Mo, 14:04 Uhr
10.02.2020
KEINE VERTEIDIGUNG KEINE ANKLAGEN
Aber ein paar wichtige Fragen
Muss die Bundespolitik zurzeit spontan und instinktiv reagieren, lässt sie die normalen Bürger verwundert und allein zurück. Ziele von gestern sind nach dem Erreichen heute nichts mehr wert, um morgen wieder auf dem Plan zu stehen. Der Verschleiß am Führungspersonal wird täglich größer und die Mitglieder von Parteien bzw. die an Politik interessierten Menschen suchen ihre Helden und finden vor allem in Thüringen meistens gefallene ehemalige Helden. Ein Beitrag von nnz-Autor Jürgen Wiethoff...
In Thüringen ist das Wahlergebnis von 2014 der Ausgangspunkt aller Unklarheiten. Damals bekam die CDU 34, die LINKE 28, die SPD 12, die GRÜNEN 6 und die AfD 11 Sitze im Landtag. Wieso durfte GroKo-Partner SPD damals wie heute nach genehmen Koalitionspartnern suchen und wieso wurde damals wie heute der CDU dieses verwehrt?
Immerhin war ab 2014 die CDU die stärkste Fraktion im Landtag.
Dass bei jeder Wahl, die ohne Beteiligung des normalen Bürgers abläuft, Wahlabsprachen bis hin zur Postenverteilung stattfinden, ist gängige und bekannte Praxis. Ganz offenbar kann man das auf keiner Ebene verhindern. Siehe oben. Siehe jetzt. Wenn man Ränkespiele der Beteiligten ideologisch einordnen und bewerten will, muss man diese Ränkespiele vor einer Wahl verhindern. Huch, ich habe nicht gedacht, dass ihr so gemein sein könnt., ist nur Heulerei des jeweiligen Wahlverlierers, oder?
Wie sieht Demokratie in D zukünftig aus? Wie gelten Abstimmungen, bei denen Vertreter der AfD beteiligt waren? Und was gilt Besonderes nach einer eventuellen Neuwahl in Thüringen? Wenn hier der Status Quo beibehalten wird, sind Neuwahlen sinnlos. Alle großen deutschen Medien sind sich einig in der Meinung, dass die Kräfteverhältnisse sich verschieben werden, aber nicht in irgendeine tolerierte oder gar gewünschte Richtung.
Welche Koalitionen sind im Bund und speziell in Thüringen außer RRG erlaubt, welche erwünscht, welche unerwünscht und wer wird das wie entscheiden? Dieses Wissen müssen wir Wähler vorher haben.
Wenn die LINKE jetzt vor einer neuen Kandidatur ihres Spitzenkandidaten Forderungen an die CDU stellt und diese beachtet werden: Sind das dann ausnahmsweise erlaubte Vorabsprachen?
Eine Wahl, die wem auch immer nicht gefällt, anschließend zu annullieren, muss vermieden werden. Oder wie will man zukünftig den Glauben an und das Verständnis für die Demokratie wieder herstellen?
Jürgen Wiethoff
Autor: redIn Thüringen ist das Wahlergebnis von 2014 der Ausgangspunkt aller Unklarheiten. Damals bekam die CDU 34, die LINKE 28, die SPD 12, die GRÜNEN 6 und die AfD 11 Sitze im Landtag. Wieso durfte GroKo-Partner SPD damals wie heute nach genehmen Koalitionspartnern suchen und wieso wurde damals wie heute der CDU dieses verwehrt?
Immerhin war ab 2014 die CDU die stärkste Fraktion im Landtag.
Dass bei jeder Wahl, die ohne Beteiligung des normalen Bürgers abläuft, Wahlabsprachen bis hin zur Postenverteilung stattfinden, ist gängige und bekannte Praxis. Ganz offenbar kann man das auf keiner Ebene verhindern. Siehe oben. Siehe jetzt. Wenn man Ränkespiele der Beteiligten ideologisch einordnen und bewerten will, muss man diese Ränkespiele vor einer Wahl verhindern. Huch, ich habe nicht gedacht, dass ihr so gemein sein könnt., ist nur Heulerei des jeweiligen Wahlverlierers, oder?
Wie sieht Demokratie in D zukünftig aus? Wie gelten Abstimmungen, bei denen Vertreter der AfD beteiligt waren? Und was gilt Besonderes nach einer eventuellen Neuwahl in Thüringen? Wenn hier der Status Quo beibehalten wird, sind Neuwahlen sinnlos. Alle großen deutschen Medien sind sich einig in der Meinung, dass die Kräfteverhältnisse sich verschieben werden, aber nicht in irgendeine tolerierte oder gar gewünschte Richtung.
Welche Koalitionen sind im Bund und speziell in Thüringen außer RRG erlaubt, welche erwünscht, welche unerwünscht und wer wird das wie entscheiden? Dieses Wissen müssen wir Wähler vorher haben.
Wenn die LINKE jetzt vor einer neuen Kandidatur ihres Spitzenkandidaten Forderungen an die CDU stellt und diese beachtet werden: Sind das dann ausnahmsweise erlaubte Vorabsprachen?
Eine Wahl, die wem auch immer nicht gefällt, anschließend zu annullieren, muss vermieden werden. Oder wie will man zukünftig den Glauben an und das Verständnis für die Demokratie wieder herstellen?
Jürgen Wiethoff


