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Mi, 20:14 Uhr
05.02.2020
Meldung aus der Wirtschaftswelt

Das sagt die Gewerkschaft

DGB: Ministerpräsident Kemmerich gewählt – Rudolph spricht von Vertrauensbruch. Dazu diese Meldung...

Anlässlich der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen, äußern sich Michael Rudolph, Vorsitzender und Sandro Witt, Vize des DGB Hessen-Thüringen heute in Erfurt.

Michael Rudolph: „Wir nehmen die Wahl des Ministerpräsidenten zur Kenntnis und bedauern zutiefst, dass CDU und FDP sich nicht zu schade waren, gemeinsam mit der AfD einen Ministerpräsidenten zu wählen. Für den Deutsche Gewerkschaftsbund ist das ein erheblicher Vertrauensbruch.

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In Bezug auf gewerkschaftliche Themen steht Thomas Kemmerich außerdem für genau das Gegenteil, was die Beschäftigten in Thüringen brauchen können: Er steht für eine wirtschaftsliberale Strategie, die auch Niedriglöhne als Wettbewerbsfaktor in Kauf nimmt. Die FDP will das Vergabegesetz angreifen, statt es auszuweiten, wie wir das für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Thüringen wollen. Im Gegenteil sieht Kemmerich Niedriglöhne als Wettbewerbsfaktor für die Wirtschaft. Wenn die FDP vorschlägt, Gesetze auf ‚vorgegebene internationale Mindeststandards‘ zurückführen- und die Vergaberichtlinie für öffentliche Aufträge durch einen ‚Entfall vergabefremder Kriterien‘ reformieren zu wollen, so meint sie nichts anderes, als Thüringen wieder zu einem Niedriglohnland zu machen.

Außerdem will die FDP Existenzgründer in den ersten drei Jahren von möglichst vielen arbeitsrechtlichen Regelungen befreien. Niedrige Löhne und keine Rechte – so stellen wir uns Thüringen nicht vor. Wir stellen uns auf harte Auseinandersetzungen um unsere Themen und Positionen ein.“

Sandro Witt: „Diese Wahl hat eine neue Qualität. Erstmalig – bundesweit – haben hier demokratische Fraktionen mit Hilfe der AfD, mit Hilfe eines Faschisten wie Höcke, einen Ministerpräsidenten ins Amt befördert. Wir werden für die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Thüringen kämpfen. Auch Projekte für den Schutz unserer Demokratie und gegen Rechts sehen wir nun in Gefahr.“

Reiner Sörgel
EVG/DGB
Autor: khh

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Kommentare
jayjay
05.02.2020, 21:21 Uhr
Hat sie die Gewerkschaft noch alle?
1. Die AFD ist eine demokratisch gewählte Partei und kann demnach wählen wen sie will. Hätten die Gewerkschaften lieber einen Kommunisten als Ministerpräsidenten? Pfui!
Bierchen
05.02.2020, 21:29 Uhr
Oh weh
Gewerkschaften und FDP..... und jetzt bitte nochmal nachdenken jayjay. Naja....
Anna Lüst
05.02.2020, 22:08 Uhr
Da könnt ihr geifern und spucken...
...auch das ist Demokratie. Ihr habt euch doch ganz groß gefeiert, wenn ihr im Bundestag die AfD verhindern konntet.
Jetzt könnt ihr mit den Folgen leben.
Gut so.
Endlich gibts die Quittung.
Gothe
05.02.2020, 22:19 Uhr
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Trüffelschokolade
05.02.2020, 22:25 Uhr
Die Gewerkschaft hat Haltung
Ja, die Gewerkschaft hat sie noch alle. Sie hat Haltung. Sich mit den Stimmen der Rechtsextremen ins Amt wählen zu lassen tritt die Geschichte und die demokratisch-freiheitliche Grundordnung mit Füßen.

Gut, dass sich zumindest die Gewerkschaft noch daran erinnert, wenn es schon die Thüringer FDP nicht tut.
Tor666
05.02.2020, 22:43 Uhr
Gewerkschaften,
wie sahen denn die Maßnahmen all die Jahre aus, um Lohndumping, Leiharbeit, Umgehung des Mindestlohns, Schönrechnen H4 Satz etc. zu verhindern? Jetzt fällt es Euch mit einem Mal ein? Unfassbar.
Rene Strube
06.02.2020, 11:31 Uhr
Wie jetzt?
Beim Fachkräftemangel würden also Existenzgründer noch Personal finden, dass sich ungebührlich ausbeuten lässt?
Bierchen
06.02.2020, 11:42 Uhr
Und wie war's beim Mindestlohn?
Zumindest beim Mindestlohn ist diese Ministerpräsidentenwahlgemeinschaft einig. Ein Dorn im Auge......
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