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So, 11:06 Uhr
23.02.2020
Eine Bildungsperle für die Karstwanderwegschulen

Wildbienen der Gipskarstlandschaft

„Raus aus der Schule - rauf auf den Weg!“ ist das Motto der Bildungsinitiative „Der Karstwanderweg - Bildungsperlen für nachhaltiges Lernen“. Das Projekt ermuntert die am Karstwanderweg im Südharz gelegenen weiterführenden Schulen der drei Bundesländer Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt, im vom Weg erschlossenen Gebiet Bildungsaktivitäten durchzuführen...

Jahrestagung (Foto: Förderverein Deutsches Gipsmuseum und Karstwanderweg) Jahrestagung (Foto: Förderverein Deutsches Gipsmuseum und Karstwanderweg)


Schülerinnen und Schüler können so ihre unmittelbare regionale Umwelt erfahren, bewandern und bewundern und ihr Wissen über die Besonderheiten der einzigartigen Gipskarstlandschaft des Südharzes erweitern. Derart „gut bewandert“ erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass Jugendliche sich für ihren Schutz einsetzen und für das Gemeinwohl engagieren.

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Die Bildungsinitiative wurde 2011 ins Leben gerufen und wird durch die Arge „Karstwanderweg Südharz - Drei Länder ein Weg“ begleitet. Die Arbeitsgemeinschaft umfasst drei Vereine der Bundesländer Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt sowie das Biosphärenreservat Roßla. Sie pflegen den vom Deutschen Wanderverband mit dem Qualitätssiegel „Wanderbares Deutschland“ ausgezeichneten Karstwanderweg. In den vergangenen Jahren haben die Karstwanderwegschulen interessante Projekte durchgeführt. Sie erlangten nicht nur regionale sondern auch durch Preisgewinne beim UNESCO - Wettbewerb ProKarsTerra (2015, 2019) internationale Beachtung.

Am 20.02. fand in der Lessingschule in Nordhausen das diesjährige Jahrestreffen der Karstwanderwegschulen statt. Im Zentrum stand neben der Planung weiterer Kooperationsvorhaben die Aufstellung von Wildbienenhäusern an den Schulstandorten.

Der Förderverein Deutsches Gipsmuseum und Karstwanderweg, der finanziell großzügig vom Landkreis Göttingen unterstützt wird, stellte für jede der 22 Schulen entlang des Weges unentgeltlich ein Wildbienenhaus zur Verfügung. Ergänzt durch Bestimmungsbroschüren und Poster können Schülerinnen und Schüler nun durch ein einfaches Monitoring Wildbienenart, Zeitpunkt der Ansiedlung und Standortbesonderheiten der Schulumgebung erfassen. Der Organisator, Dr. Thomas Forche, empfahl, die Nisthilfen schnell aufzustellen, da Wildbienen schon im März aktiv sind. Die Perspektive, das Wildbienenvorkommen entlang des Karstwanderweges zu erheben und darüber untereinander in Austausch zu treten, überzeugte die Anwesenden. In Abwandlung des eigentlichen Bildungsperlen-Mottos wird es also demnächst heißen:
„Raus zu den Wildbienen vor die Schultür - und rein in die Schule zum Dokumentieren!“
Autor: red

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