Do, 13:42 Uhr
28.04.2005
Entlastung
Nordhausen (nnz). Ie Arbeitslosenzahlen sind in Deutschland zum ersten Mal seit der Einführung von Hartz IV und Co. unter die Marke von fünf Millionen gesunken. Ging es auch im Landkreis Nordhausen mit den Zahlen und Quoten zurück? Die Antwort wie immer schon heute in Ihrer nnz.
Entlastung (Foto: nnz)
Eine weitere Abnahme der Arbeitslosigkeit war auch im Monat April 2005 im Bezirk der Agentur für Arbeit Nordhausen erwartungsgemäß zu verzeichnen. Durch die konjunkturelle Erholung und Entspannung auf dem Arbeitsmarkt, aber auch in Folge Verschiebung des Abbaus saisonbedingter Arbeitslosigkeit auf Grund des späten Winters, wird der Rückgang vor allem im vergangenen Monat deutlich. Die Zahl der Arbeitslosen hat sich um fast 2.300 von 33.430 auf 31.138 verringert.
Dabei hat allein die Hauptagentur Nordhausen im Vergleich zum Vormonat einen Rückgang um über 1.050 Personen und um fast 170, verglichen mit April 2004. Der geringste Rückgang arbeitsloser Menschen war im Kyffhäuserkreis zu verzeichnen. Mit 12.000 Arbeitslosen waren lediglich 180 Personen weniger, gegenüber dem Vormonat registriert. Insgesamt gab es die günstigste Entwicklung bei den Männern. Fast 2.000 Männer weniger waren gegenüber März 2005 in der Nordhäuser Arbeitsagentur registriert. Aber auch die Zahl der Jugendlichen konnte sich um fast 370 im Vergleich zum Monat März reduzieren. Bezogen auf einzelne Berufsbereiche gab es vor allem positive Signale aus dem Baubereich. Eine Abnahme der Zahl der Arbeitslosen in den letzten vier Wochen, von 4.531 auf rund 3.600 aus dieser Branche, ist das Resultat. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen reduzierte sich im vergangenen Monat um rund 300 auf 13.365.
Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, nahm entsprechend dieser positiven Entwicklung um 1,5 Prozentpunkte ab und beträgt jetzt im gesamten Agenturbereich 20,5 Prozent.
Auf dem regionalen Arbeitsmarkt waren intensive Austauschprozesse zu beobachten. Die Zahl der Menschen, die sich im Berichtsmonat arbeitslos meldeten, erreichte mit 3.490 nicht mehr die Dimension vom Jahresanfang, lag aber mit rund 500 nochmals über dem Niveau des Monats März. Betrachtet man die Entwicklung seit Januar, so wurden trotz zusätzlicher Erfassungen von Sozialhilfeempfängern und erwerbsfähiger Hilfebedürftiger, dennoch rund 1.500 Zugänge weniger, als im Jahr zuvor registriert. 1.780 Menschen meldeten sich aus der Erwerbstätigkeit, das sind über 400 weniger als im Monat April 2004. Allein über 1.100 Meldungen kamen von Männern und davon waren 315 zuvor in Baubetrieben tätig. Dass auch im Monat April noch Entlassungen aus dieser Branche registriert werden, ist nicht ungewöhnlich.
Im vergangenen Monat war der Zugang aus diesem Bereich, seit 1998, sogar am Niedrigsten. Die meisten Arbeitslosmeldungen wurden im Kyffhäuserkreis und in der Hauptagentur registriert. Um 242 stieg die Zahl der Meldungen von rund 850 auf über 1.000, gegenüber dem Vormonat, in Nordhausen an.
Insgesamt 5.782 Männer und Frauen konnten sich im April 2005 aus der Arbeitslosigkeit wieder abmelden. Verglichen mit Monat März errechnet sich ein Plus von fast 1.500 Personen oder 34 Prozent. Zurückschauend bis zum Juni 1998 ergibt sich damit ein Rekordwert. Über 3.400 Menschen nahmen im April eine Arbeit auf, rund 1.700 davon beim ehemaligen Arbeitgeber, insgesamt fast 500 mehr als vor einem Jahr. Die Agentur für Arbeit konnte im Vergleich zum März 2004 ihre Beteiligung an den Vermittlungen durch Auswahl und Vorschläge nochmals um 229 auf fast 740 erhöhen. Den höchsten Anteil erreichte mit über 1.800 Abmeldungen und damit rund 600 mehr als im März, das Eichsfeld. Die Zahl der Personen, welche ihre Meldung bei der Agentur nicht erneuert haben, stieg um über 600, oder 385 Prozent auf fast 840 gegenüber April 2004 an. Es handelt sich dabei teilweise um ehemalige Arbeitslosenhilfeempfänger, die kein Arbeitslosengeld II erhalten.
Die positive Arbeitsmarktmeldung des Monats bezieht sich auf die Angebote von Arbeitsstellen durch Betriebe und Verwaltungen. Mit 1.070 neuen Stellenangeboten wurden der Arbeitsagentur 44,6 Prozent, oder 330 mehr freie Stellen als im Monat zuvor gemeldet. Im Vergleich zum April 2004 waren es sogar 478 Stellen mehr. Nicht zuletzt haben gezielte Aktivitäten der Vermittlungsfachkräfte, beispielsweise an den Aktionstagen dazu beigetragen, die Zahl der Stellen zu erhöhen. Fast 360 freie Ausbildungs- und Arbeitsstellen wurden anlässlich der Einsätze Mittwochs akquiriert. Während das Angebot für die Bauberufe, Elektroberufe und Sozialberufe gestiegen ist, sank die Nachfrage auf dem Sektor der Warenkaufleute und bei den Dienstleistungs- und Verwaltungsberufen. Das seit vielen Monaten beste Ergebnis zu erzielen, ist vor allem ein Indiz guter Zusammenarbeit mit den Betrieben und Verwaltungen in unserer Region, schlussfolgert die Vorsitzende der Nordhäuser Arbeitsagentur Dr. Simone Simon. Gemeinsam mit unseren Partnern am Arbeitsmarkt tragen wir mit jedem einzelnen Arbeitsplatz dazu bei, den Menschen wieder eine berufliche Zukunft zu geben.
Im Berichtsmonat wurden fast 1.000 Vermittlungen getätigt, das sind über 500, oder 107,2 Prozent mehr als vor vier Wochen und rund 470 mehr als vor einem Jahr. Einen hohen Anteil weist dabei der Kyffhäuserkreis aus. Die Zahl der Stellenbesetzungen erhöhte sich um 338 von 93 auf 431 verglichen mit Monat März. Am Monatsende lagen der Agentur für Arbeit Nordhausen 1.141 offene Arbeitsstellen vor. Der Bestand ist damit um fast 100 gegenüber März, aber auch um rund 50 verglichen mit April 2004 angestiegen.
Ab 2005 stehen wegen einer Umstellung im Datenverfahren jeweils immer nur Vormonatsdaten zur Kurzarbeit zur Verfügung. Die Zahl der Kurzarbeiter betrug im März 543. In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit kommt den arbeitsmarktpolitischen Aktivitäten der Bundesagentur besondere Bedeutung zu. Arbeitsmarktpolitische Instrumente trugen auch im April 2005 zur Entlastung des regionalen Arbeitsmarktes bei. Die Integration in den ersten Arbeitsmarkt stand, wie auch in den vergangenen Monaten, im Vordergrund. Von der Nordhäuser Arbeitsagentur erhielten 3.072 Männer und Frauen beschäftigungsbegleitende Maßnahmen, davon fast 1.400 Personen im Rahmen der Ausübung ihrer Selbständigkeit. Die Unterstützung in Form von Überbrückungsgeld oder Existenzgründungszuschuss hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 68,6 Prozent erhöht.
Durch den Einsatz der Instrumente Förderung der beruflichen Weiterbildung, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und Strukturanpassungsmaßnahmen konnte für fast 1.300 Personen die Arbeitslosigkeit verhindert, oder beendet werden.
Die bisherige Statistik der Agentur für Arbeit (SGB III) beruhte auf Geschäftszahlen. Mit Inkrafttreten des SGB II zum Jahresbeginn sind neben der Arbeitsagentur auch die Arbeitsgemeinschaften und das Grundsicherungsamt Heiligenstadt am Arbeitsmarkt tätig. Dies erforderte die Schaffung einer integrierten Statistik, durch Kombination verschiedener Erhebungsverfahren. Vor allem seitens der optierenden Kommune liegen die Angaben noch unvollständig vor. Die Arbeitslosenzahlen sind deshalb noch mit Unschärfen behaftet.
Der regionale Arbeitsmarkt:
Nordhausen
Die Arbeitslosigkeit hat sich im April um 1.058 auf 9.668 verringert. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 169 Arbeitslose weniger. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im April 20,2 %. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 20,1 % belaufen. Im April meldeten sich 1.099 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 125 Personen oder 10 % weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 2.120 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 730 oder 53 % mehr als vor Jahresfrist. In der Hauptagentur Nordhausen waren im April 662 Stellenangebote registriert, gegenüber März ist das ein Plus von 123. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 142 Stellen mehr.
Artern
Die Arbeitslosigkeit hat sich im April um 47 auf 6.039 verringert. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 88 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im April 27,1 %. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 26,6 % belaufen. Im April meldeten sich 824 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 88 Personen oder 12 % mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 869 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 86 oder 11 % mehr als vor Jahresfrist. In der Geschäftsstelle Artern waren im April 204 Stellenangebote registriert, gegenüber März ist das ein Rückgang von 28. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 68 Stellen mehr.
Landkreis Eichsfeld
Im Monat April wurden die Geschäftsstellen Heiligenstadt und Leinefelde zu einer Dienststelle zusammengelegt. Aus diesem Grund stehen die gesamten Zahlen für den Eichsfeldkreis in einer Übersicht zur Verfügung. Die Arbeitslosigkeit hat sich im April im Eichsfeldkreis um 1.055 auf 9.464 verringert. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 36 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im April 16,2 Prozent. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 16,1 Prozent belaufen. Im Berichtsmonat meldeten sich 826 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 420 Personen weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 1.912 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 33 oder -1,7 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Im Eichsfeldkreis waren im April 168 Stellenangebote registriert, gegenüber März ist das ein Zugang von 3. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 167 Stellen weniger.
Sondershausen
Die Arbeitslosigkeit hat sich im April um 132 auf 5.967 verringert. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 576 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im April 25,3 %. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 22,4 % belaufen. Im April meldeten sich 741 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 104 Personen oder 16 % mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 881 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 65 oder 8 % mehr als vor Jahresfrist. In der Geschäftsstelle Sondershausen waren im April 107 Stellenangebote registriert, gegenüber März ist das ein Rückgang von 2. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 8 Stellen mehr.
Autor: nnz
Entlastung (Foto: nnz)
Eine weitere Abnahme der Arbeitslosigkeit war auch im Monat April 2005 im Bezirk der Agentur für Arbeit Nordhausen erwartungsgemäß zu verzeichnen. Durch die konjunkturelle Erholung und Entspannung auf dem Arbeitsmarkt, aber auch in Folge Verschiebung des Abbaus saisonbedingter Arbeitslosigkeit auf Grund des späten Winters, wird der Rückgang vor allem im vergangenen Monat deutlich. Die Zahl der Arbeitslosen hat sich um fast 2.300 von 33.430 auf 31.138 verringert.
Dabei hat allein die Hauptagentur Nordhausen im Vergleich zum Vormonat einen Rückgang um über 1.050 Personen und um fast 170, verglichen mit April 2004. Der geringste Rückgang arbeitsloser Menschen war im Kyffhäuserkreis zu verzeichnen. Mit 12.000 Arbeitslosen waren lediglich 180 Personen weniger, gegenüber dem Vormonat registriert. Insgesamt gab es die günstigste Entwicklung bei den Männern. Fast 2.000 Männer weniger waren gegenüber März 2005 in der Nordhäuser Arbeitsagentur registriert. Aber auch die Zahl der Jugendlichen konnte sich um fast 370 im Vergleich zum Monat März reduzieren. Bezogen auf einzelne Berufsbereiche gab es vor allem positive Signale aus dem Baubereich. Eine Abnahme der Zahl der Arbeitslosen in den letzten vier Wochen, von 4.531 auf rund 3.600 aus dieser Branche, ist das Resultat. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen reduzierte sich im vergangenen Monat um rund 300 auf 13.365.
Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, nahm entsprechend dieser positiven Entwicklung um 1,5 Prozentpunkte ab und beträgt jetzt im gesamten Agenturbereich 20,5 Prozent.
Auf dem regionalen Arbeitsmarkt waren intensive Austauschprozesse zu beobachten. Die Zahl der Menschen, die sich im Berichtsmonat arbeitslos meldeten, erreichte mit 3.490 nicht mehr die Dimension vom Jahresanfang, lag aber mit rund 500 nochmals über dem Niveau des Monats März. Betrachtet man die Entwicklung seit Januar, so wurden trotz zusätzlicher Erfassungen von Sozialhilfeempfängern und erwerbsfähiger Hilfebedürftiger, dennoch rund 1.500 Zugänge weniger, als im Jahr zuvor registriert. 1.780 Menschen meldeten sich aus der Erwerbstätigkeit, das sind über 400 weniger als im Monat April 2004. Allein über 1.100 Meldungen kamen von Männern und davon waren 315 zuvor in Baubetrieben tätig. Dass auch im Monat April noch Entlassungen aus dieser Branche registriert werden, ist nicht ungewöhnlich.
Im vergangenen Monat war der Zugang aus diesem Bereich, seit 1998, sogar am Niedrigsten. Die meisten Arbeitslosmeldungen wurden im Kyffhäuserkreis und in der Hauptagentur registriert. Um 242 stieg die Zahl der Meldungen von rund 850 auf über 1.000, gegenüber dem Vormonat, in Nordhausen an.
Insgesamt 5.782 Männer und Frauen konnten sich im April 2005 aus der Arbeitslosigkeit wieder abmelden. Verglichen mit Monat März errechnet sich ein Plus von fast 1.500 Personen oder 34 Prozent. Zurückschauend bis zum Juni 1998 ergibt sich damit ein Rekordwert. Über 3.400 Menschen nahmen im April eine Arbeit auf, rund 1.700 davon beim ehemaligen Arbeitgeber, insgesamt fast 500 mehr als vor einem Jahr. Die Agentur für Arbeit konnte im Vergleich zum März 2004 ihre Beteiligung an den Vermittlungen durch Auswahl und Vorschläge nochmals um 229 auf fast 740 erhöhen. Den höchsten Anteil erreichte mit über 1.800 Abmeldungen und damit rund 600 mehr als im März, das Eichsfeld. Die Zahl der Personen, welche ihre Meldung bei der Agentur nicht erneuert haben, stieg um über 600, oder 385 Prozent auf fast 840 gegenüber April 2004 an. Es handelt sich dabei teilweise um ehemalige Arbeitslosenhilfeempfänger, die kein Arbeitslosengeld II erhalten.
Die positive Arbeitsmarktmeldung des Monats bezieht sich auf die Angebote von Arbeitsstellen durch Betriebe und Verwaltungen. Mit 1.070 neuen Stellenangeboten wurden der Arbeitsagentur 44,6 Prozent, oder 330 mehr freie Stellen als im Monat zuvor gemeldet. Im Vergleich zum April 2004 waren es sogar 478 Stellen mehr. Nicht zuletzt haben gezielte Aktivitäten der Vermittlungsfachkräfte, beispielsweise an den Aktionstagen dazu beigetragen, die Zahl der Stellen zu erhöhen. Fast 360 freie Ausbildungs- und Arbeitsstellen wurden anlässlich der Einsätze Mittwochs akquiriert. Während das Angebot für die Bauberufe, Elektroberufe und Sozialberufe gestiegen ist, sank die Nachfrage auf dem Sektor der Warenkaufleute und bei den Dienstleistungs- und Verwaltungsberufen. Das seit vielen Monaten beste Ergebnis zu erzielen, ist vor allem ein Indiz guter Zusammenarbeit mit den Betrieben und Verwaltungen in unserer Region, schlussfolgert die Vorsitzende der Nordhäuser Arbeitsagentur Dr. Simone Simon. Gemeinsam mit unseren Partnern am Arbeitsmarkt tragen wir mit jedem einzelnen Arbeitsplatz dazu bei, den Menschen wieder eine berufliche Zukunft zu geben.
Im Berichtsmonat wurden fast 1.000 Vermittlungen getätigt, das sind über 500, oder 107,2 Prozent mehr als vor vier Wochen und rund 470 mehr als vor einem Jahr. Einen hohen Anteil weist dabei der Kyffhäuserkreis aus. Die Zahl der Stellenbesetzungen erhöhte sich um 338 von 93 auf 431 verglichen mit Monat März. Am Monatsende lagen der Agentur für Arbeit Nordhausen 1.141 offene Arbeitsstellen vor. Der Bestand ist damit um fast 100 gegenüber März, aber auch um rund 50 verglichen mit April 2004 angestiegen.
Ab 2005 stehen wegen einer Umstellung im Datenverfahren jeweils immer nur Vormonatsdaten zur Kurzarbeit zur Verfügung. Die Zahl der Kurzarbeiter betrug im März 543. In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit kommt den arbeitsmarktpolitischen Aktivitäten der Bundesagentur besondere Bedeutung zu. Arbeitsmarktpolitische Instrumente trugen auch im April 2005 zur Entlastung des regionalen Arbeitsmarktes bei. Die Integration in den ersten Arbeitsmarkt stand, wie auch in den vergangenen Monaten, im Vordergrund. Von der Nordhäuser Arbeitsagentur erhielten 3.072 Männer und Frauen beschäftigungsbegleitende Maßnahmen, davon fast 1.400 Personen im Rahmen der Ausübung ihrer Selbständigkeit. Die Unterstützung in Form von Überbrückungsgeld oder Existenzgründungszuschuss hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 68,6 Prozent erhöht.
Durch den Einsatz der Instrumente Förderung der beruflichen Weiterbildung, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und Strukturanpassungsmaßnahmen konnte für fast 1.300 Personen die Arbeitslosigkeit verhindert, oder beendet werden.
Die bisherige Statistik der Agentur für Arbeit (SGB III) beruhte auf Geschäftszahlen. Mit Inkrafttreten des SGB II zum Jahresbeginn sind neben der Arbeitsagentur auch die Arbeitsgemeinschaften und das Grundsicherungsamt Heiligenstadt am Arbeitsmarkt tätig. Dies erforderte die Schaffung einer integrierten Statistik, durch Kombination verschiedener Erhebungsverfahren. Vor allem seitens der optierenden Kommune liegen die Angaben noch unvollständig vor. Die Arbeitslosenzahlen sind deshalb noch mit Unschärfen behaftet.
Der regionale Arbeitsmarkt:
Nordhausen
Die Arbeitslosigkeit hat sich im April um 1.058 auf 9.668 verringert. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 169 Arbeitslose weniger. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im April 20,2 %. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 20,1 % belaufen. Im April meldeten sich 1.099 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 125 Personen oder 10 % weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 2.120 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 730 oder 53 % mehr als vor Jahresfrist. In der Hauptagentur Nordhausen waren im April 662 Stellenangebote registriert, gegenüber März ist das ein Plus von 123. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 142 Stellen mehr.
Artern
Die Arbeitslosigkeit hat sich im April um 47 auf 6.039 verringert. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 88 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im April 27,1 %. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 26,6 % belaufen. Im April meldeten sich 824 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 88 Personen oder 12 % mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 869 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 86 oder 11 % mehr als vor Jahresfrist. In der Geschäftsstelle Artern waren im April 204 Stellenangebote registriert, gegenüber März ist das ein Rückgang von 28. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 68 Stellen mehr.
Landkreis Eichsfeld
Im Monat April wurden die Geschäftsstellen Heiligenstadt und Leinefelde zu einer Dienststelle zusammengelegt. Aus diesem Grund stehen die gesamten Zahlen für den Eichsfeldkreis in einer Übersicht zur Verfügung. Die Arbeitslosigkeit hat sich im April im Eichsfeldkreis um 1.055 auf 9.464 verringert. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 36 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im April 16,2 Prozent. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 16,1 Prozent belaufen. Im Berichtsmonat meldeten sich 826 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 420 Personen weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 1.912 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 33 oder -1,7 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Im Eichsfeldkreis waren im April 168 Stellenangebote registriert, gegenüber März ist das ein Zugang von 3. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 167 Stellen weniger.
Sondershausen
Die Arbeitslosigkeit hat sich im April um 132 auf 5.967 verringert. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 576 Arbeitslose mehr. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, betrug im April 25,3 %. Vor einem Jahr hatte sich die Quote auf 22,4 % belaufen. Im April meldeten sich 741 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 104 Personen oder 16 % mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 881 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 65 oder 8 % mehr als vor Jahresfrist. In der Geschäftsstelle Sondershausen waren im April 107 Stellenangebote registriert, gegenüber März ist das ein Rückgang von 2. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 8 Stellen mehr.

