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Fr, 14:49 Uhr
15.05.2020
Eine Bewohnerin der GU wurde ins Südharz Klinikum gebracht

Corona-Verdacht im Flüchtlingsheim

Landrat Matthias Jendricke hat heute Mittag eine Sondersitzung des Pandemie-Krisenstabs einberufen. Aufgrund des Verdachts einer Corona-Infektion hat das Gesundheitsamt die Flüchtlingsgemeinschaftsunterkunft in Sülzhayn vorsorglich unter Quarantäne gestellt...

Corona (Foto: oas) Corona (Foto: oas)


Eine Bewohnerin der GU wurde ins Südharz Klinikum eingeliefert und es kann derzeit eine COVID-19-Infektion nicht ausgeschlossen werden. Ein Abstrich erfolgte sofort bei der Einlieferung, der derzeit im Labor untersucht wird. Das Testergebnis wird frühestens am Abend erwartet. Das Gesundheitsamt hat dennoch bereits heute vorsorglich von den Bewohnern und dem Personal vor Ort Abstriche genommen, die noch am Wochenende im Labor untersucht werden.

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In der Einrichtung leben derzeit rund 50 Bewohner. Es handelt sich um Familien, die innerhalb des Gebäudes in kleineren Wohneinheiten leben. Der Landkreis hat das Gelände der Gemeinschaftsunterkunft vorsorglich abgesperrt und das Objekt wird rund um die Uhr bewacht. Je nach dem Ausgang der Laboruntersuchungen hat die Landkreisverwaltung verschiedene Szenarien und die dafür erforderlichen Schritte vorbereitet, beispielsweise zu möglichen Ausweichquartieren für gesunde Bewohner. Bei einer positiven Befundlage wird das Gesundheitsamt wie gewohnt die Kontaktpersonen der Betroffenen nachverfolgen und die erforderlichen Quarantänefestlegungen treffen.

Ein weiterer Infektionsfall wurde gestern bestätigt, dieser Fall hat allerdings nichts mit der Einrichtung in Sülzhayn zu tun. Bei diesem inzwischen 60. betätigten Infektionsfall im Landkreis Nordhausen liegt die Infektionsquelle außerhalb des Landkreisgebietes. Die Zahl der Genesenen liegt inzwischen bei 44. „Aufgrund der bisher niedrigen Anzahl von Neuinfektionen von jeweils einem Fall pro Woche in den zurückliegenden drei Wochen sieht das Gesundheitsamt die Infektionsgefahr im Landkreis als niedrig an“, so Matthias Jendricke. „Und dennoch werden wir weiterhin in jedem Einzelfall entschlossen handeln müssen, um die Virusübertragung fortlaufend zu unterbrechen.“
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Kommentare

15.05.2020, 18.46 Uhr
N. Baxter | Warum
muss das Gebäude/Gelände bewacht werden?

4   |  3     Login für Vote
15.05.2020, 20.28 Uhr
Wiejerschderfer | Vielleicht..
...damit es nicht zu denselben Zuständen kommt wie in Suhl oder Halberstadt. Da ist man auch nicht weit gekommen mit schlüssigen Argumenten

5   |  2     Login für Vote
16.05.2020, 10.58 Uhr
Krankeschwester | Vorsorgliche Abstriche?
Kann mir jemand sagen, warum hier vorsorgliche Abstriche gemacht wurden, wenn letztendlich doch die gesamte Einrichtung unter Quarantäne gesetzt wird? Bei Pflegepersonal und Ärzten ist das leider nur unter Angabe von Symptomen möglich...

7   |  2     Login für Vote
16.05.2020, 15.14 Uhr
Harzforelle | Nicht bestätigt!!!
Verdacht hat sich nicht bestätigt!!!

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16.05.2020, 21.36 Uhr
Hallogemeinde | Nicht bestätigt oder vertuscht?
Das ist ein gravierender Unterschied!!!

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17.05.2020, 10.17 Uhr
Kelly | Quarantäne und die Folgen
In der Haut der rund 50 Bewohner
in Sülzhayn möchte ich nicht stecken
oder gesteckt haben.
Sicher werden etliche der Meinung sein,
was wollen die hier auch.

Nehmen wir beispielsweise zur Anschauung
einmal ein Mehrfamiliehaus mit 4 Familien,
darunter auch Kinder.
Plötzlich tritt ein Corona-Verdachtsfall ein,
woher auch immer.
Gesundheitsamt und Polizei erscheinen
und das Grundstück wird mit verschraubten
Bauzäunen umstellt.
Nichts geht mehr, alle unter Quarantäne
und mit der Aussicht auf zwei Wochen
praktisch eingesperrt zu sein.
Kein Einkaufen, keine Schule uvam!
Verbrauchen jetzt alle ihre sorgsam
angelegten Notvorräte und halten Ruhe?
Auch eventuelle Spaziergänger?

Muß das Grundstück bewacht werden?

Zur Sicherheit werden alle Bewohner
getestet, auch wenn gar keiner mehr
raus darf.

Nach 2 Tagen kommt das mit Angstgefühl erwartete Ergebnis - Verdachtsfall
nicht bestätigt. Oder vertuscht?

Es werden mit Sicherheit alle erleichtert
aufatmen, einschließlich der Nachbarn.
Das leider normal eingeschränkte Leben
kann weitergehen.

So kann man sich auch die Situation in
Sülzhayn vorstellen, denn dort ist kein
Aufnahmelager wie in Suhl oder
Halberstadt.

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