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Fr, 15:45 Uhr
14.02.2020
Projekt "Total digital" in der Nordhäuser Stadtbibliothek

Kinder entdecken Nordhausen

Was wünschen sich Kinder und Jugendliche eigentlich für Nordhausen? Während der Winterferien haben 13 Mädchen und Jungen aus verschiedenen Schulen des Landkreises in der Stadtbibliothek an dem Projekt „Wir entdecken unsere Stadt - Nordhausen im Wandel“ teilgenommen. Gearbeitet haben sie ganz klassisch mit dem Buch, aber auch mit dem Tablet…

Halima und Leonie haben mit Bausteinen ein Museum und eine Brücke gebaut.  (Foto: Susanne Schedwill) Halima und Leonie haben mit Bausteinen ein Museum und eine Brücke gebaut. (Foto: Susanne Schedwill)

Ein Kinderbauernhof, ein Zoo, ein Planetarium, ein Fahrrad-Rundweg um die Stadt oder vielleicht doch ein Naturkundemuseum? Ideen für Nordhausen hatten die 13 Kinder und Jugendliche so einige. Eine Woche lang haben sich die Elf- bis 16-Jährigen mit ihrer Stadt auseinander gesetzt. Das Besondere: Die Mädchen und Jungen kommen aus dem gesamten Landkreis und besuchen das Gymnasium, die Regel- oder die Förderschule. „Für das Medienprojekt lernen arbeiten und lernen alle gemeinsam“, sagt Bibliotheksleiterin Hildegard Seidel. Für die Nordhäuser Stadtbibliothek ist es das mittlerweile fünfte derartige Projekt in den Ferien.

Mit einer Stadtführerin waren die Kinder durch Nordhausen unterwegs. (Foto: Vincent Eisfeld) Mit einer Stadtführerin waren die Kinder durch Nordhausen unterwegs. (Foto: Vincent Eisfeld)

„Im Kern geht es bei dem Projekt ‚Total digital‘ des Deutschen Bibliothekverbandes darum, alle Medien, die es gibt, miteinander in Verbindung zu bringen“, erklärt Vincent Eisfeld, Bibliotheksmitarbeiter und Projektbetreuer. Die Kinder beschäftigen sich mit einem Thema und lernen zu recherchieren: in Büchern, online und vor Ort. „Wir waren fast sechs Stunden mit den Kindern in der Stadt unterwegs, haben uns unter anderem Park Hohenrode, den Petri-Turm, das Theater und das Kino angesehen“, berichtet Eisfeld. Begleitet wurden sie von einer Stadtführerin.

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In der Bibliothek unterstützte eine Architektin die Mädchen und Jungen und zeigte den Kindern, wie sie eine Gebäudeansicht auf Millimeterpapier zeichnen. „Die Kinder haben ganz konkret zu Gebäuden und ihrer Geschichte recherchiert und sie gezeichnet“, berichtet Vincent Eisfeld. Am Tablet konnten die Kinder in dem Spiel Minecraft die Gebäude und Straßenzüge nachbauen. Oder aber Gebäude mit kleinen echten Bausteinen errichten.

Recherchiert haben die auch online. (Foto: Vincent Eisfeld) Recherchiert haben die auch online. (Foto: Vincent Eisfeld)

Neben der Bestandsaufnahme ging es ebenso darum, eigene Ideen zu entwickelt. An einer Tafel im Lesesaal der Stadtbibliothek haben die Kinder ihre Vorschläge verewigt. „Einen Zoo für Nordhausen fände ich schon toll. Nicht so groß wie der in Leipzig, etwas kleiner würde ausreichen“, sagt Halima. Ihre Freundin Leonie würde sich über ein Naturkundemuseum oder großes Schwimmbad freuen. Den Mädchen hat das Ferien-Projekt gefallen. „Ich fand vor allem toll, dass ich so viel Neues über Nordhausen erfahren habe“, resümiert die 13-jährige Leonie.

In einigen Wochen wollen die Teilnehmer während einer Abschlussveranstaltung ihre fertigen Entwürfe den Eltern, Freunden und Geschwistern präsentieren.

Susanne Schedwill

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