst Museum öffnen. Geplant ist eine Multimedia-Ausstellung. Das Museum soll privat finanziert und ohne Werbung gestaltet werden. Currywurst werde es dort natürlich auch geben, kündigte eine Sprecherin an. Den Ort nannte sie noch nicht. Ein Denkmal hat die Spezialität bereits - eine Tafel im Stadtteil Charlottenburg.


Nicht finanzierbar
Sozialministerin Ulla Schmidt hält die von DGB und Sozialverbänden geforderte Bürgerrentenversicherung für falsch und unfinanzierbar. Der „Neuen Osnabrücker Zeitung” sagte Schmidt zur Begründung, eine Bürgerrente unter Einbeziehung von Beamten und Selbständigen löse langfristig kein Problem. Aus Zahlern würden mal Leistungsempfänger, das sei bei genauer Betrachtung eine teure Angelegenheit. Der Union warf die Ministerin vor, die Rentenleistungen um 20 Milliarden Euro kürzen zu wollen.
Autor: nnz

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