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Fr, 13:12 Uhr
24.04.2020
Wohnen in der Altstadt

Der letzte Schliff

Die ersten Mieter haben bereits ihre Schlüssel, die Bauarbeiter legen hier und da noch letzte Hand an - in den sanierten Wohnungen der SWG Am Alten Tor wird in den nächsten Wochen Leben einziehen. Mit dem Abschluss des Projektes wird eine der letzten Lücken in der Altstadtsanierung geschlossen…

In den neuen SWG-Wohnungen Am Alten Tor werden die ersten Mieter erwartet (Foto: Angelo Glashagel) In den neuen SWG-Wohnungen Am Alten Tor werden die ersten Mieter erwartet (Foto: Angelo Glashagel)

Wer deutlich sehen will, was sich in Nordhausen in den letzten Jahren und Jahrzehnten getan hat, der mag mit offenen Augen durch die Altstadt gehen. Dem historische Kern waren die Spuren des letzten Jahrhunderts vor nicht allzu langer Zeit noch deutlich anzusehen - verfallende Fassaden und verrottendes Fachwerk prägten das Bild.

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Gänzlich verschwunden sind derlei Ansichten auch heute noch nicht, aber sie sind selten geworden, vereinzelt oder versteckt in dunklen Seitengassen und Hinterhöfen. Mit den Bau- und Sanierungsprojekten rund um das Quartier Schärfgasse und Alten Tor hat die städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG) ihren Teil zur Wiederbelebung der Altstadt beigetragen.

Nicht alle Pläne konnten realisiert werden. Einen kleinen „Mühlgraben“ hatte man anlegen wollen, am Ende wird lediglich ein Grünstreifen den Verlauf des einstigen Nordhäuser „Wunders“ nachzeichnen. Das sich Abseits dieses Traumes viel getan hat, wird man abere kaum bestreiten können. In den kommenden Wochen wird die SWG nun den letzten Schliff anlegen und das Großprojekt abschließen.

SWG-Chefin Inge Klaan in einer der vertikalen Wohnungen (Foto: Angelo Glashagel) SWG-Chefin Inge Klaan in einer der vertikalen Wohnungen (Foto: Angelo Glashagel) Rund 2,9 Millionen Euro wurden in den jüngsten Bauabschnitt investiert, berichtete SWG-Chefin Inge Klaan heute. Dank großzügiger Unterstützung durch das Land in Form von Wohnungsbauförderung und günstigen Darlehen konnte man den Mietpreis auf 5,75 Euro pro Quadratmeter halten, ohne die Zuschüsse läge man in dieser Lage eher bei neun bis zehn Euro.

Acht Wohnungen zwischen 83 und 117 Quadratmetern Größe gruppieren sich um den Innenhof. Zwei Wohnungen sind komplett barrierefrei gestaltet, mit größeren Parkplätzen, abgesenkten Lichtschaltern und Türgriffen, entsprechend ausgerüsteten Bädern und elektronischen Türen. In der alten Bausubstanz blickt man vor allem auf junge Familien und bietet vier- und Fünfraum-Wohnungen an.

Kaum eine Wohnung gleicht der anderen. Während man im Altbau vertikal über drei Etagen wohnen wird, bieten die komplett neugebauten Wohnareale große Fenster und viel Licht. „Ein Neubau ist immer einfach. Neue Grundrisse in einer Sanierungssubstanz zu bringen ist eine Herausforderung und das kann auch nicht jeder Architekt“, sagt Klaan mit einem gewissen Stolz.

Die Nachfrage scheint ihr recht zu geben, 50 Bewerbungen sind bei der SWG für die acht Wohnungen eingegangen, wobei Familien und Menschen mit schweren Behinderungen bei der Auswahl bevorzugt wurden. Im Neubau werden die ersten Mieter Anfang Mai erwartet, die neuen Bewohner der sanierten Bereiche werden einen Monat später erwartet.

Die Aktivitäten der SWG in der Altstadt kommen damit an ihr vorläufiges Ende. Das nächste Projekt im Herzen der Stadt auf dem alten Gelände des Wasserwerks, nur einen Katzensprung entfernt, liege zur Zeit auf Eis, berichtet Klaan, die Einschränkungen durch das Corona-Virus verhindern im Moment wichtige Schritte.

Stattdessen konzentriere man sich auf die Arbeiten im Gumpetal. Auch hier entstehen neue Wohnungen. Beim Rohbau liege man absolut im Zeitplan, die Heranführung Versorgungsleitungen und Maßnahmen am Außengelände sind nach den aktuellen Vorschriften durch die Nähe zum Krankenhaus hingegen nicht möglich und werden sich wohl verzögern. Auch das „Alltagsgeschäft“ ruht nicht, rund vier Millionen Euro investiert die SWG jährlich in die Bestandssanierung. So wird man in diesem Jahr eine gute Million Euro in die Fassadensanierung in der Rautenstraße stecken.

In der Altstadt verbleiben derweil nicht mehr viele Brachen. Der Altendorfer Kirchgasse, eng, dunkel und versteckt, würde etwas Aufmerksamkeit gut tun und der Neue Weg war einst von Häusern gesäumt. Doch ehe sich jemand den Herausforderungen dieser Hanglage annehmen wird, können sicher noch ein paar Jahre ins Land gehen.
Angelo Glashagel
In den neuen SWG-Wohnungen Am Alten Tor werden die ersten Mieter erwartet (Foto: Angelo Glashagel)
In den neuen SWG-Wohnungen Am Alten Tor werden die ersten Mieter erwartet (Foto: Angelo Glashagel)
In den neuen SWG-Wohnungen Am Alten Tor werden die ersten Mieter erwartet (Foto: Angelo Glashagel)
In den neuen SWG-Wohnungen Am Alten Tor werden die ersten Mieter erwartet (Foto: Angelo Glashagel)
In den neuen SWG-Wohnungen Am Alten Tor werden die ersten Mieter erwartet (Foto: Angelo Glashagel)
In den neuen SWG-Wohnungen Am Alten Tor werden die ersten Mieter erwartet (Foto: Angelo Glashagel)
In den neuen SWG-Wohnungen Am Alten Tor werden die ersten Mieter erwartet (Foto: Angelo Glashagel)
In den neuen SWG-Wohnungen Am Alten Tor werden die ersten Mieter erwartet (Foto: Angelo Glashagel)
In den neuen SWG-Wohnungen Am Alten Tor werden die ersten Mieter erwartet (Foto: Angelo Glashagel)
In den neuen SWG-Wohnungen Am Alten Tor werden die ersten Mieter erwartet (Foto: Angelo Glashagel)
In den neuen SWG-Wohnungen Am Alten Tor werden die ersten Mieter erwartet (Foto: Angelo Glashagel)
In den neuen SWG-Wohnungen Am Alten Tor werden die ersten Mieter erwartet (Foto: Angelo Glashagel)
In den neuen SWG-Wohnungen Am Alten Tor werden die ersten Mieter erwartet (Foto: Angelo Glashagel)
In den neuen SWG-Wohnungen Am Alten Tor werden die ersten Mieter erwartet (Foto: Angelo Glashagel)
In den neuen SWG-Wohnungen Am Alten Tor werden die ersten Mieter erwartet (Foto: Angelo Glashagel)
In den neuen SWG-Wohnungen Am Alten Tor werden die ersten Mieter erwartet (Foto: Angelo Glashagel)
Autor: red


Kommentare
Flitzpiepe
24.04.2020, 13.48 Uhr
Bei den rechten kleineren Häusern
passen die Dachgauben irgendwie so gar nicht zum Rest des Hauses.
Das hätte ich nicht genehmigt.
Flitzpiepe
24.04.2020, 13.54 Uhr
Ansonsten
Alle Achtung und Respekt für die Arbeit!
Wolfi65
24.04.2020, 16.14 Uhr
Herrlich die Wohnungen
Die Fotos 3, 6 und 11 sind am allerbesten.
Dunkle Fachwerkbuden mit kleinen Butzenfenstern.
Den ganzen Tag bei bewölkten Himmel noch künstliches Licht an, damit man was sieht.
Kenne ich alles.
Habe 17 Jahre in so einer Gruft mit dicken Deckenbalken gewohnt.
Nie wieder!
Wolfi65
24.04.2020, 19.52 Uhr
Also das letzte Foto ist auch gut
Dass man für Liebhaber von Meerschweinchen, Schlangen, Spinnen usw. gleich ein Terrarium eingebaut hat, ist ja ganz große Klasse.
Hoffentlich ist alles in der Miete mit drin.
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