Do, 20:39 Uhr
07.11.2019
Neue Projekte für Dorferneuerung vorgestellt
Einwohnerversammlung in Harztor
Bürgermeister Stephan Klante begrüßte heute zum ersten Mal alle Einwohner der Landgemeinde Harztor zu einer Einwohnerversammlung. Neben Informationen zur Entwicklung und den Finanzen sprach Stadtplanerin Anne Dumjahn auch über Fördermöglichkeiten im Rahmen der Dorferneuerung. Alle Ortschaften von Harztor wurden in das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Thüringen aufgenommen…
Rund 100 Einwohner aus den Ortsteilen der Landgemeinde Harztor kamen heute in die Niedersachswerfer Bundesfachschule für Kälte- und Klimatechnik. Zu Beginn stellte Harztor-Bürgermeister Stephan Klante die finanzielle Lage der Landgemeinde dar.
Die größten Ausgabeposten im Haushalt sind die Kindertagesstätten und mit 2,5 Millionen Euro die Kreis- und Schulumlage. Wir erhalten 2,2 Millionen Euro Zuweisungen vom Land und müssen aus der eigenen Kasse noch 300.000 Euro für die Umlage drauf legen, berichtet Klante und fragte, wie da noch in die Kommune investiert werden soll, ohne Schulden zu machen. Einsparungen bei der Straßenbeleuchtung oder beim Bauhof wurden vorgenommen, die pro Kopf-Verschuldung liegt derzeit bei 734 Euro bei insgesamt 7.612 Einwohnern. Mit dieser Einwohnerzahl ist die Landgemeinde die zweitgrößte Flächenkommune im Landkreis. In diesem Jahr wurden in den Ortschaften Investitionen in Höhe von 1,6 Millionen Euro getätigt, sagte Klante stolz. Als größtes Straßenbauprojekt wird in diesem Jahr die Northeimer Straße abgeschlossen.
Für jeden Bürger besteht ab dem kommenden Jahr die Möglichkeit, Zuschüsse aus dem Förderprogramm der Dorferneuerung und -entwicklung für private Baumaßnahmen zu beantragen. Der Förderzuschuss beträgt derzeit für den privaten Bereich bei 35 Prozent der Investitionskosten, für kommunale Maßnahmen bei 65 Prozent. Förderfähig sind alle Bau- und Sanierungsmaßnahmen, die die Außenhaut der bestehenden Gebäude wie zum Beispiel Dach, Fassade und Fenster betreffen aber auch Pflasterarbeiten sind möglich. Die Mindestsumme beträgt 7.500 Euro, der maximale Förderbetrag liegt bei 15.000 Euro pro Gebäude. Förderanträge für Baumaßnahmen in den kommenden Jahren sind über die Gemeinde oder das Stadtplanungsbüro bis jeweils zum 15.01. beim Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum in Gotha einzureichen.
In den vergangenen Monaten hat der Dorfentwicklungsbeirat in Zusammenarbeit mit dem Stadtplanungsbüro Meißner & Dumjahn aus Nordhausen ein Gemeindliches Entwicklungskonzept für die gesamte Landgemeinde erstellt. Als Leitprojekte wurden hier beispielsweise in Neustadt die Errichtung eines Kurmittelhauses, in Ilfeld die generationsübergreifende Nachnutzung des ehemaligen Stiftsgutes und in Niedersachswerfen der Aufbau eines Vereinszentrums am Kirchplatz definiert. Aber auch in die anderen Ortschaften sollen Fördermittel fließen. Im kommenden Jahr startet die Dorferneuerung in Harzungen mit der Errichtung eines Elektroanschlusses am Dorfplatz und auch in Herrmannsacker soll der Dorfplatz saniert werden. Diese Baumaßnahme soll 2021 starten. Die Kostensumme für alle Projekte beläuft sich auf rund 4 Millionen Euro.
Sandra Witzel
Autor: swiRund 100 Einwohner aus den Ortsteilen der Landgemeinde Harztor kamen heute in die Niedersachswerfer Bundesfachschule für Kälte- und Klimatechnik. Zu Beginn stellte Harztor-Bürgermeister Stephan Klante die finanzielle Lage der Landgemeinde dar.
Die größten Ausgabeposten im Haushalt sind die Kindertagesstätten und mit 2,5 Millionen Euro die Kreis- und Schulumlage. Wir erhalten 2,2 Millionen Euro Zuweisungen vom Land und müssen aus der eigenen Kasse noch 300.000 Euro für die Umlage drauf legen, berichtet Klante und fragte, wie da noch in die Kommune investiert werden soll, ohne Schulden zu machen. Einsparungen bei der Straßenbeleuchtung oder beim Bauhof wurden vorgenommen, die pro Kopf-Verschuldung liegt derzeit bei 734 Euro bei insgesamt 7.612 Einwohnern. Mit dieser Einwohnerzahl ist die Landgemeinde die zweitgrößte Flächenkommune im Landkreis. In diesem Jahr wurden in den Ortschaften Investitionen in Höhe von 1,6 Millionen Euro getätigt, sagte Klante stolz. Als größtes Straßenbauprojekt wird in diesem Jahr die Northeimer Straße abgeschlossen.
Für jeden Bürger besteht ab dem kommenden Jahr die Möglichkeit, Zuschüsse aus dem Förderprogramm der Dorferneuerung und -entwicklung für private Baumaßnahmen zu beantragen. Der Förderzuschuss beträgt derzeit für den privaten Bereich bei 35 Prozent der Investitionskosten, für kommunale Maßnahmen bei 65 Prozent. Förderfähig sind alle Bau- und Sanierungsmaßnahmen, die die Außenhaut der bestehenden Gebäude wie zum Beispiel Dach, Fassade und Fenster betreffen aber auch Pflasterarbeiten sind möglich. Die Mindestsumme beträgt 7.500 Euro, der maximale Förderbetrag liegt bei 15.000 Euro pro Gebäude. Förderanträge für Baumaßnahmen in den kommenden Jahren sind über die Gemeinde oder das Stadtplanungsbüro bis jeweils zum 15.01. beim Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum in Gotha einzureichen.
In den vergangenen Monaten hat der Dorfentwicklungsbeirat in Zusammenarbeit mit dem Stadtplanungsbüro Meißner & Dumjahn aus Nordhausen ein Gemeindliches Entwicklungskonzept für die gesamte Landgemeinde erstellt. Als Leitprojekte wurden hier beispielsweise in Neustadt die Errichtung eines Kurmittelhauses, in Ilfeld die generationsübergreifende Nachnutzung des ehemaligen Stiftsgutes und in Niedersachswerfen der Aufbau eines Vereinszentrums am Kirchplatz definiert. Aber auch in die anderen Ortschaften sollen Fördermittel fließen. Im kommenden Jahr startet die Dorferneuerung in Harzungen mit der Errichtung eines Elektroanschlusses am Dorfplatz und auch in Herrmannsacker soll der Dorfplatz saniert werden. Diese Baumaßnahme soll 2021 starten. Die Kostensumme für alle Projekte beläuft sich auf rund 4 Millionen Euro.
Sandra Witzel



