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Mi, 14:00 Uhr
20.04.2005

Zahlenwerk unter Dach und Fach

Nordhausen (nnz). Der Nordhäuser Kreistag hat gestern den Haushalt der Verwaltung beschlossen. Und da wird der Bürger mehr belastet. Unter anderem klettert die Pro-Kopf-Verschuldung. Die Einzelheiten liefert Ihnen die nnz.


34 Kreistagsmitglieder stimmten gestern für das Papier, zwei dagegen und fünf Enthaltungen wurden protokolliert. So gab es schließlich eine satte Mehrheit für die Erhöhung der Pro-Kopf-Verschuldung der Menschen im Landkreis. Sie steigt – statistisch gesehen – von 314 Euro am Jahresanfang auf 338 Euro zum Jahresende. Verursacht wird das durch die Neuaufnahme von Krediten in Höhe von vier Millionen Euro. Gleichzeitig sollen aber 2,7 Millionen Euro an bestehenden Schulden getilgt werden, sagte der erste hauptamtliche Beigeordnete der Kreisverwaltung, Matthias Jendricke (SPD), der nnz.

Der diesjährige Verwaltungshaushalt hat ein Volumen von 92 Millionen Euro, davon entfallen 17,3 Millionen auf die Personalkosten, die leicht um 120.000 Euro gegenüber dem Vorjahr in die Höhe klettern. Im Vermögenshaushalt stecken mehr als 15 Millionen Euro, etwa die Hälfte davon ist für Investitionen vorgesehen. Und da stehen Rekonstruktionsmaßnahmen an Schulen im Mittelpunkt. In Wolkramshausen wird weiter gebaut und an der Morgenröte geht’s langsam aber sicher mit dem Ausbau des neuen Berufsschulzentrums los.

Den Haushalt mit seinen doch vielleicht vorhandenen Tücken zu beschließen, das war für Jendricke ein Akt der Vernunft. Einen solchen Haushalt zu haben sei immer noch besser, als mit einer vorläufigen Haushaltsführung zu arbeiten.

Die Diskussion zum Haushaltsentwurf war gestern nicht allzu langatmig, die Kreistagsmitglieder waren nach der aufreibenden „Schulschließungsdebatte“ hörbar leise. Dennoch gab es drei Änderungsanträge. So forderte der Schulausschuß, rund 9.500 Euro für die Schülerspeisung des Förderzentrums als Zuschuß in den Haushalt einzustellen, Weggenommen wurde dieses Geld bei einer anderen Kostenstelle des Sozialbereiches.

Und dann wurde noch eine pikanter Änderung im Stellenplan beschlossen. Dort ist künftig für den Fachbereichsleiter Personal „nur“ noch die A 12 vorgesehen, nicht wie bisher die A 13. Die wurde an das Rechnungsprüfungsamt weitergereicht. Offizieller Tenor dieser Beschlussvorlage der SPD: Man wolle die Bedeutung dieses Amtes weiter stärken. Eine Änderung der Umschichtung der Gelder innerhalb des Brandschutzes wurde mehrheitlich abgelehnt. Der Antrag kam übrigens von der CDU-Fraktion.
Autor: nnz

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