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Mi, 16:30 Uhr
06.05.2020
Heiße Diskussionen um weiteren Exit zwischen Merkel und Länderchefs

Jetzt wird bald wieder gespielt und gespeist

Mehr Kontakte möglich, alle Geschäfte wieder auf, regionale Gastronomieeröffnungen, Bundesligastart und Breitensport unter Auflagen. So lassen sich die neuen Beschlüsse der heutigen Video-Schalte von Angela Merkel und den Ministerpräsidenten zusammenfassen. Die Entscheidungen treffen aber die Länder und nicht mehr der Bund …

Berlin (Foto: oas) Berlin (Foto: oas)


„Das ist mit mir nicht zu machen“, sagte die Bundeskanzlerin letzten Donnerstag, als einige Ministerpräsidenten Lockerungen für die immer noch geschlossene Gastronomie ins Gespräch brachten. Und weil es mit ihr nicht ging, haben die Bundesländer in den letzte Tagen eigene Entscheidungen getroffen.

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In Bayern öffnen pünktlich zum Maibock-Anstich die Biergärten, Niedersachsens Ministerpräsident verkündete die Wiedereröffnung von Schulen, Hotels und Gastronomie, Sachsen-Anhalt erlaubt eigenmächtig ein Treffen von Fünfergruppen und das Fußballtraining in kleinen Gruppen. Mecklenburg-Vorpommern ermöglicht ab nächsten Montag erst den Einheimischen und ab Pfingsten allen Deutschen wieder Ostsee-Tourismus. Auch Schleswig-Holstein will Ende Mai den Tourismus wieder hochfahren.

Die anderen Bundesländer - wie auch Thüringen - haben ihre Konzepte erarbeitet und werden auf eigenen Pressekonferenzen ihre weiteren Schritte verkünden. Merkel war heute von einer eher kurzen Video-Absprache ausgegangen, nachdem die Fachministerkonferenzen seit der letzten Runde am Donnerstag Vorarbeit geleistet hatten. Aber dann musste sie ihren Folgetermin heute Nachmittag sausen lassen, weil es in der Runde der Mächtigen wohl doch mehr Gesprächsbedarf gab, als monier erhofft und eingeplant.

Die von den Länderchefs in den letzten Tagen regelrecht vorgeführte Kanzlerin Merkel verhängte eine weitere Kontaktbeschränkung bis zum 5. Juni, flankiert von der Beibehaltung der Abstandsregelungen und des zwingenden Gebrauchs von Mund-Nasen-Schutzmasken in öffentlichen Gebäuden. Erlauben musste sie schließlich, dass sich nun zwei Familien gemeinsam versammeln dürfen und dass alle Geschäfte in ihrem Regierungsgebiet wieder öffnen werden. Aus der Klärung der Frage, wie es in den Schulen und Kitas der Bundesrepublik weiter gehen wird, hat sich der Bund verabschiedet und diese Aufgabe an die Länder und ihre Regierungen überstellt. Eine Grenzöffnung zu unseren Nachbarländern wird es bis auf weiteres ebensowenig geben wie eine Erlaubnis von Großveranstaltungen vor September. Wobei es schon jetzt erste Diskussionen darüber gibt, wie groß denn „groß“ ist. Angesichts der diversen Redebeiträge ihrer Kollegen Ministerpräsidenten soll die genervte Regierungschefin geäußert haben: „Ich bin kurz davor aufzugeben.“

Bei der zu erwartenden Wiederaufnahme des Bundesliga-Fußballs stritten die Länderchefs laut BILD-Informationen länger um den Zeitpunkt, als vorher über die Öffnung von Schulen und Kitas gesprochen wurde. Letztlich soll am 15. Mai der Spielbetrieb mit Geisterspielen ohne Zuschauer wieder aufgenommen und die Saison der Bundesligen samt Pokalrunde regulär beendet werden.

Der Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport unter freiem Himmel wird ebenfalls bundesweit wieder aufgenommen, Freizeitsportler müssen sich aber an festgelegte Auflagen halten.

Für Theater, Orchester und Kinos sollen basierend auf den Erfahrungen mit den ähnlich gelagerten, und schon wieder zugelassenen, religiösen Veranstaltungen Vorschläge über die Kulturstaatssekretärin eingereicht werden, wie und wann der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann.

Wie die heute beschlossenen Lockerungen und Änderungen regional umgesetzt werden, bleibt jetzt den einzelnen Bundesländern überlassen. Bei allen schrittweisen Lockerungen entscheidet weiterhin die Anzahl der Erkrankten vor Ort, ob die Lockerungen Bestand haben werden. Alle jetzt außer Kraft gesetzten Maßnahmen können durch einen so genannten „Notfall-Mechanismus“ sofort wieder reaktiviert werden.

Professor Lothar Wieler, der Präsident des Robert-Koch-Instituts hält zudem den Zeigefinger weiter warnend in die Luft: „Ich bin sehr sicher, dass wir diese Abstands- und Hygieneregeln noch viele Monate halten müssen, um dem Virus nicht die Chance zu geben, sich wieder zu vermehren. Wir dürfen nicht davon ausgehen, dass das einfach so bleibt, denn das Virus ist noch da.“
Olaf Schulze
Autor: osch

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Kommentare
PIMI
06.05.2020, 18:24 Uhr
Ins Ausland vereisen wird uns verboten,
aber warum werden laut Abfertigern am Flughafen Leipzig immer wieder nachts Merkels Gäste hierher geflogen ?
PIMI
06.05.2020, 18:45 Uhr
,,eine genervte Kanzlerin"
kann sich doch nun gern aus ihrem kaputtgemerkelten Land verabschieden und nach Madagaskar siedeln mitsamt Ihrer Millionen AI- Gäste, die hier nach § 16 Grundgesetz gar nichts verloren haben mangels politischer Verfolgung.
Das Ganze war früher schon ein Plan und wer nicht mehr klar denken und handeln kann ist für mich weg vom Fenster
Leser D
06.05.2020, 19:39 Uhr
Pimi
Niemand hindert Sie daran, das Land zu verlassen, das ist sicher... Nur ob Sie das andere Land rein lässt, das darf bezweifelt werden. Und dazu: Zurückkommen, das wird in dem Falle auch schwieriger. Derzeit geht das nur mit anschließender zweiwöchigen Quarantäne.

Allerdings: Die Beschränkungen im privaten Bereich sind das Papier nicht Wert, auf dem sie stehen. Auch wenn das führende Regierungspolitiker derzeit kritisieren, leben wir glücklicherweise und offensichtlich noch in einem funktionierenden Rechtsstaat, in dem immer noch der Gleichheitsgrundsatz gilt und Gerichte entscheiden. Aktuelle Verfahren zu diesem Thema belegen das. Deshalb wird wohl kein Gericht in einem Verfahren jemanden verurteilen, der sich in Thüringen mit 5 Personen trifft, wenn es in Sachsen Anhalt zulässig ist.

Es besteht wohl noch etwas Hoffnung.
Paul
06.05.2020, 19:52 Uhr
PIMI...
Sehr richtig. Diese "Frau" hätte niemals Kanzlerin werden dürfen. Aber dank "Papa" Kohl ist sie es leider geworden.
Franziskus
06.05.2020, 19:58 Uhr
Ich als Rentner
habe mich in meiner gesamten Vergangenheit nie unbeliebt gemacht und nie große Schäden verursacht.
So daß ich von Niemanden angegriffen werde.
Ich kann in jeder Stadt Europas spazieren gehen,
manche nicht.
PIMI
06.05.2020, 20:02 Uhr
Geschichte wiederholt sich. leider aber wahr
Ich habe das Ganze vor knapp 30 Jahren schon einmal durchmachen müssen, dank einer norddeutschen Frau Breuel von der Treuhand. Man hat auch mich als ,,nicht überlebensfähig" eingeschätzt, beim Carl Zeiss ausgelernt und dann kommt so eine Polit-Blindniete daher und macht den Laden zu. Und jetzt das Gleiche, eine dicke zitternde genauso norddeutsche Frau, die man nach paar Minuten hinsetzen lassen muss, regiert uns mit noch größeren Polit-Blindnieten wie Von der Leyen oder AKK. Leider aber wahr.
geloescht.20250302
06.05.2020, 22:51 Uhr
Rentner hin oder her...
...Friedrich1. Sie können nicht mehr überall so einfach vor sich hinspazieren.

Das könnte in Malmö, Moolenbeek oder manchen Vierteln von London oder Paris eventuell einen Krankenhausaufenthalt oder Besuch der Pathologie nach sich ziehen, sollten Sie eventuell zu vermögend aussehen oder ein allzu modernes Smartphone zur Schau stellen.

Früher wurden Touristen vor Besuchen von Townships in Südafrika gewarnt. Heutzutage haben wir die gefährlichen Shitholes vor der Haustür und die Politiker, die diese Zustände zu verantworten haben, werden weiterhin gefeiert und gewählt.
Franziskus
07.05.2020, 00:47 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Anm. d. Red.: Gehört nicht zum Thema
Herr Schröder
07.05.2020, 08:28 Uhr
Genau die richtigen Schritte!
Maßvoll und gut überlegt! Es macht auch Sinn in den Bundesländern, wo es noch mehr infizierte gibt, vorsichtiger zu sein.

@PIMI
Schon erstaunlich, dass ihre zum Teil beleidigenden Kommentare hier einfach so durch gewunken werden. Passt zum sinkenden Niveau hier in dieser Zeitung! Man muss Angela Merkel und ihre Politik nicht mögen, aber dass sie in ihrem Kommentar ihre Krankheit bzw. ihren Körperumfang in den Vordergrund stellen zeigt wessen Geistes Kind sie sind! Wenn solche Leute wie sie erst einmal in Deutschland wieder die Macht übernehmen, Dann Gute Nacht!
PIMI
07.05.2020, 09:02 Uhr
Herr Schröder
Ich war, bin und bleibe parteilos und brauche weder eine Partei noch Macht. Und regieren sollten meiner Meinung nach nur die dafür ausgebildeten Fachleute und nicht die mit ,,richtigem" Parteibuch auserwählten ,,Eliten".
Und wenn Sie Berichte von Landespolitikern hören, was gestern bei der Machthaberin abging, dann ist zumindest mir klar, mit einer Politik von Abwarten, Aussitzen einerseits und unüberlegtem spontanen Handeln wie Atomausstieg und Grenzöffnung andererseits, fährt man das Land gegen die Wand. ,,Mit mir nicht" meint die FDJ- Agitpropagandin zum Volk und ich meine ,,mit der geht es gar nicht mehr !"
Und wenn Sie meinen schlauer zu sein, dann empfehle ich das Grundgesetz und den Amtseid Bundeskanzler zu lesen und vergleichen, was Deutschland angetan wurde/wird.
_______________________________________________
Anm. d. Red.: Damit ist die kleine Privatunterhaltung hier beendet
HUKL
07.05.2020, 12:59 Uhr
Hoffentlich geht alles gut.........
Wenn in aller Kürze wieder „gespielt und gespeist“ werden kann, werden speziell besonders die bisher alle von dieser globalen, unsichtbaren und auch sehr gefährlichen Krise Betroffenen erst einmal mächtig aufatmen!

Als vielseitiger Konsument der zu diesem sehr ernsten und ohnehin auch praktisch beherrschenden Thema rund um die Uhr stattfindenden Fernsehsendungen mit den „Experten“ aus den wichtigsten Bereichen unseres Lebens, ruhen in mir auch große Sorgengefühle! Mag sein, dass der immer größere spürbare Druck von der Öffentlichkeit zu den plötzlichen „Lockerungen“ geführt haben mag, doch das könnte in diesem Umfang auch sehr große Nachteile herauf beschwören!

Natürlich wird tatsächlich in naher Zukunft Vieles sehr anders sein. Wir werden uns alle erst daran gewöhnen müssen, dass statt bei Begegnungen mit Freunden und Bekannten nicht mehr herzliche Umarmungen aktuell sind, sondern nur noch leichte gegenseitige Fußtritte ausgeteilt werden. Die Fußballspiele der oberen Regionen werden meistens am Sonntagabend (!) ohne Zuschauer stattfinden (außer in Nordhausen, wo die überschaubaren Fans im AKS sogar den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand noch vergrößern können....). Neu ist auch, dass die jeweiligen Trainer fast alle angemeldeten Spieler des Vereins austauschen und somit präsentieren können, und das auch noch bei verkürzten Halbzeiten! Diese Neuerungen sorgen automatisch dafür, dass man nun fast durchweg jeweils kurzweilige und sehr aufregende Begegnungen sehen wird, bei denen durch die häufigen Auswechselungen auf beiden Seiten auch noch für die Aktiven, Betreuer, Zuschauer sowie Spieler, zusätzliche kurze Erholungspausen entstehen. Während bisher die Gesichtsmasken häufig nur auf der Tribüne getragen wurden, passiert das nun auch im Stadioninneren.

Nachdem die Ordnungshüter auf den Straßen die Geschwindigkeitsmessungen reduzierten, müssen sie nun ihren Dienst in die Restaurants verlagern, um nach dem Feststellen aller Personalien der dortigen Gäste in bestimmten Zeitabständen diese kurzzeitig aufzufordern, ihre Schutzmasken zu entfernen, damit sie anschließend auf Kommando essen oder trinken können!

Geht der auf die Länderebene abgegebene „Notfall-Mechanismus"wirklich auf?
geloescht.20250302
07.05.2020, 18:35 Uhr
Sinkendes Niveau?
Andere bezeichnen Kommentatoren, die nicht auf der AfD herumhacken, als Klientel.

Herr Schröder, akzeptieren Sie doch bitte die von den AGB legalisierten Kommentare PIMI's ebenso wie diejenigen von Ihnen zu Wacker, wenn die Ihnen nicht passen.

Das Reisen wird in diesem Jahr auf der Prioritätenliste nicht ganz oben stehen.
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