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Mi, 14:03 Uhr
22.04.2020
Handwerkskammer Erfurt

Handwerk begrüßt Lockerungen

Die Handwerkskammer Erfurt begrüßt die erste schrittweise Lockerung der Corona-Beschränkungen, die durch die am 18. April veröffentlichte Thüringer Verordnung in Kraft treten. Für die Handwerksbetriebe sei die mögliche Wiederaufnahme ein erster wichtiger Schritt raus aus der wirtschaftlichen Unsicherheit...

„Ohne den Gesundheitsschutz der Bevölkerung zu gefährden, trägt der Maßnahmenkatalog den ökonomischen Erfordernissen des Handwerks Rechnung. Damit ist eine Gradwanderung gelungen, die unsere Anerkennung findet“, sagt der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Erfurt, Thomas Malcherek.

Vor den Entscheidungen des Bundes und des Landes hatten der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und auch die Handwerkskammer Erfurt Empfehlungen für eine Exit-Strategie in den politischen Diskurs eingebracht.

Angesichts des rund vierwöchigen Shutdowns, der die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verlangsamen sollte, sahen sich einige Handwerksbetriebe gar in ihrer Existenz bedroht. Besonders betroffen waren beispielsweise Mischbetriebe des Handwerks mit Handelsbereich wie Kfz- und Fahrradhändler. Ab dem 24. April dürfen Geschäfte bis zu einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmeter wieder öffnen. Unabhängig von der Größe öffnen bzw. geöffnet bleiben, dürfen im Bereich des Handwerks Bäckereien und Fleischereien, Optiker und Hörgeräteakustiker, Wäschereien und Reinigungen, der Kfz-Handel und Fahrradgeschäfte. Auch der Termin für die Wiedereröffnung von Friseursalons und Barbiergeschäften steht bereits fest: Ab dem 4. Mai dürfen sie unter strengen Hygieneauflagen Kunden empfangen.

Um einen gelungenen Neustart ermöglichen zu können, fordert die Handwerkskammer Erfurt einheitliche und transparente Regeln für die Handwerksbetriebe in Deutschland und Thüringen. „Die Unternehmen brauchen Informationen, auf die sie sich zu 100 Prozent verlassen können. Nur so können sie ihre Türen sicher wieder aufsperren und gleichzeitig einen wertvollen Beitrag für den weiterhin wichtigen Gesundheitsschutz leisten“, betont Thomas Malcherek. Dafür müssten auch die erforderlichen Ausrüstungen und Vorkehrungen zum Schutz der Beschäftigten und Kunden zur Verfügung stehen. Zu diesen zählen unter anderem Masken für Friseursalons, die sowohl Friseure als auch Kunden tragen sollen.

Die Handwerkskammer Erfurt begrüßt die geplante Ausweitung der Notbetreuung von Kindern in Kindertagesstätten sowie die schrittweise Öffnung der Schulen. „Die Kinder während der Arbeitszeit in sicheren Händen zu wissen, nimmt unseren Betrieben und ihr Beschäftigen einen riesigen Druck von den Schultern. Nur damit können sie ihre Aufgaben im Berufsalltag hochkonzentriert meistern und das Rückgrat der Unternehmen sein“, so Thomas Malcherek. Gleichzeitig spricht er sich dafür aus, die berufliche Ausbildung im Handwerk und die Ausbildung der Meisterschüler möglichst zeitnah wieder aufnehmen und Prüfungen ermöglichen zu können.

Die Handwerkskammer Erfurt fordert, die Hilfsprogramme für Betriebe zu verlängern und mit Anreizen zur wirtschaftlichen Belebung zu verknüpfen. „Diese Impulse waren erforderlich und sind bis auf Weiteres unverzichtbar, um Handwerksbetriebe in dieser für sie so schwierigen Situation zu entlasten“, so der Hauptgeschäftsführer. Außerdem solle Klarheit darüber herrschen, wann Ämter und Behörden, mit denen das Handwerk in Nord- und Mittelthüringen eng zusammenarbeitet, um Aufträge zu erfüllen, wieder voll arbeitsfähig sein können. Dazu gehören unter anderem Bau- und Straßenverkehrsbehörden wie auch Zulassungsstellen.
Autor: red

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Kommentare

22.04.2020, 19.11 Uhr
enzo2002 | Öffnung von Friseurgeschäft
Ich finde es super das Friseursalons wieder öffnen dürfen.Wo aber bleibt Kosmetik-Fußpflege.Wann dürfen wir wieder arbeiten.Gerade in der Fußpflege ist Hygiene ein Standard.Wir arbeiten generell mit Mundschutz und Handschuhen.Wir müssten keinen Plan für Hygiene erstellen.Den Kundenstrom kann man mit Terminvereinbarung planen.Ich weiß nicht warum Podologie arbeiten darf und die normalen Fußpflege nicht.Die Logik entbehrt sich mir.Kein Politiker konnte mir darauf eine Antwort geben.

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