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Fr, 09:46 Uhr
28.02.2020
Vogelfreunde laden zum Vortrag

Jäger der Nacht - Unsere Eulen

Nur ganz zufällig kommt es zu einer Begegnung mit einer Eule. Meistens sind es nur geheimnisvolle Rufe, die zu hören sind. Doch wer kennt schon den „Gesang“ des Raufußkauzes oder die Bettelrufe von jungen Waldohreulen? Ganz sicher die Nordhäuser Ornithologen, die demnächst wieder zum Vortrag laden...

Deshalb ist das Auffinden und die Erforschung der heimischen Eulenarten eine schwierige, aber auch spannende Angelegenheit. So befassen sich seit vielen Jahren einige Mitglieder des Vereins Nordhäuser Ornithologen speziell mit den heimlichen Jägern der Nacht.

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Alle Eulenarten gehören zu den sogenannten Beutegreifern. Das heißt, sie ernähren sich zum überwiegenden Teil von kleineren Wirbeltieren, vor allen von Mäusen. Die Vorkommen dieser Beutetiere unterliegen jedoch starken jährlichen Schwankungen. Gibt es keine oder nur wenige Mäuse, brüten die Eulen nicht oder versuchen, auf andere Beutetiere, beispielsweise Kleinvögel oder Amphibien auszuweichen. Generell sind Eulen bei Landwirten und Revierförstern gern gesehen, denn sie tragen insbesondere in Jahren der Massenvermehrung der Mäuse zu deren Reduzierung bei. Beispielsweise benötigt ein Schleiereulenpaar während einer Brutperiode ca. 6.500 Mäuse, um seine Jungen und sich selbst zu versorgen.

Waldkauz-Weibchen (Foto: Manfred Wagner) Waldkauz-Weibchen (Foto: Manfred Wagner)

Ein Waldkauz-Weibchen: Foto: Manfred Wagner

Der Wissensstand der Ornithologen zu den einzelnen Eulenarten ist unterschiedlich. Bei der größten heimischen Art weiß man recht genau, seit wann der Uhu im Kreis-gebiet brütet und wo die Brutplätze sind. Dagegen wurden die beiden kleinsten heimischen Eulenarten, der Raufußkauz und der Sperlingskauz erst spät entdeckt. Dabei spielt die Kenntnis der artspezifischen Eulenrufe eine entscheidende Rolle. Diese Rufe sind aber häufig unbekannt. Ausführlich besprochen werden deshalb die unter-schiedlichen Eulenrufe. Deren Kenntnis ist unerlässlich für das Auffinden weiterer Vorkommen.

Im Vortrag von Manfred Wagner werden alle heimischen Eulenarten – es sind nur sechs - vorgestellt. Dazu gehören neben den Angaben zu Brutbiologie auch die spezifischen Anforderungen an die bevorzugten Lebensräume. Neben den häufigen Arten wie Waldkauz und Waldohreule werden auch die seltenen Vorkommen anderer Arten vorgestellt. So befinden sich die einzigen Brutplätze der Schleiereule in dörflichen Siedlungen, Sperlingskäuze brüten dagegen nur in weitläufigen Nadelwäldern.

Diese Informationen und viele weitere Fakten, ergänzt durch viele Bilder aus der Region werden in einem Vortrag am 09. März, ab 19:00 Uhr im Vereinshaus „Thomas Mann“ vorgestellt. Veranstaltet wird dieser Vortrag vom Verein Nordhäuser Ornithologen e.V. Vogelkundlich Interessierte sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.
Autor: red

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