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Do, 13:47 Uhr
16.06.2005

Zum dritten Mal unterwegs

Nordhausen (nnz). Schönstes Wetter mit schönstem Himmel – das ist ein Flair mit dem sich alle Dörfer wohl gern umgeben wollen. Für zwei Kommunen im Landkreis Nordhausen war es das passende Ambiente für einen Wettbewerb...


Sommerwetter vom Feinsten bot sich einer Jury, als diese wegen des Kreiswettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ zur dritten Bereisung nach Hainrode und Niedergebra aufbrach. Schon bei der Vorstellung von Vergangenheit und Gegenwart Hainrodes, des zauberhaft am Fuße des dichtbewaldeten Höhenzuges der Hainleite gelegenen kleinen Ortes durch den Bürgermeister Ernst Rilk war man gespannt, was sich in letzter Zeit zwischen den Erhebungen Wöbelsburg, Kain und Gatterberg verändert hat. Die Gemeinde ist wesentlich vom Tourismus geprägt. Bereits 1989 erhielt sie die Anerkennung zum „Staatlich anerkannten Erholungsort“ und gehört so zu den 40 in der Bundesrepublik Deutschland. Kurze oder längere Aufenthalte sind in diesem Hainleiteort in 4 privaten Ferienwohnungen und dem gemeindlichen Eigenbetrieb Erholungszentrum „Teichtal“.

Die 376 Einwohner leben in gesunder Umgebung. Wiesen, Wasser, Wald sind nahe, Wanderwege allüberall. In der Gemeinde gibt es 9 aktive Vereine und Sektionen, die sich auch der Traditionspflege verschrieben haben. Ob Kindergarten, Schule, Einkaufsmöglichkeit oder Sozialstation, medizinische Versorgung, Festhalle oder Sportplatz, die Lebensqualität in der schönen Hainleite-Gemeinde hat sich seit der letzten Teilnahme 1991 am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“, bei dem die Gemeinde den 1. Platz erreichte, deutlich verbessert.

Im Anschluss fuhr die Jury in die Gemeinde Niedergebra, die sich zum zweiten Mal an solch einem Wettbewerb beteiligt. Ein ganz anderes Orts- und Landschaftsbild bietet sich hier. Während Hainrode, eingebettet in der Hainleite, sich hauptsächlich dem Tourismus widmet, kann Gevere - so hieß Niedergebra 1162 bei der ersten urkundlichen Erwähnung - zwischen dem Landschaftsschutzgebiet der Bleicheröder Berge und dem Dün-Helbetal auf 18 Gewerbetreibende verweisen. Während in Hainrode der dienstälteste Bürgermeister regiert, ist es mit Burgunde Krumm in Niedergebra die Dienstjüngste, denn sie „residiert“ erst seit Juli 2004.

Wünsche und Visionen gilt es auch hier zu verwirklichen. In Niedergebra sind es die Apostelbrücke und der Park. Die Apostelbrücke, der älteste Übergang über die Wipper, ist stark beschädigt und bedarf dringendst, um Mensch und Tier ans andere Ufer zu bringen, der Sanierung. Im Park, 1933 von Lehrer Schröter angelegt und dem Einwohner Albert-Leo Schlageter gewidmet, soll das Denkmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges und dem Kreuz für eben diesen Bürger der Gemeinde wieder aufgestellt und der Park neu gestaltet werden. Dies ist nicht nur der Wunsch der Bürgermeisterin, sondern vieler der 820 Einwohner der Kommune. Außerdem soll die Theaterbühne am Park restauriert und wieder ihrer Bestimmung übergeben werden.

Viele Anfragen Wohnungssuchender gibt es. Diese Wünsche kann die Bürgermeisterin nicht erfüllen, denn in Niedergebra gibt es derzeit keine leerstehenden Wohnungen. Niedergebra ist ein unterschätztes Kleinod im Tal zwischen den Bleicheröder Bergen und der Hainleite. Autofahrer, die lediglich auf der B 80 hier durchfahren, erkennen nicht das Idyllische dieses Ortes. Mit seinen interessanten Bau-, Boden- und Flächendenkmalen, wie z. B. der Evangelischen Kirche „St. Johannes“, dem ehemaliges Wasserschloss „Blauer Hof“, den 4 Sühnekreuzen, der Wallanlage Reinhardtsberg und den Sülzequellen gehört Niedergebra zu den attraktiven Orten in der Region.

Mit einer Schule, einem Kindergarten mit 64 Kindern im Alter von 1 - 6 Jahren, einem Kinderdorf, 4 Gaststätten und einem regen Vereinsleben hat Niedergebra vieles, was ein Dorf mit Zukunft braucht. Für das Industriegebiet Hünfeld wünschen sich Bürgermeister Rilk und Bürgermeisterin Krumm mehr Interessenten. Beide hoffen auf eine baldige Fertigstellung des Autobahnzubringers zur A 38, der L 1011, der sowohl Investoren, als auch Urlauber in die Region bringt. Man erkennt bereits, dass es der Wettbewerbskommission bisher in keinem der bisher 4 bereisten Orte leicht gemacht wurde und dass sich auch Hainrode und Niedergebra gut vorbereitet dieser Herausforderung stellten. Heute führt die Jury ihre vierte und letzte Bereisung in Friedrichsthal und Hörningen durch.
Autor: nnz

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