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Di, 11:54 Uhr
07.01.2020
Vogelfreunde laden zum Vortrag

Der schnurrende Ruf der Turteltaube verklingt

Der Verein Nordhäuser Ornithologen lädt am kommenden Montag ein zu einem Beamer-Vortrag ins Vereinshaus 'Thomas Mann'. Thema ist der Vogel des Jahres 2020: die inzwischen selten gewordene Turteltaube...

Wer kennt nicht den Spruch: Sie turteln wie die Täubchen. Doch sehen kann man die kleinste der heimischen Wildtauben, die Turteltaube, in unserer Landschaft nur noch selten. Die Vorkommen sind nicht nur in unserem Raum zurückgegangen, auch deutschland- und europaweit sind die Bestände dieser Vogelart deutlich rückläufig.

Als Gründe dafür gelten, dass sich Anbauflächen für die Landwirtschaft verändern und Herbizide ihre Nahrungspflanzen vernichten. Außerdem fehlt es oft an kleinen Wasserflächen sowie Sträucher und Gebüsche zum Nisten.

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Da diese Situation in allen europäischen Staaten zu finden ist, müssen auch alle Länder in der EU hier aktiv werden. Durchschnittlich sind die Bestände in ganz Europa zwischen1980 uns 2015 um etwa 80% zurückgegangen. Davon ist ebenso unsere Region betroffen. Nur noch selten ist im Frühjahr der schnurrende Ruf der Turteltaube zu hören. Wenn dieser Trend anhalten sollte, wäre die Art in 10 bis 15 Jahren aus unserer Landschaft verschwunden.

Der Vogel des Jahres 2020: die Turteltaube (Foto: NABU, Manfred Delpho) Der Vogel des Jahres 2020: die Turteltaube (Foto: NABU, Manfred Delpho)

Vogel des Jahres 2020: die Turteltaube. Foto: NABU, Manfred Delpho

In Deutschland ist der Brutbestand auf etwa 35 000 Brutpaare geschrumpft, in Europa sind es etwa 4-5 Millionen Paare. Das klingt zwar noch recht viel, wenn man allerdings weiß, dass jährlich bis zu 2 Millionen Turteltauben geschossen werden, relativieren sich diese Zahlen.

Leider sind es zu oft die gleichen Gründe und Ursachen, die dazu führen, dass eine Vogelart zum Vogel des Jahres gewählt wird. Hier spielen der Verlust an geeignetem Lebensraum durch die intensive Landwirtschaft und die massenhafte Bejagung in den südeuropäischen Ländern eine sehr negative Rolle.
Diese und viele weitere Informationen und Fakten werden in einem Vortrag am 13. Januar, ab 19:00 Uhr im Vereinshaus „Thomas Mann“ vorgestellt. Veranstaltet wird dieser Vortrag vom Verein Nordhäuser Ornithologen und wird traditionell vom Vorsitzenden des Vereins gehalten. Der Eintritt ist frei.
Manfred Wagner
Verein Nordhäuser Ornithologen
Autor: red

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Kommentare
Hans Dittmar
07.01.2020, 13:44 Uhr
Umweltschutz und Weltverwöhrung
Man kann die ganze Theorie nicht mehr hören, wonach die Landwirtschaft die großen Verursacher aller unserer Probleme sein sollen. Und mitten im Text gibt der Ornithologe selbst die Antwort, dass durch das Schießen der Turteltauben die Bestände jährlich minimiert werden.

Wenn man zudem die Zahlen über den Schwund der Vögel richtig auslegen würde, stellt man fest, dass der große Schwund in den 1990er Jahren mit dem Ausbau der Mobilfunknetze eintrat. Insekten zum Beispiel, leben in natürlichen elektromagnetischen Feldern, die nun durch die künstlichen elektromagnetischen Felder gestört werden.

Nehme ich Bezug auf die Tauben, welche wild in der Stadt leben, stelle ich leider keine Verringerung fest. Diese scheine trotz Hitze und Trockenheit in der Stadt Möglichkeiten gefunden zu haben, sich zu vermehren.
Bomai Bog
07.01.2020, 16:03 Uhr
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geloescht.20240214
07.01.2020, 17:34 Uhr
Nicht vergessen
Bei all diesen schwindenden Arten sollte man den teils ach so süßen Waschbären nicht vergessen. Der leert alle Nester egal ob auf dem Boden oder in luftiger Höhe.
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