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Do, 13:09 Uhr
16.06.2005

Fit für das Harzfest

Ilfeld (nnz). Am Wochenende kommen die Waldarbeiter nicht zum Feiern nach Ilfeld, sondern zum Gewinnen. 30 Teilnehmer werden Bäume entasten und um die Wette hacken. Vorbereitet ist alles. Was die Starter erwartet und weiteres zum Harzfest, hat die nnz hier für Sie.

Fit für das Harzfest (Foto: nnz) Fit für das Harzfest (Foto: nnz)

Der Parcours für die Waldarbeitermeisterschaft ist vorbereitet. Am Ilfelder Bahnhof werden Starter aus Thüringen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen gegeneinander sägen. Die acht Auszubildenden des Forstamt Ilfeld hatten bei den schon zwei Wochen dauernden Vorbereitungen kräftig mit angepackt. Zur Belohnung durften sie heute schon mal testweise auf die Strecke. Fünf der jungen Männer treten am Sonntag mit Axt und Motorsäge an. „Die Konkurrenz schläft nicht, aber wir haben bei Harzfesten bisher immer sehr gut abgeschnitten.“ macht Ausbilder Lutz Kohlmann den Jungs Mut. Beim zweiten Harzfest in Thüringen 2002 in Neustadt gewann Steffen Bruns vom Forstamt Ilfeld in der Jugendklasse. Damit es gerecht zugeht, wird in Auszubildende und Erwachsene unterteilt. Dank der Sponsoren Stihl und Dolmar gibt’s für beide Erstplazierten eine Motorsäge. „Ein echter Ansporn für die Lehrlinge.“ meint Kohlmann. Nicht nur aus Ilfeld, auch aus Buchholz, Sülzhayn und Hohenebra kommen die Thüringer Teilnehmer. Unternehmen aus der Region unterstützen den Wettbewerb mit Preisen und bei der Vorbereitung.

Damit niemand betrügen kann, wurden heute die Schiedsrichter geschult. Revierleiter aus dem Einzugsgebiet des Forstamtes übernehmen diese verantwortungsvolle Aufgabe. Peter Köhler, Arbeitslehrer an der Landeswaldarbeiterschule Gehren und der ehemalige stellvertretende Schulleiter Busse erklärten, worauf besonders geachtet werden muß. Amtsleiter Klaus Wilhelm Brüggemann und seine Revierleiter diskutieren interessiert die Anforderungen.

Neben einer möglichst kurzen Zeit kommt es vor allem auf Fehlerfreiheit an. Beim Entasten speziell vorbereiteter Wettkampfstämme dürfen zum Beispiel nur 5 mm große Grate überbleiben bzw. genauso tief ins Holz geschnitten werden, sonst gibt’s Punktabzug. Zeit ist nicht alles, lieber etwas langsamer und dafür sorgfältiger arbeiten, rät Lutz Kohlmann den Lehrlingen Tobias und Martin. Nachdem sie ihre Motorsägen kontrolliert hatten, durften sie zeigen, wie ein schöner glatter Stamm aussehen muß. Hektik ist auch beim Kombinations- und Präzisionsschnitt fehl am Platz. Hierbei müssen von markierten Stämmen Scheiben von 3 bis 8 cm Breite abgesägt werden, mit möglichst wenig Versatz und ohne Kratzer auf der markierten Präzisionsschnittplatte zu hinterlassen.

Die Disziplinen werden ebenfalls bei den alle zwei Jahre stattfindenden Thüringer Waldarbeitermeisterschaften geprüft. Auf Grund des hohen Aufwandes wurde aber die Disziplin Baumfällen aus dem Programm genommen. „Diese Meisterschaft soll vor allem Spaß machen.“ so Kohlmann. Für Deutsche- oder Europameisterschaften kann man sich hier nicht qualifizieren. Zum dritten Mal ist das Forstamt Ilfeld der Ausrichter der Harzer Waldarbeitermeisterschaft. In Zukunft wird das Amt in Bleicherode diese Aufgabe mit übernehmen. Vorerst bleibt das Forstamt Ilfeld aber als Ausbildungsstätte erhalten.

Für die Freunde rasselnder Kettensägen lohnt sich also der Besuch auf dem 13. Harzfest. Natürlich kommen auch die Heimat- und Folklorefans auf ihre Kosten. Mit rund 1700 Mitwirkenden zieht am Sonntag der Festumzug durch Ilfeld. Zahlreiche Stände und Handwerker laden zum Schauen und Kaufen ein. Es wird eine Glocke gegossen und die Harzkönigin gekrönt, außerdem erfahren die Besucher am Sonntag, welche Gemeinde im nächsten Jahr das Harzfest ausrichten darf. Im Festzelt wird am Abend bekanntgegeben, welche Harzer Waldarbeiter die Besten sind. Vielleicht sind wieder welche aus der Region dabei.
Autor: wf

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