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Do, 17:31 Uhr
30.04.2020

Corona ist in aller Munde - auch in Äthiopien.

In Äthiopien sind die Schulen derzeit geschlossen. Der Ausnahmezustand wurde vorerst für fünf Monate ausgerufen. Tigray, die Region in der auch unsere Degambaschule liegt, hat sämtliche Grenzen abgeriegelt. Es gelten so wie bei uns Kontaktsperren, Versammlungsverbote und Mundschutzpflicht in öffentlichen Einrichtungen. Karin Cieslak berichtet...


Gaststätten und Bars sind geschlossen, so stehen vor allem viele Frauen, die ihre Kaffeezeremonien nicht mehr ausführen können, schon jetzt ohne Lohn für ihre Familien da.

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Bisher gibt es in Äthiopien offiziell nur 116 Infizierte und drei Todesfälle. Hoffen wir, das die Schutzmaßnahmen helfen, dass das Virus sich nicht weiter ausbreitet. Äthiopien kämpft bereits gegen Hunger und Wassernot, der fehlende Regen macht den Bauern große Sorgen. Generell ist das Wasser knapp. Es ist also gerade in den Dörfern besonders schwer, die Hygienebestimmungen umzusetzen.

Im Februar gab es eine große Wüstenheuschreckenplage, die bereits einen Teil der Ernte vernichtet hat und deren weitere Auswirkungen noch ausstehen. Die Weibchen haben ihre Eier im Boden abgelegt, die im Mai schlüpfen werden. Die Schwärme aus Wüstenheuschrecken bestehen aus hundert Millionen Tieren und umfassen teilweise einen Umfang von bis zu 60 Kilometer Länge und 40 Kilometer Breite. In nur wenigen Minuten fressen sie ganze Felder und Weideflächen kahl. Am Tag können die Insekten bis zu 150 Kilometer zurücklegen, dabei frisst jede Heuschrecke täglich die Menge des eigenen Gewichts.

Auf einen Schwarm hochgerechnet ist das etwa so viel, wie es braucht, um 35.000 Menschen zu ernähren. Ohne finanzielle Hilfe aus Europa werden es die Einheimischen nicht schaffen, diese Plage allein zu bekämpfen.

Wir stehen in engem Kontakt vor Ort und verfolge die Neuigkeiten auch in Äthiopien mit wachsender Besorgnis. Unsere Unterstützung wird also mehr denn je gebraucht! Eine große Hilfe wären Spenden, die für die Beschaffung von Lebensmitteln für die allerärmsten in Degamba genutzt werden könnten. Denn schon jetzt haben viele Menschen in
den Dörfern auf Grund der Coronakrise nichts zu essen. Die Äthiopier unterstützen sich gegenseitig, die Reicheren kaufen Lebensmittel für die Armen und laden sie zum Essen zu sich nach Hause ein. Doch das alleine reicht nicht aus.

Des Weiteren fehlt es an Geld für Seife und Desinfektionsmittel zum Schutz gegen das Coronavirus. Auch hierfür möchte ich gern Spenden für die Familien unserer Patenschüler sammeln. Wer also die Familien unserer Schüler und die Menschen in Degamba in dieser schwierigen
Zeit unterstützen möchte, der kann ab sofort gerne Spenden dafür überweisen.

Überweisungen hierfür bitte ich ausschließlich auf das Konto vom schrankenlos verein bei der
Kreissparkasse Nordhausen
IBAN: DE83 8205 4052 0305 0189 49
BIC: HELADEF1NOR
Stichwort: Degambahilfe
zu überweisen.
Karin Cieslak
Autor: red

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