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Mi, 18:34 Uhr
06.05.2020
Aus dem Hauptausschuss

Ordnungsamt wird seltener blitzen

Der Hauptausschuss des Stadtrates Nordhausen kam heute wieder unter Corona-Bedingungen im Ratssaal zusammen. Im Vordergrund standen die Geschwindigkeitsmessungen des Ordnungsamtes. Statt wie bisher an elf Tagen wird in Zukunft nur noch an acht Tagen im Monat geblitzt. Mit sinkenden Einnahmen rechnet man aber nicht…

Hintergrund sind Änderungen in der Straßenverkehrsordnung, die höhere Bußgelder vorsehen und neue Tatbestände zu Geschwindigkeitsübertretungen eingeführt haben. Trotz der Verringerung der monatlichen Messtage werde man die Kosten in Höhe von etwa 51.000 Euro decken können, erwartet Ordnungsamtsleiter Christian Kowal.

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In Absprache mit der Polizei übernimmt das städtische Ordnungsamt regelmäßig Aufgaben in der Verkehrsüberwachung, da den Beamten, auf den gesamten Nordthüringer Raum verteilt, nur wenige Ressourcen in Form von Fahrzeugen mit entsprechender Messtechnik zur Verfügung stehen.

Bei den Aktivitäten des Ordnungsamtes sei es noch nie primär darum gegangen, Einnahmen zu erzielen, erklärte Bürgermeisterin Jutta Krauth. Die Messungen vor Schulen, Kindergärten und an gewissen Schwerpunkten in den Ortsteilen dienten vor allem der Prävention und, wenn nötig, der Repression. Der Ordnungsgedanke und der Schutz der Kinder stehe klar im Vordergrund, meinte auch Oberbürgermeister Kai Buchmann. Aus der Perspektive des Ordnungsamtes ist der Effekt deutlich zu sehen: an Stellen, an denen man in der Vergangenheit 300 bis 400 Verstöße feststellen musste, komme es inzwischen in der Regel nur zu 70 bis 90 Verstößen pro Einsatz, erklärte Kowal. Der „Lerneffekt“ sei eingetreten, sodass man die Zahl der Messtage etwas senken könne.

Für das Jahr 2018 registrierte man an 108 Messtagen 8.109 Übertretungen, 2019 waren es bei 81 Messtagen insgesamt 5.519. „An den sensiblen Stellen funktioniert das Vorgehen, die Zahlen sind rückläufig und die Leute halten sich vermehrt an die Geschwindigkeitsbegrenzungen“, so der Chef des Ordnungsamtes. Im Zuge der Änderungen der StVO rechnet Kowal derweil mit mehr Rechtsstreitigkeiten, da die Obergrenzen der Geschwindigkeitsüberschreitungen Außer- wie Innerorts deutlich herabgesenkt wurden.
Angelo Glashagel
Autor: red

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Kommentare
alterNeunordhäuser
06.05.2020, 19:30 Uhr
Ich muss lachen....
Es geht nicht um Einnahmen??? Warum wird dann auf dem Darrweg oder an der Shell Tankstelle stadtauswärts geblitzt???
Das Verkehrsministerium hat mal eine Richtlinie rausgegeben, wo es heißt: an Unfall gefärdeten Stellen, oder in verkehrsberuhigten Zonen, sowie Schulen und Kindergärten.
Was aber in Nordhausen praktiziert wird, grenzt meiner Meinung nach schon an staatlich gefördertes Raubritterturm.
Ich weiß, man muss sich ja nur an die vorgeschriebene Geschwindigkeit halten, aber ehrlich, wen hat es noch nicht getroffen?
Und ich unterstelle einfach, es geht doch um die Einnahmen, sind diese nicht sogar im Haushalt eingeplant?
Wolfi65
06.05.2020, 22:07 Uhr
Ja ja
Die Sicherheit steht im Vordergrund.
Deswegen wird jetzt an wenigeren Tagen gemessen, wie sonst.
Weil man durch höhere Bußgelder das Gleiche Geld einnimmt.
Ja glauben die eigentlich noch das, was sie von sich geben?
Wenn es um die Sicherheit gehen würde, dann müssten die jeden Tag irgendwo stehen, wo es dringlich ist.
Christian Staifen
07.05.2020, 11:56 Uhr
Ich würde es besser finden
Wenn die Stadt morgens Personen vor die Schulen stellen würde, die auf die Schüler und den Verkehr achten würde!
Jupp
07.05.2020, 20:05 Uhr
Dann mal los Ordnungsamt
Jetzt hat ja das Ordnungsamt wieder Zeit für Ordnung zu sorgen.
Nehmen wir mal den Strohmühlenweg .Gehen wir von der Halleschen Strasse Richtung Zorge.Auf der hälfte muss man als Fußgänger oder auch eine Mutter mit Kinder. oder Kinderwagen den Gehweg verlassen . Gehwegplatten wurden durch die Wurzeln eines direkt am Gehweg stehenden Baums derart angehoben. Des weiteren wächst dieser direkt in die Strassenlaterne.Am nächsten Grundstück wächst ein Nussbaum erstaunlich gut in die nächste Strassenlaterne. Eine große Gefahrenquelle.Also die Strasse überqueren.Aber nächstes Problem.Aus Richtung Zorge kommend ist Strasse gesperrt.Trotzdem fahren hier sehr viele Kraftfahrer einfach durch ,ohne Rücksicht.Selbst Radfahrer die ordnungsgemäß die Strasse nutzen werden nicht selten von diesen Falschfahrern geschnitten und auch ausgehupt.
Ist dann der Gehweg auf der anderen Seite erreicht,.Ist ja alles OK. Aber nur bis man dann links abbiegt um in Richtung Violia weiter zu gehen.Schon am zweiten Grundstück ist der Gehweg durch Äste von diesem Grundstück zugewuchert.Toll? Oft steht dort auch ein grüner Transporter , sowie auch ein weißer Hundefänger parkend auf dem Gehweg.
Das ist bereits im gesamten letzten Jahr so gewesen.Wer aber ist denn dafür zuständig Kontrollen zu machen?
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