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Fr, 19:40 Uhr
13.09.2019
Lichtblick

Keine Panik vor Freitag dem 13.

Liebe Leser, haben Sie in den letzten Tagen schlecht geschlafen? Ist Ihnen vielleicht im Kopf der Gedanke an Freitag den 13 herumgegeistert und nicht aus dem Sinn gegangen. „Was könnte da wohl alles schief gehen an so einem Tag“, haben Sie möglicherweise gedacht...


In der Tat hat Freitag der 13. keinen guten Ruf. Viele verlegen wichtige Termin auf alle möglichen Tage, nur nicht auf diesen Freitag. Doch warum löst diese Kombination aus Freitag und dem 13. Tag des Monats so eine Unruhe aus?

Die Zahl 13 galt im Judentum immer als Glückszahl. So berichtet das Buch Esther, dass das Volk Israel am 13. Tag eines Monats gerettet wurde. Und auch in der Mathematik ist die Primzahl 13 hoch im Kurs.

Auf der anderen Seite ist die Zwölf, das Dutzend, ein Symbol für die gottgegebene Vollkommenheit. Das Jahr hat 12 Monate, die Uhr 12 Stundenziffern. Auch das gewöhnliche Geschirrservice in unseren Küchen zählt meist nur 12 Teller, Tassen und Kuchengabeln. Ein 13. Gast, so wie im Märchen vom Dornröschen ist einer zu viel.

Seinen Ursprung hat diese Vorstellung vielleicht im letzten Abendmahl, das Jesus mit seinen 12 Jüngern begangen hat. Da waren sie 13 Personen. Ist das einer zu viel? Einer von ihnen war Judas, der Jesus später verraten hat. War er der 13. in der Runde und allein deshalb, weil er der 13. war, ein Unglücksbringer?

Liebe Leser, all diese Spekulationen führen zu nichts. Denn „zur Freiheit hat uns Jesus Christus befreit!“, ruft uns der Apostel Paulus zu (Galater 5,1). Und diese innere Freiheit, die darf uns durch nichts, erst recht nicht durch billigen, angstmachenden Aberglauben genommen werden.

Und darum brauchen und sollen uns solche Tage weder Furcht einflößen noch zu besonderem Leichtsinn verführen. Sondern wir dürfen jeden Tag in Dankbarkeit leben.

Übrigens haben Versicherungsgesellschaften festgestellt, dass an Freitagen, die auf einen 13. fallen, sogar weniger Unfälle geschehen als sonst. Na bitte!

Es grüßt Sie herzlich
Ihr Pfarrer Frank Freudenberg
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