Mo, 13:05 Uhr
16.03.2020
Stiftung Warentest
Umfrage zu defekten Haushalts- und Multimediageräten
Was ging wie schnell kaputt? Haben Sie eine Reparatur versucht? Wenn nein, warum nicht? Wenn ja, hat es geklappt − oder woran ist die Reparatur gescheitert? Diese Fragen stellte die Stiftung Warentest Ende 2019 an die Verbraucher. Wir haben die Antworten...
#Jedes fünfte gemeldete Gerät war schon mal kaputt
Über 10 000 Menschen nahmen an der Umfrage teil und machten Angaben zu mehr als 90 000 Geräten. Fast 80 Prozent der Geräte funktionierten einwandfrei – darunter waren alte Schätzchen genauso wie Neuanschaffungen. Aber: Etwa jedes fünfte der in der Umfrage genannten Geräte war schon mindestens einmal kaputtgegangen. Und dann kam oft Ärger auf, zum Beispiel beim Kundendienst, in der Werkstatt oder bei der Selbstreparatur.
Oft lohnt sich die Reparatur finanziell nicht
Mal wäre die Reparatur teurer gewesen als ein neues Gerät, mal schickte der Hersteller keine Ersatzteile mehr. Und viele Smartphones, Laptops und Tablets mussten für viel Geld in die Werkstatt, weil sich der defekte Akku nicht selbst wechseln ließ.
Die Umfrage in Zahlen
10 201 Personen nahmen im Herbst 2019 an der Onlineumfrage teil.
91 095 Geräte wurden gemeldet. Fast 80 Prozent davon funktionierten klaglos.
18 999 Geräte waren laut den Teilnehmern schon mindestens einmal defekt – rund 20 Prozent.
4 774 Fragebögen enthielten detaillierte Informationen, etwa zum Erfolg einer Reparatur.
Waschmaschinen hielten länger als Handys
Mobiltelefone waren die Mimosen in der Umfrage: Die als defekt mitgeteilten Handys gingen im Mittel schon nach einem Jahr Nutzung kaputt. Waschmaschinen ereilte dieses Schicksal erst nach fünf Jahren. Wer einen Erstdefekt meldete, hatte oft mit einer deutlich längeren Laufzeit des jeweiligen Geräts gerechnet. Beim Kauf eines neuen Kühlschranks lag die Erwartung im Mittel bei 15 Jahren Lebensdauer. Neuen Mobiltelefonen trauten die Befragten im Mittel fünf Jahre zu.
Mehr als die Hälfte der Reparaturen erfolglos
Bei fast drei Vierteln der Defekte versuchten die Befragten, das kaputte Gerät reparieren zu lassen oder selbst zu reparieren. Doch mehr als die Hälfte der Reparaturen scheiterte. Ob ein Reparaturversuch Erfolg hatte, hing auch von der Art des Geräts ab.
Ab 2021 soll Reparieren einfacher werden
Waschmaschinen, Trockner, Geschirrspüler, Kühlschränke und Fernseher sollen nach dem Willen der EU-Kommission ab März 2021 besser zu reparieren sein. Ersatzteile müssen, so der Plan, noch mindestens sieben bis zehn Jahre lang verfügbar sein, nachdem das letzte Exemplar eines Modells in Verkehr gebracht wurde. Sie müssen innerhalb von 15 Arbeitstagen nach Eingang der Bestellung an Verbraucher oder Profi-Werkstätten geliefert werden und sich mit allgemein verfügbaren Werkzeugen wechseln lassen
Reparieren oft zu teuer
Bei vielen Defekten scheiterte eine Reparatur am Preis. So schilderte ein Umfrageteilnehmer, dessen Waschmaschine wenige Wochen nach Ablauf der Garantie kaputtging: Die Reparatur wäre inklusive Anfahrt teurer als der Anschaffungspreis gewesen. Nachvollziehbar, dass er sich für einen Neukauf entschied. Der Neupreis entscheidet oft über die Reparatur: Nur 64 Prozent der Besitzer eines preisgünstigen Haushalts- oder Multimediageräts versuchten eine Reparatur, bei hochpreisigen Geräten dagegen 79 Prozent. Teuren Kaffeemaschinen gaben die Nutzer sogar in 90 Prozent der Fälle eine zweite Chance. Nur bei Mobiltelefonen hatte das Preissegment kaum Einfluss auf die Reparaturneigung.
Tipp: Entsorgen oder Reparieren? Die Untersuchung " Defekte Haushaltsgeräte" zeigt, wann sich für Staubsauger, Waschmaschinen, Geschirrspüler und Kaffeemaschinen die Reparatur lohnt – ökologisch und finanziell gesehen.
Defekte Akkus in Handys und Laptops
Mit der Bauweise vieler Geräte ändern sich auch die Schäden. Bei Waschmaschinen und Trocknern nannten die Befragten am häufigsten Defekte an der elektronischen Steuerung – und nicht etwa kaputte Trommeln oder Pumpen. Bei den zunehmend smarten Fernsehern sind Probleme nach einem Update mittlerweile der dritthäufigste Fehler. Besonders ärgerlich: Bei Handys, Laptops und Tablets schwächelte besonders oft der Akku – ein Bauteil, das sich früher oft einfach selbst wechseln ließ, heute dagegen kaum noch.
Autor: red#Jedes fünfte gemeldete Gerät war schon mal kaputt
Über 10 000 Menschen nahmen an der Umfrage teil und machten Angaben zu mehr als 90 000 Geräten. Fast 80 Prozent der Geräte funktionierten einwandfrei – darunter waren alte Schätzchen genauso wie Neuanschaffungen. Aber: Etwa jedes fünfte der in der Umfrage genannten Geräte war schon mindestens einmal kaputtgegangen. Und dann kam oft Ärger auf, zum Beispiel beim Kundendienst, in der Werkstatt oder bei der Selbstreparatur.
Oft lohnt sich die Reparatur finanziell nicht
Mal wäre die Reparatur teurer gewesen als ein neues Gerät, mal schickte der Hersteller keine Ersatzteile mehr. Und viele Smartphones, Laptops und Tablets mussten für viel Geld in die Werkstatt, weil sich der defekte Akku nicht selbst wechseln ließ.
Die Umfrage in Zahlen
10 201 Personen nahmen im Herbst 2019 an der Onlineumfrage teil.
91 095 Geräte wurden gemeldet. Fast 80 Prozent davon funktionierten klaglos.
18 999 Geräte waren laut den Teilnehmern schon mindestens einmal defekt – rund 20 Prozent.
4 774 Fragebögen enthielten detaillierte Informationen, etwa zum Erfolg einer Reparatur.
Waschmaschinen hielten länger als Handys
Mobiltelefone waren die Mimosen in der Umfrage: Die als defekt mitgeteilten Handys gingen im Mittel schon nach einem Jahr Nutzung kaputt. Waschmaschinen ereilte dieses Schicksal erst nach fünf Jahren. Wer einen Erstdefekt meldete, hatte oft mit einer deutlich längeren Laufzeit des jeweiligen Geräts gerechnet. Beim Kauf eines neuen Kühlschranks lag die Erwartung im Mittel bei 15 Jahren Lebensdauer. Neuen Mobiltelefonen trauten die Befragten im Mittel fünf Jahre zu.
Mehr als die Hälfte der Reparaturen erfolglos
Bei fast drei Vierteln der Defekte versuchten die Befragten, das kaputte Gerät reparieren zu lassen oder selbst zu reparieren. Doch mehr als die Hälfte der Reparaturen scheiterte. Ob ein Reparaturversuch Erfolg hatte, hing auch von der Art des Geräts ab.
Ab 2021 soll Reparieren einfacher werden
Waschmaschinen, Trockner, Geschirrspüler, Kühlschränke und Fernseher sollen nach dem Willen der EU-Kommission ab März 2021 besser zu reparieren sein. Ersatzteile müssen, so der Plan, noch mindestens sieben bis zehn Jahre lang verfügbar sein, nachdem das letzte Exemplar eines Modells in Verkehr gebracht wurde. Sie müssen innerhalb von 15 Arbeitstagen nach Eingang der Bestellung an Verbraucher oder Profi-Werkstätten geliefert werden und sich mit allgemein verfügbaren Werkzeugen wechseln lassen
Reparieren oft zu teuer
Bei vielen Defekten scheiterte eine Reparatur am Preis. So schilderte ein Umfrageteilnehmer, dessen Waschmaschine wenige Wochen nach Ablauf der Garantie kaputtging: Die Reparatur wäre inklusive Anfahrt teurer als der Anschaffungspreis gewesen. Nachvollziehbar, dass er sich für einen Neukauf entschied. Der Neupreis entscheidet oft über die Reparatur: Nur 64 Prozent der Besitzer eines preisgünstigen Haushalts- oder Multimediageräts versuchten eine Reparatur, bei hochpreisigen Geräten dagegen 79 Prozent. Teuren Kaffeemaschinen gaben die Nutzer sogar in 90 Prozent der Fälle eine zweite Chance. Nur bei Mobiltelefonen hatte das Preissegment kaum Einfluss auf die Reparaturneigung.
Tipp: Entsorgen oder Reparieren? Die Untersuchung " Defekte Haushaltsgeräte" zeigt, wann sich für Staubsauger, Waschmaschinen, Geschirrspüler und Kaffeemaschinen die Reparatur lohnt – ökologisch und finanziell gesehen.
Defekte Akkus in Handys und Laptops
Mit der Bauweise vieler Geräte ändern sich auch die Schäden. Bei Waschmaschinen und Trocknern nannten die Befragten am häufigsten Defekte an der elektronischen Steuerung – und nicht etwa kaputte Trommeln oder Pumpen. Bei den zunehmend smarten Fernsehern sind Probleme nach einem Update mittlerweile der dritthäufigste Fehler. Besonders ärgerlich: Bei Handys, Laptops und Tablets schwächelte besonders oft der Akku – ein Bauteil, das sich früher oft einfach selbst wechseln ließ, heute dagegen kaum noch.

