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Sa, 13:00 Uhr
07.12.2019
Grandios: "Thüringer Kirmes"

Landsenioren im Spielzeugmuseum

Der Rundgang durch das Spielzeugmuseum in Sonneberg weckte bei dem Senior Erinnerung an Weihnachten seiner Kindheit nach dem Krieg. Da lagen sie unter dem Weihnachtsbaum, holzgeschnitzte Figuren, wie sie heute im Museum der Stadt zu sehen sind: Trecker, Autos, Pferde, Eisenbahn, Schaukelpferde und anderes mehr...

Auch die besonders bei Kindern beliebten Figuren der Sandmännchen-Fernseh-Sendungen  fehlen im Museum nicht (Foto: Kurt Frank) Auch die besonders bei Kindern beliebten Figuren der Sandmännchen-Fernseh-Sendungen fehlen im Museum nicht (Foto: Kurt Frank)

Nordhausen/Sonneberg. Ob er wieder Kind sein und spielen wolle, bemerkte die Ehefrau. Der Mann lächelte. Der Frau, ahnte er, hatten es die Puppen in hübschen Kleidchen angetan und sie an Weihnachtgeschenke erinnern lassen, als sie ein kleines Mädchen war. Die Landsenioren aus dem Südharz bereuten es nicht, eine Tagesfahrt mit Jochen Keitel, Chef des gleichnamigen Omnibus- und Fuhrbetriebes, am Steuer des vollbesetzten Busses nach Sonneberg unternommen zu haben. Und staunten, was sie alles zu sehen und zu hören bekamen.

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Das Spielzeugmuseum, im Jahre 1901 als „Industrie- und Gewerbemuseum des Meininger Oberlandes“ ins Leben gerufen, gilt als die älteste Spezialsammlung für Spielzeug in Deutschland. Sonneberg entwickelte sich zu einem Weltzentrum der Spielwarenproduktion und seines Handels. Um die 5000 Exponate warten im Deutschen Spielzeugmuseum darauf, von den Besuchern, ob Alt oder Jung, entdeckt zu werden. Es beherbergt Spielzeug aus uralten Zeiten Puppenköpfe aus Biskuitporzellan, Liliputaner aus Brotteig, Figuren aus Papiermache - und aus vielen Ländern der Erde.

Wau! Der Anblick der Schaugruppe „Thüringer Kirmes“ beeindruckt. Es ist das bekannteste Ausstellungsstück des Museums. Lebensecht wirken die 67 Figuren. Sie stellen ein typisch ländliches Volksfest der thüringisch-fränkischen Region dar: die Kirchweih oder Kirmes um 1850. Entstanden ist die Schaugruppe anlässlich der Weltausstellung 1910 in Brüssel und machte die Spielwarenindustrie in Sonneberg weltweit noch bekannter.

Die Schaugruppe „Thüringer Kirmes“ ist das bekannteste Ausstellungsstück des Spielzeugmuseums in Sonneberg. Der Anblick überwältigt. (Foto: Kurt Frank) Die Schaugruppe „Thüringer Kirmes“ ist das bekannteste Ausstellungsstück des Spielzeugmuseums in Sonneberg. Der Anblick überwältigt. (Foto: Kurt Frank)

An der Umsetzung des Entwurfs, erarbeitet vom damaligen Direktor der Sonneberger Industrieschule, Professor Reinhard Möller, waren 37 Firmen der Stadt, Schüler der Industrieschule, Modelleure und Handwerker beteiligt. Als Lohn erhielt das Werk einen „Grand Prix“.

Üblich bei Ausflügen der Landsenioren ist eine Ansprache vor und nach der Reise des Vorsitzenden Herbert Weschcke. Da verhindert, tat es diesmal Ullrich Blut. Kurz und bündig. Dann hatte auch noch die Keitel GmbH für jeden Fahrgast einen Einkaufsbeutel mit Inschrift des Unternehmens parat. Als kleines Weihnachtsgeschenk. Seine Frau habe stundenlang gefaltet, wollte durch nichts und niemanden bei der Arbeit gestört werden, scherzte der Chef.

Am kommenden Mittwoch treffen sich die Landsenioren wieder. Diesmal zu ihrer Weihnachtsfeier ab 14 Uhr in der Gaststätte Am Hagen in Günzerode. Was das kommende Jahr für sie an Tagesfahrten und die obligatorischen Frühjahrs -und Herbstereisen bereithält, ist aus den Plänen ersichtlich, die jedes Mitglied erhält.
Kurt Frank
Autor: red

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