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Do, 17:37 Uhr
29.08.2019
Wahl im Jugendhilfeausschuss

AfD-Kandidat fiel erneut durch

Am späten Nachmittag trafen sich im Nordhäuser Landratsamt die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses. Unter anderem sollte ein stellvertretender Ausschussvorsitzender gewählt werden…


Das war in den zurückliegenden Legislaturperioden eigentlich nie das Problem. In dieser noch jungen Epoche kommunaler Politik schon – denn da ist die AfD im Kreistag. Nicht etwa mit 5 Prozent, sondern mit fast dem Vierfachen. Aber: diese Partei darf, so war es bis dato ideologisch vereinbart, keine Funktionen übernehmen.

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Heute nun der zweite Anlauf zur Wahl eines stellvertretenden Ausschussvorsitzenden. Zuvor jedoch wurde über den Kita-Bedarfsplan für den Landkreis Nordhausen diskutiert. Mit einigen Änderungen, die vorwiegend von der Stadt Nordhausen eingebracht wurden, ist der Plan beschlossen worden.

Danach ging zur Stellvertreterwahl, bei der Andreas Leupold (AfD) auf dem Stimmzettel stand. Fünf von zehn Stimmen bei der zurückliegenden Sitzung erhielt Leupold, das reichte allerdings nicht für die Wahl. Diesmal waren nur acht stimmberechtigte Mitglieder des Ausschusses anwesend. Zwei Stimmen waren ungültig, zweimal erhielt Leupold eine Ja-Stimme, vier Mitglieder stimmten gegen ihn. Damit bleibt der Ausschuss weiterhin ohne Stellvertreter. Nur zur Kenntnis: Fachlich kann das Ergebnis nicht begründet werden, Leupold ist Pädagoge, bleibt also die Parteizugehörigkeit.

Geschichte wiederholt sich also doch: Einst waren es PDS-Mitglieder, die von kommunalpolitischen Funktionen ausgeschlossen wurden, jetzt ist es die AfD.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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Kommentare
98maschr
29.08.2019, 17:48 Uhr
Sicher?
Warum ist Herr Leupold als Pädagoge automatisch ein Fachmann in diesem Bereich?
Sein Kollege Höcke hat doch auch keine Ahnung von Geschichte und ist Geschichtslehrer.
Crimderöder
29.08.2019, 17:52 Uhr
Hauptsache AfD verhindern
Die AfD ist die zweitstärkste Kraft im Kreistag geworden und wird weiterhin aus ideologischer Blindheit blockiert. Der (junge) Kandidat war fachlich mehr als geeignet. Ein Schlag ist Gesicht für tausende Wähler.
Christian Staifen
29.08.2019, 18:08 Uhr
Schämen solltet ihr euch!!
Ihr Volksvertreter oder Verräter?
Ihr nehmt den Willen der Nordhäuser nicht ernst und macht alles für euer Interesse nicht das der Bürger!
Ihr werdet von den Bürgern gewählt und bezahlt, vergesst das bitte nicht!!
Trüffelschokolade
29.08.2019, 19:10 Uhr
Rückfrage
Eine Interessensrückfrage: inwiefern ist Andreas Leupold qualifizierter Pädagoge?
Laut seinem eigenen Profil zur Landtagswahl hat er katholische Theologie studiert und einen Magister Theologiae. Das ist ein theologisches Vollstudium ohne Nebenfach (wie bspw. Pädagogik/Erziehungswissenschaften). Die Lehramtsstudiengänge seiner alten Uni (Erfurt) ergeben andere Studienabschlüsse, Lehramt kann er also nicht studiert haben.

Ist er Quereinsteiger im thüringischen Schuldienst?
Kama99
29.08.2019, 19:30 Uhr
War ja klar...
...der Kandidat war ja von der AfD. Es kommt der Tag da werden die Altparteien noch mal um Stimmen von der AfD betteln.
Hyazinthe
29.08.2019, 20:05 Uhr
Berlin ist kein gutes Vorbild!
Es ist immer wieder erstaunlich, dass diejenigen, die sich Demokratie und Toleranz ganz groß auf die Fahne geschrieben haben, am Ende genau daran scheitern. Man mag zur AfD stehen wie man will, aber es ist eine zugelassene und demokratisch gewählte Partei, der damit auch die dafür üblichen Funktionen zustehen. So wird am Ende Volkes Wille ad absurdum geführt und Berlin dient mal wieder als schlechtes Vorbild!
Paulinchen
29.08.2019, 20:16 Uhr
Na wenn das mal...
... keine gute Werbung für die Landtagswahl im Oktober für die AfD ist.
Aus meiner Sicht ist das eine weitere Schwäche der sogenannten Etablierten. Eben - das Klammern am letzten Strohhalm. Mal abwarten, ob es am Ende noch reicht, zum Erhalt der Macht. Es könnte aber auch der Tanz auf der Rasierklinge sein.
Paul
29.08.2019, 20:43 Uhr
AfD
Soviel zum Thema Meinungsfreiheit und Demokratie in dieser verlogenen Staatspolitik ! Es ist schon wie damals in der DDR, seit dem die Merkel hier "Kanzlerin" ist. Es wird Zeit für ein 1989 2.0 !!!
geloescht.20250302
29.08.2019, 20:45 Uhr
Passender Schlussabsatz, aber...
...wundert Sie das wirklich noch, Herr Greiner?

Im Reichstag werden doch solche Spielchen, passend zu machen, was nicht passen darf, beispielsweise von der Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth regelmäßig vorexerziert.

Aber gemach gemach...Wir werden schon noch aufgeklärt werden, warum diese Mätzchen in der besten deutschen Demokratie aller Zeiten ihre Berechtigung haben.
Janko
29.08.2019, 21:05 Uhr
Das Zitat würde ich so nicht unterschreiben:
"Fachlich kann das Ergebnis nicht begründet werden, Leupold ist Pädagoge, bleibt also die Parteizugehörigkeit."

Herr Höcke ist Geschichtslehrer. Fachlich kann also nicht begründet werden, was er da wiederholt. Bleibt also die Parteizugehörigkeit.
H.Freidenker
29.08.2019, 21:26 Uhr
Angst ist Schwäche,
so schwatronierte einst die Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel.

Recht hat Sie, denn wenn schon auf Landkreisebene solche Entscheidungen gegen einen fachlich Kompetenten Vertreter der AfD getroffen werden, ist das mehr als peinlich.
Sicher konnte Herr Leupold nicht ähnliche Geschenke mitbringen, wie einst Frau Hase von den"Linken", sie wurde als Stellvertreterin ins Amt gehieft.
Dieser unsinnige Posten kostet uns Steuerzahlern rund 100 tausend Euro im Jahr, aber egal,Hauptsache die Machtverhältnisse bleiben erhalten.
Hoffentlich wird solches Parteiverhalten bei der anstehenden Landtagswahl berücksichtig, dann wäre es mindestens ein verdientes Eigentor!
Janko
30.08.2019, 07:56 Uhr
Liebe nnz,
ich hab mich jetzt mal kurz informiert: nach eigener Aussage (ich zitiere Herrn Leupold): "Deshalb studierte ich nach dem Abitur kath. Theologie in Erfurt und Wien und erwarb 2016 den akademischen Grad des Magister theologiae."

Wo ist da (und ich zitiere die nnz): "Fachlich kann das Ergebnis nicht begründet werden, Leupold ist Pädagoge" der Pädagoge?

Ich arbeite auch mit Kindern und Jugendlichen, käme aber nie auf die Anmaßung, mich deshalb "Pädagoge" zu nennen.

Ist alles nicht so einfach, ne, wie man's gern hätte, vor allem nicht in populistischen Artikeln.
Janko
30.08.2019, 08:05 Uhr
Nachsatz:
Die AfD kritisiert doch so gern bei anderen Politikern "nie das gelernt, worin sie nun arbeiten!" Das gilt aber eben nur für die anderen Politiker, oder? Und schon ist die Sensation perfekt, wie undemokratisch sich die Altparteien verhalten.
Peter59
30.08.2019, 08:49 Uhr
Hallo Andreas,
ich war sein Deutschlehrer am Gymnasium, er war damals schon bekannt für seine Diskussionsfreudigkeit und stichhaltige Argumente. Was hier gerade passiert, das ist DDR 2.0....... Man hat einfach Angst, er könnte ja etwas in diesem Klüngel verändern. Übrigens ist er für diesen "Posten" mehr als qualifiziert, hat schon Workshops und Vorträge für Lehrer gehalten... und kommt mit Jugendlichen sehr gut klar.......Aus meiner Sicht nur politische Gründe!!!!!!!
Die "Altvorderen" wollen sich nicht in die Karten schauen lassen. Andreas, ich wünsche dir auf deinem weiteren Weg alles erdenklich Gute und den Einzug in diesen Landtag. Grüße, Peter Wilhelm
Herr Taft
30.08.2019, 09:25 Uhr
Das ist Demokratie!
Ist eigentlich schon mal jemand auf die Idee gekommen, dass die Abstimmung im Interesse der Wähler erfolgt? Die Mehrzahl der Wähler wollten keine AFD was zu der Fraktionsverteilung führte, die wir heute haben... also stimmt eben die Mehrzahl der stimmberechtigten Mitglieder gegen die AFD...mit dem Ergebnis, dass der AFD-Kandidat nicht gewählt wird.

Als echte Demokraten, wie sich doch unsere "Alternativen" so gerne darstellen, sollten Sie eine Mehrheitsentscheidung akzeptieren, schließlich repräsentiert Sie den Willen der Mehrheit der Wähler.

Nicht die, die am lautesten schreien "Wir sind das Volk" sind es auch.
murmeltier
30.08.2019, 09:29 Uhr
Ach Spätzle
was wäre die Kommentarmöglichkeit hier ohne deine Belehrungen. 1. Die AfD hat gestern nicht geschrieen und 2. Auch die LINKE wollte die Mehrheit der Wähler Ende Mai nicht. Von der SPD ganz zu Schweigen. Wenn ich mich erinnere, wählten wohl mehr Wähler die AfD als die LInke? Pfui Teufel
Crimderöder
30.08.2019, 09:32 Uhr
Wo sind die Mehrheiten?
@Spätzlevernichter. Was für ein billiges Argument. Im Umkehrschluss wollten auch mehr als 80 Prozent keine SPD, keine Linken usw.
Herr Taft
30.08.2019, 09:36 Uhr
Es ist doch so einfach...
... alle, die nicht AFD wollten, haben eben Linke, SPD, CDU oder die Bügeleisenanbeterpartei gewählt... Sie haben meinetwegen verschiedene Auffassungen und Ziele... Sind sich aber eben in einem einig: keine AFD. Das Ergebnis ist bekannt.
Herr Taft
30.08.2019, 09:48 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrages
HeiKev
30.08.2019, 09:55 Uhr
Der Jugendhilfeausschuss
Ist ein kommunales Verfassungsorgan und hat sich mit den irdischen Problemen von Menschen zu befassen. Wenn der Verfasser dieses Artikels katholische Theologie als Eignung ansieht, sollte er das einmal etwas genauer begründen. Die Mitglieder des Ausschusses, die gegen diesen stellvertretenden Vorsitzenden gestimmt haben sehen in katholischer Theologie offenbar keine Eignung und vertreten damit mich als Wähler.
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