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Sa, 16:23 Uhr
25.04.2020
Heute vor 75 Jahren

Die Amerikaner in Niedersachswerfen-Teil II

Noch immer gibt es aus der heimathistorischen Forschung heraus neue Erkenntnisse. Zum Jahr 1945, genauer, zu dem was bei Ankunft der Amerikaner in Niedersachswerfen passiert ist. Dazu ein Teil II, mit einer echten Tragödie, die jetzt aufgeklärt worden ist...


Das bei einem Schusswechsel US-Tank (Panzer) gegen die Flakstellung am Kohnstein ein damals 16 -jähriger Flakhelfer namens Willibald Renner noch sinnlos getötet wurde, ist bekannt. Es hat aber noch eine weitere Tragödie gegeben. Aus einem Missverständnis heraus. Das konnte die 91-jährige Sachswerferin Lisa Hesse bestätigen.

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Sie erinnert, dass am Mühlberg auf tragische Weise der junge Selmar Hotze einen Bauschuss erlitt. Selmar wollte die Nachricht, dass die Amerikaner da sind und das da Arree`s im Luftschutzstollen am Regensborn sitzen, überbringen. Einer der US- Soldaten schoss auf ihn. Diese mutige, heldenhafte Tat hat Selmar Hotze aus Niedersachswerfen im April 1945 mit seinem Leben bezahlt.

Offenbar war er nicht sofort tot, sondern lag zu Hause mit dem Bauchschuss und verstarb trotz Bemühens des allseits beliebten und bekannten Arzt Dr. Baumeister aus Niedersachswerfen an den Folgen seiner Schussverletzung.
Es ist schade, dass in Niedersachswerfen noch nichts oder nichts mehr an diese heldenhafte Tat erinnert. Schließlich war es eine mutige Tat für Sachswerfer Bürger.

Am Regensborn befand sich eine Art Luftschutzstollen, den Häftlinge anlegen mussten. Frau Hesse schätze, dass dieser Raum etwa 80 qm groß war, Bänke waren darin, dort saßen Familien aus dem Oberdorf von Niedersachswerfen. Sie konnte auch sagen, dass es zutrifft, dass in Niedersachswerfen mit weißen Fahnen agiert worden ist. So habe der legendäre Lehrer Schuster und Jule Becker weiße Fahnen den Amerikanern dargeboten. Sicherlich kann man auch das als eine mutige Tat zuordnen.

Aber. Das tragische Schicksal des erst 16 -jährigen Flakhelfers Willibald Renner und besonders von Selmar Hotze, die noch Ihr noch junges Leben lassen mussten, sollte uns zur Erinnerung mahnen. Denn es geschah genau hier, in Niedersachswerfen vor erst 75 Jahren.
Tim Schäfer
Autor: nnz

Kommentare
Kritiker86
27.04.2020, 08.21 Uhr
Ruhet..
In Frieden ihr beiden. Kriege sind schon immer sinnlos und zerstörerisch gewesen. Junge Menschen die ihr ganzes Leben noch vor sich hatten sinnlos geopfert. Hoffen und beten wir das wir noch lange in Frieden leben können. Vielleicht rückt die Welt nach Corona ein wenig näher zusammen.
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